{"id":14896,"date":"2020-05-16T17:56:19","date_gmt":"2020-05-16T15:56:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=14896"},"modified":"2020-07-06T13:22:39","modified_gmt":"2020-07-06T11:22:39","slug":"gieff-zu-besuch-bei-einem-online-filmfestival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2020\/05\/16\/gieff-zu-besuch-bei-einem-online-filmfestival\/","title":{"rendered":"GIEFF &#8211; Zu Besuch bei einem Online-Filmfestival"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">In Zeiten von Corona findet so manches Kulturangebot eine kreative L\u00f6sung. So auch das GIEFF (German International Ethnographic Filmfestival): Vom 13. bis 17. Mai findet das ethnographische Filmfestival aus G\u00f6ttingen nun online statt. Auf der eigenen Website des GIEFF&#8217;s stellen FilmemacherInnen aus der ganzen Welt, von denen die meisten aus anthropologischen, soziologischen, folkloristischen und historischen Fachbereichen stammen, ihre eigenen Filme zur Verf\u00fcgung. Sowohl im Livestream als auch in der Online-Mediathek gibt es M\u00f6glichkeiten, die Filme parallel mit anderen Besuchern oder aber zeitversetzt zu konsumieren. Ganz wie bei dem realen Festival gibt es dazu ein Programm, welches Auskunft dar\u00fcber gibt, zu welchen Zeiten die Filme im Livestream gesendet werden. Dazu werden die Filme in verschiedene Themenbl\u00f6cke eingeteilt. In diesem Jahr lauten die Kategorien unter anderem \u201eQuestions of Belonging\u201c, \u201eWomen Coping with Crisis\u201c, \u201eIranian Impressions\u201c, \u201eImpacts of Urbanisation\u201c, \u201eGender Roles\u201c und \u201eRebellions in Focus\u201c.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"> Nicht nur die Herk\u00fcnfte der FilmemacherInnen sind dabei international, auch die Drehorte der Dokumentationen k\u00f6nnten unterschiedlicher nicht sein. Von Motels in Kolumbien, Minigolf-Pl\u00e4tzen in Deutschland bis hin zu dem Umgang mit dem Tod in Ghana bietet das Festival Eindr\u00fccke in eine Vielzahl an interessanter L\u00e4nder und Themen. Unterschiedlich verhalten sich auch die Methoden der FilmemacherInnen. So wird in dem Film \u201eWarehouse\u201c von <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Constantinos Diamantis, Lillian Dam Bracia, Malwa Grabowska und S. Buse Yildirim eine Schreinerei in Deutschland ausschlie\u00dflich mit sensorischen Eindr\u00fccken repr\u00e4sentiert. Kein Erz\u00e4hler f\u00fchrt den Zuschauer durch den Film, stattdessen schaffen das kreischen einer S\u00e4ge, das Ger\u00e4usch von Schleifen des Holzes und das Atmen der arbeitenden Schreiner eine ganz besondere Atmosph\u00e4re, die einen nahezu an diesen Ort versetzt. <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Ganz anders verh\u00e4lt es sich bei dem Film \u201eTo Make a Crossing\u201c von Mar\u00eda Casas Castillo und Evan DesRosiers, die auf ihrem Trip durch Gro\u00dfbritannien auf sagenumwobene \u201eTeufelsbr\u00fccken\u201c treffen. Ein Mix aus M\u00e4rchenerz\u00e4hlungen und lokalen Anwohnern, die Eindr\u00fccke in den Tourismus geben, f\u00fchrt die Zuschauer an diesen magischen Ort, umgeben von Schlucht und Wasserf\u00e4llen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\">Haben die Filme das Interesse der Konsumenten geweckt, so gibt es nach Sendezeit einzelner Filmbl\u00f6cke auch jeweils die M\u00f6glichkeit eine Live-Diskussion der FilmemacherInnen zu verfolgen. \u00dcber eine Kommentarfunktion k\u00f6nnen Fragen zu ihren Werken gestellt werden, die in der Moderation eines GIEFF Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin dann gegebenenfalls aufgegriffen werden. Leider k\u00f6nnen die Zuschauer nicht aktiv mitdiskutieren, so wie es auf dem tats\u00e4chlichen Festival der Fall gewesen w\u00e4re, doch der Livestream, in welchem die Gespr\u00e4che gezeigt werden, bietet immerhin eine tr\u00f6stliche Alternative. So kann man zwar nicht auf Leinwand im Kino das volle Erlebnis genie\u00dfen, daf\u00fcr aber mit gem\u00fctlicher Jogginghose und Snacks im Bett entspannen. Alles in allem also ein super Zeitvertreib f\u00fcr Langeweile zu Hause und obendrein definitiv lehrreicher als so manche Netflix Sitcom.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"font-family: Times New Roman, serif\"><span style=\"font-size: medium\"> Leider habe ich aber schlechte Neuigkeiten f\u00fcr alle, deren Interesse ich nun geweckt habe: F\u00fcr das GIEFF Festival konnte man sich zwar kostenlos registrieren, musste dies aber im Vorhinein tun, um Zugriff auf die Filme zu erhalten. In dringenden F\u00e4llen kann allerdings die Mailadresse <a>&#105;n&#x66;o&#x40;g&#x69;e&#x66;&#102;&#x2e;&#100;&#x65;<\/a> kontaktiert werden, so hei\u00dft es auf der Webseite des Festivals. Ansonsten hoffe ich trotzdem dass ich euch f\u00fcr das Festival begeistern konnte und ihr dann beim n\u00e4chsten Mal dabei seid!<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Zeiten von Corona findet so manches Kulturangebot eine kreative L\u00f6sung. So auch das GIEFF: Vom 13. bis 17. Mai findet das German International Ethnographic Filmfestival nun online statt. 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