{"id":14189,"date":"2019-12-17T10:44:04","date_gmt":"2019-12-17T09:44:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=14189"},"modified":"2021-10-08T12:42:49","modified_gmt":"2021-10-08T10:42:49","slug":"im-namen-des-masters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2019\/12\/17\/im-namen-des-masters\/","title":{"rendered":"Im Namen des Masters"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Jeder\/jede, der\/die studiert, sieht sich irgendwann mit der Herausforderung konfrontiert, eine Abschlussarbeit zu schreiben. Eigentlich sollten wir durch unsere Seminare und Hausarbeiten vorbereitet sein, aber trotzdem: Eine Abschlussarbeit fl\u00f6\u00dft Respekt ein. Zum Gl\u00fcck gibt es neben Unterst\u00fctzung an der Uni auch kluge B\u00fccher, die Rat wissen. Ein solches Buch hat der Autor des\u00a0 verfilmten Romans \u201eIm Namen der Rose\u201c, Umberto Eco, geschrieben. Dieser war nicht nur ein guter Romanautor, sondern auch wissenschaftlich t\u00e4tig, etwa als Professor f\u00fcr Semiotik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Literat und Wissenschaftler<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der 1932 geborene und vor \u00fcber drei Jahren verstorbene Eco kann wunderbar schreiben. Selbst diese Anleitung zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit l\u00e4sst sich fl\u00fcssig lesen. Nicht zuletzt viele Beispiele aus seiner Praxis erf\u00fcllen die Ausf\u00fchrungen mit Leben. Man merkt Eco an, dass er ein reger Geist war, der auch seine LeserInnen zum Selbstmachen und -denken anregen m\u00f6chte. Diese ermunternde Freigeistigkeit ist vielleicht sogar der gr\u00f6\u00dfte Vorzug des Buches.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Was steht geschrieben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eco versucht den Spagat, dem Leser\/der Leserin zu vermitteln, dass das Schreiben einer Arbeit ganz pragmatisch machbar ist und zugleich eine kritische Auseinandersetzung mit einem Thema darstellen kann. Dabei legt er auch Wert auf einige gut begr\u00fcndete Regeln. Insbesondere das erste Kapitel \u201eWas ist eine wissenschaftliche Abschlussarbeit und wozu dient sie?\u201c kann man wohl jedem\/jeder Studierenden in die Hand empfehlen. Doch schon im n\u00e4chsten Kapitel zur Wahl des Themas muss man sagen, dass die klugen Hinweise sich eher an GeisteswissenschaftlerInnen richten, zu denen Eco immerhin auch geh\u00f6rte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Ist das heutzutage noch angemessen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Man merkt dem Buch leider auch an, dass Eco seine eigenen Abschlussarbeiten zu einer Zeit geschrieben hat, als man Bibliotheken noch auf gut Gl\u00fcck nach passender Literatur absuchen und dabei ein nicht digitalisiertes Karteikartensystem nutzen musste. Dies ist zwar historisch interessant, aber es hilft den Studierenden von heute sicherlich nicht mehr. H\u00f6chsten veranlasst der Bienenflei\u00df zum Staunen, so flei\u00dfig wie der gro\u00dfe Intellektuelle Eco seine Recherchen betrieben hat. Das hat Vorbildcharakter. Und wenn er zum Schreiben von Textzusammenfassungen, Arbeitspl\u00e4nen und der eigentlichen Arbeit kommt, kann man noch einiges von diesem alten Signore lernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wenn Du also eine Geisteswissenschaftlerin oder Geisteswissenschaftler bist, dann lohnt es sich, zumindest mal in dieses Buch hineinzuschauen. Man findet es \u00fcbrigens auch in unserer Uni-Bib.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201eWie man eine wissenschaftliche Abschlu\u00dfarbeit schreibt\u201c von Umberto Eco erschien im UTB-Verlag und kostet 15,90 Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder\/jede, der\/die studiert, sieht sich irgendwann mit der Herausforderung konfrontiert, eine Abschlussarbeit zu schreiben. Ein kluges, hilfreiches Buch zu diesem Thema stellen wir vor.<\/p>\n","protected":false},"author":3771,"featured_media":14191,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841,580333],"tags":[418,572104,26052,118,704141,15694,704145,18586],"class_list":["post-14189","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","category-studileben","tag-abschluss","tag-abschlussarbeit","tag-bachelor","tag-buch","tag-buchempfehlung","tag-master","tag-umberto-eco","tag-unileben"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3771"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14189"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14189\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16940,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14189\/revisions\/16940"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}