{"id":14901,"date":"2020-05-19T21:18:14","date_gmt":"2020-05-19T19:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=14901"},"modified":"2020-05-19T22:19:36","modified_gmt":"2020-05-19T20:19:36","slug":"und-jetzt-die-scheibenwischer-ein-alligatoah-konzert-zu-zeiten-von-corona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2020\/05\/19\/und-jetzt-die-scheibenwischer-ein-alligatoah-konzert-zu-zeiten-von-corona\/","title":{"rendered":"&#8222;Und jetzt die Scheibenwischer&#8220; &#8211; Ein Alligatoah Konzert zu Zeiten von Corona"},"content":{"rendered":"<p>Ein kurzer Blick in den Kalender verr\u00e4t uns: Wir haben immer noch 2020, ein Blick in die Nachrichten: Wir haben immer noch eine Pandemie. Doch in den vergangenen Wochen haben wir uns St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck mit den Umst\u00e4nden arrangiert, wir sind kreativ geworden, haben uns der Situation angepasst. So passiert es zur Zeit in den verschiedensten Bereichen des Lebens. Restaurants liefern und stellen ihre Tische auf Abstand, Autokinos erleben ihren zweiten Fr\u00fchling. Doch neben dem Filme gucken im eigenen Wagen ist ein weiterer Trend auf dem Vormarsch: Autokonzerte. Verschiedene Spielst\u00e4tten f\u00fcr Autokinos \u00f6ffnen seit ein paar Wochen f\u00fcr Konzerte der besonderen Art. So geschehen zum Beispiel in Hannover. Ein paar Impressionen von Alligatoahs drittem Konzert vor Opels, Audis und VW\u00b4s.<\/p>\n<p>Es ist 18 Uhr an einem Freitagabend vor den Toren eines Autokinos in Hannover. Auf einem riesigen Parkplatz warten wir mit hunderten anderen Autos auf den Einlass. Wie bei einem normalen Konzert gilt also auch hier: Wer in die erste Reihe m\u00f6chte muss fr\u00fch da sein und viel Zeit mitbringen. Um 20 nach Sechs, 10 Minuten vor dem offiziell angek\u00fcndigten Einlass, geht es aufs Gel\u00e4nde, da sich die Schlange der wartenden Autos schon bis auf die anliegende Stra\u00dfe reicht. Nach und nach f\u00fcllt sich der Konzertplatz vor <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-14905 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/alligatoah2-e1589918062499-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/alligatoah2-e1589918062499-300x225.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/alligatoah2-e1589918062499.png 475w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>der gro\u00dfen B\u00fchne, die tats\u00e4chlich mehr nach Konzert, als nach Kino aussieht. Schon jetzt fallen einem einige Autos direkt ins Auge. Statt Schilder hoch zuhalten haben einige Besucher gro\u00dfe Plakate auf ihre Motorhauben gelegt, einige haben sogar ihr ganzes Auto angemalt. W\u00e4hrend sich der Bereich vor der B\u00fchne unter dem Licht der Abendsonne f\u00fcllt kommt fast so ein bisschen was wie Festivalfeeling auf. Irgendwo hat jemand seine Anlage ganz laut aufgedreht und beschallt damit das Autokino, auf den Beifahrersitzen werden die ersten alkoholischen Getr\u00e4nke ge\u00f6ffnet. Um kurz vor 8 erscheint auf den gro\u00dfen Leinw\u00e4nden, welche sich links und rechts der B\u00fchne befinden der Hinweis das Autoradio auf die Frequenz 93,5 zu stellen. Es folgen ein paar allgemeine Hinweise zum verlauf des Konzertabends. Das Auto darf nur alleine und mit Maske verlassen werden, die Fenster m\u00fcssen zu 80 Prozent geschlossen bleiben, die Besucher sollen aufs hupen verzichten. Letztere Regel wird bereits beim Betreten des Voracts Dazzle in hohem Bogen \u00fcber Bord geworfen. Die Fahrerinnen und Fahrer hauen auf ihr Lenkrad was das Zeug h\u00e4lt, w\u00e4hrend Dazzle mit seinen Songs f\u00fcr Stimmung sorgt und das Publikum immer wieder zum rythmischen hupen animiert. Nach knapp 30 Minuten ist die Zeit f\u00fcr den Voract rum und gerade einmal eine Viertelstunde sp\u00e4ter f\u00e4hrt Alligatoah vor. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im senfgelben Oldtimer (passend zum eigenen Outfit) wird der selbsternannte Schauspielrapper durch die Reihen der Konzertbesucher bis vor die B\u00fchne kutschiert. Nach dem ersten Song, der alleine auf der Gitarre vorgetragen wird, betritt die vierk\u00f6pfige Band, ebenfalls in senfgelb, die B\u00fchne und legt los.<\/p>\n<p>Was nun folgt ist, wie jede Alligatoah Show, laut, unterhaltsam, lustig und auch immer ein bisschen skurril. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14906 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/alligatoah3-300x188.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/alligatoah3-300x188.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/alligatoah3.png 394w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Der S\u00e4nger und seine Mitmusiker man\u00f6vrieren gekonnt durch alte und neue Songs. Alligatoah selbst sucht immer wieder die Interaktion mit dem Publikum. Mal singt er eine Melodie vor, welche nachgehupt werden soll, applaudiert wird ebenfalls mit hupen oder blinken. Irgendwann ruft er &#8222;Und jetzt die Scheibenwischer&#8220; und \u00fcberall auf dem Gel\u00e4nde beginnt es zu quietschen. Nach \u00fcber 2 Stunden, einem langen Zugabenblock, viel gehupe und geblinke und einem gemeinsamen Song mit Vork\u00fcnstler Dazzle ist das Konzert schlie\u00dflich vorbei. Als wir beim verlassen des Platzes mehrere ADAC Wagen sehen, sind wir sehr froh, dass unsere Autobatterie die letzten Stunden ohne Probleme \u00fcberstanden hat. Das Fazit: Selten haben wir ein Konzert mit so gutem Sound und einer so entspannten Toilettensituation erlebt. Als einmaliges Erlebnis allemal den Besuch wert. Trotzdem freuen wir uns schon jetzt drauf, wenn man wieder &#8222;echte&#8220; Konzerte besuchen darf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autokonzerte sind gerade der neue Trend unter K\u00fcnstlern und Bands. Unser Redakteur war beim Alligatoahkonzert in Hannover und hat hier ein paar Impressionen zusammengetragen.<\/p>\n","protected":false},"author":7443,"featured_media":14902,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841],"tags":[704165,704294,704293,13868,704292,580302,580323,704291,287],"class_list":["post-14901","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","tag-704165","tag-alligatoah","tag-autokonzert","tag-bremen","tag-campus-bremen","tag-campus-eule","tag-eule-blog","tag-eule-uni-bremen","tag-uni-bremen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14901","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7443"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14901"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14901\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16986,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14901\/revisions\/16986"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14902"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14901"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14901"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14901"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}