{"id":14571,"date":"2020-01-31T16:57:34","date_gmt":"2020-01-31T15:57:34","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=14571"},"modified":"2020-07-06T13:23:12","modified_gmt":"2020-07-06T11:23:12","slug":"ein-ausflug-ins-fotolabor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2020\/01\/31\/ein-ausflug-ins-fotolabor\/","title":{"rendered":"Ein Ausflug in&#8217;s Fotolabor"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Wie vermutlich nur die wenigsten von euch wissen, verf\u00fcgt unsere Uni \u00fcber ein eigenes Labor zur Entwicklung analoger Filme. Durch meinen Besuch eines Fotografie Kurses durfte ich diesen Kennenlernen und werde euch nun Bericht davon erstatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zugang zu dem Raum haben vor allem die Kunst Studenten, ich durfte im Rahmen der General Studies aber ebenfalls Gebrauch davon machen. Wer einmal eine Einf\u00fchrung in den Gebrauch des Raumes bekommen hat, der kann sich im Kunst-Sekretariat einen Schl\u00fcssel daf\u00fcr aush\u00e4ndigen lassen. Die Einf\u00fchrung gilt allerdings verpflichtend als Voraussetzung um den Raum eigenst\u00e4ndig nutzen zu d\u00fcrfen. Um euch einen guten Einblick zu liefern, werde ich euch nun einen typischen Entwicklungsprozess eines analogen Fotos schildern:<\/p>\n<div id=\"attachment_14579\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14579\" class=\"wp-image-14579 size-medium\" style=\"color: #333333;float: right;quot;quot;quot;quot;,times,serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;height: auto;letter-spacing: normal;max-width: 100%;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none;margin: 0px\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/kabinett-225x300.png\" alt=\"Das Verschwindekabinett\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/kabinett-225x300.png 225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/kabinett-529x705.png 529w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/kabinett.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-14579\" class=\"wp-caption-text\">Das Verschwindekabinett<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Betritt man den Raum, so sieht man zun\u00e4chst ein relativ unspektakul\u00e4res Erscheinungsbild. Das Zimmer ist klein und normal beleuchtet. An der Wand h\u00e4ngen diverse schwarz-wei\u00df Fotografien. Relevant f\u00fcr uns ist als allererstes ein oranger Schrank, in dem sich die ben\u00f6tigten Chemikalien befinden. Diese werden in verschiedenen Messbechern im Waschbecken vorbereitet. Es gibt genaue Vorgaben, wie die Mischverh\u00e4ltnisse sein m\u00fcssen. Diverse Hinweise dazu h\u00e4ngen ebenfalls am Schrank. F\u00fcr die Entwicklung unserer Fotos ben\u00f6tigen wir Entwickler und Fixierer.<\/p>\n<div id=\"attachment_14583\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14583\" class=\"wp-image-14583 size-medium\" style=\"color: #333333;float: left;quot;quot;quot;quot;,times,serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;height: auto;letter-spacing: normal;max-width: 100%;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none;margin: 0px\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/wannen-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/wannen-300x225.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/wannen-768x576.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/wannen-705x529.png 705w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/wannen.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-14583\" class=\"wp-caption-text\">In diese Wannen werden Entwickler, Fixierer und Wasserbad eingelassen.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Nachdem diese angemischt sind, geht es f\u00fcr uns ab in die Dunkelkammer. Um diese vor Licht zu sch\u00fctzen, besitzen wir ganz wie bei Harry Potter unser eigenes Verschwindekabinett. Dieses funktioniert wie eine Art Dreht\u00fcr und tritt man durch sie hindurch, so gelangt man in eine andere Welt. Naja, ganz so spektakul\u00e4r sieht die Dunkelkammer dann doch nicht aus. Denn zu beginn knipsen wir noch das Licht an. Hier gibt es ebenfalls ein gro\u00dfes Waschbecken, in dem sich 3 verschiedene Wannen befinden. In Wanne Nummer 1 f\u00fcllen wir den Entwickler, in Nummer 2 kommt Wasser und in Nummer 3 der Fixierer. Bevor wir mit dem Entwickeln starten, m\u00fcssen wir au\u00dferdem unsere Vergr\u00f6\u00dferungsger\u00e4te vorbereiten. Das hei\u00dft, eigentlich m\u00fcssen wir nur die Schutzplane der Mikroskop \u00e4hnelnden Ger\u00e4te entfernen.<\/p>\n<div id=\"attachment_14577\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14577\" class=\"wp-image-14577 size-medium\" style=\"color: #333333;quot;quot;quot;quot;,times,serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;height: auto;letter-spacing: normal;max-width: 100%;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none;margin: 0px\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Dunkelkammer-300x225.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Dunkelkammer-300x225.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Dunkelkammer-768x576.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Dunkelkammer-705x529.png 705w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Dunkelkammer.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-14577\" class=\"wp-caption-text\">Das Labor im Rotlichtschein<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Sind alle bereit, so wird das Hauptlicht ausgeschaltet und das Rotlicht aktiviert. Das hat den Effekt, dass der Raum nun wirklich wie ein cooles Labor aussieht. Fast schon wie bei Breaking Bad, finde ich. Dann holen wir das Fotopapier. Dieses ist sehr Lichtempfindlich, weshalb jeder seine Papiere in einer Schublade verstaut, die zus\u00e4tzlich noch eine Art Deckel hat, die vor Lichteindringung sch\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Beginnt man mit den Abz\u00fcgen, so spannt man zun\u00e4chst einmal den bereits entwickelten Film vor eine Art Linse. Wie bei einem Tageslichtprojektor, wird das Abbild auf eine wei\u00dfe Platte projiziert. Auf diese Projizierung wird dann das neue Fotopapier gelegt. Mit Gr\u00f6\u00dfen- und Sch\u00e4rfeneinstellung kann diese perfekt auf die Gr\u00f6\u00dfe des Papiers angepasst werden. Noch liegt \u00fcber dem Licht ein Filter, der das Papier vor der Belichtung sch\u00fctzt. Ist man mit allen Einstellungen zufrieden, so stellt man einen Timer f\u00fcr die Belichtung ein und schaltet das Licht aus. Dann kann der Filter von der Beleuchtung genommen werden. Wird der Timer nun aktiviert, so geht das ungefilterte Licht in der exakten Zeit an und das Papier wird belichtet, wodurch das gew\u00fcnschte Bild im Papier \u201egespeichtert\u201c wird . Anschlie\u00dfend geht es wieder aus. Noch ist das Papier wei\u00df und man sieht keinerlei Effekt.<\/p>\n<div id=\"attachment_14581\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14581\" class=\"wp-image-14581 size-medium\" style=\"color: #333333;float: left;quot;quot;quot;quot;,times,serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;height: auto;letter-spacing: normal;max-width: 100%;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none;margin: 0px\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Vergr\u00f6\u00dferungsger\u00e4te-225x300.png\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Vergr\u00f6\u00dferungsger\u00e4te-225x300.png 225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Vergr\u00f6\u00dferungsger\u00e4te-529x705.png 529w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Vergr\u00f6\u00dferungsger\u00e4te.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-14581\" class=\"wp-caption-text\">Das Vergr\u00f6\u00dferungsger\u00e4t<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Nun geht es zur\u00fcck zu unseren Wannen und das Papier wird in Entwickler gelegt. Langsam aber sicher kommt das projizierte Foto zum Vorschein. Auf dem Rand der Wannen steht jeweils eine Zeit, die angibt, wie lange das Foto darin lagern sollte. Nach dem Entwickler wird das Foto in ein Wasserbad gelegt. Dort soll es z.B. eine Minute bleiben. Zu guter Letzt kommt es noch in den Fixierer, der den Entwickler davor sch\u00fctzt, verwischt zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Anschlie\u00dfend wird das Foto getrocknet. Dazu kann es neben die Wannen gelegt werden. Wenn dies nicht gen\u00fcgt, geh<\/p>\n<div id=\"attachment_14575\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14575\" class=\"wp-image-14575 size-medium\" style=\"color: #333333;float: right;quot;quot;quot;quot;,times,serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;height: auto;letter-spacing: normal;max-width: 100%;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none;margin: 0px\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Drucker-225x300.png\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Drucker-225x300.png 225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Drucker-529x705.png 529w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2020\/01\/Drucker.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-14575\" class=\"wp-caption-text\">Der Trockner im Eingangsraum<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">en wir erneut durch das Verschwindekabinett in den Eingangsbereich, wo sich ein Trockner befindet, bei dem das Foto durch 2 Walzen gezogen wird. Danach f\u00e4llt es in eine Art Auffangbereich. Tadaaa, fertig ist das Bild. Nun hei\u00dft es nur noch aufr\u00e4umen. Die Chemikalien m\u00fcssen extra entsorgt werden und k\u00f6nnen nicht einfach in den Abfluss gekippt werden. Der Rest wird wieder in diversen Schr\u00e4nken verstaut. Nun hei\u00dft es nur noch: Licht aus und abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie vermutlich nur die wenigsten von euch wissen, verf\u00fcgt unsere Uni \u00fcber ein eigenes Labor zur Entwicklung analoger Filme. Durch meinen Besuch eines Fotografie Kurses durfte ich diesen Kennenlernen und werde euch nun Bericht davon erstatten.<\/p>\n","protected":false},"author":10412,"featured_media":14585,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841,580333],"tags":[704227,580302,704229,704233,704223,704231,704225,287],"class_list":["post-14571","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","category-studileben","tag-analoge-fotografie","tag-campus-eule","tag-dunkelkammer","tag-entwicklung","tag-fotolabor","tag-rotlicht","tag-schwarz-weiss","tag-uni-bremen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10412"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14571"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14571\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16962,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14571\/revisions\/16962"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14585"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}