{"id":13535,"date":"2019-11-05T19:04:51","date_gmt":"2019-11-05T18:04:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=13535"},"modified":"2020-07-06T13:26:02","modified_gmt":"2020-07-06T11:26:02","slug":"auf-erkundungstour-im-biologischen-garten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2019\/11\/05\/auf-erkundungstour-im-biologischen-garten\/","title":{"rendered":"Auf Erkundungstour im biologischen Garten"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_13543\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13543\" class=\"wp-image-13543 size-medium\" style=\"color: #333333;quot;quot;quot;quot;,times,serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;height: auto;letter-spacing: normal;max-width: 100%;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none;margin: 0px\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/gew\u00e4chshaus-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/gew\u00e4chshaus-300x225.jpeg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/gew\u00e4chshaus-768x576.jpeg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/gew\u00e4chshaus-705x529.jpeg 705w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/gew\u00e4chshaus.jpeg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-13543\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Das alte Gew\u00e4chshaus<\/strong><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><b><\/b><i><\/i><u><\/u>Auf der Suche nach mysteri\u00f6sen Orten an unserer Uni habe ich mich auf den Weg zum biologischen Garten gemacht und ihn f\u00fcr euch erkundet. Behilflich dabei war mir Uwe Nehls, Professor f\u00fcr Botanik und Leiter des Bereiches. Ihr habt den biologischen Garten noch nie gesehen? Kein Wunder! Abseits gelegen beim Hochschulring befindet sich das Gel\u00e4nde, zu welchem nur Lehrende und Forscher aus dem Bio-\/\u00d6kologiebereich Zutritt erhalten. Studenten aus dem genannten Fachbereich k\u00f6nnen ebenfalls Zugang erwerben, wenn sie ein Projekt beantragen. Insgesamt birgt es zwei Gew\u00e4chsh\u00e4user und diverse Au\u00dfenanlagen, sowie einige B\u00fcros und einen separaten Kindergarten.<\/p>\n<div id=\"attachment_13547\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13547\" class=\"wp-image-13547 size-medium\" style=\"color: #333333;quot;quot;quot;quot;,times,serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;height: auto;letter-spacing: normal;max-width: 100%;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none;margin: 0px\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/Schaupflanzen-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/Schaupflanzen-225x300.jpeg 225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/Schaupflanzen.jpeg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/Schaupflanzen-529x705.jpeg 529w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-13547\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Die Schaupflanzen in ihrer vollen Pracht<\/strong><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Betrachten wir die Anlagen aber doch einmal der Reihe nach. Da w\u00e4re Gew\u00e4chshaus Nummer eins, \u201edas alte Gew\u00e4chshaus, aber dennoch das bessere\u201c, wie Uwe Nehls erkl\u00e4rt. Dem ist der Fall, weil sich nur in diesem Geb\u00e4ude die Wachstumsbedingungen der Pflanzen kontrollieren lassen. Das hei\u00dft, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit einzeln eingestellt werden k\u00f6nnen. Nichtsdestotrotz heizt die Uni Bremen nur soweit, dass die Pflanzen nicht einfrieren und den Winter schadenfrei \u00fcberstehen. Generell werden hier Pflanzen f\u00fcr zwei Zwecke beherbergt: zum einen f\u00fcr den Lehrbedarf, also f\u00fcr Forschung und Vorlesungen, und zum anderen zur Dekoration. So werden beispielsweise das Rektorat und das Foyer auf Nachfrage mit sogenannten \u201eSchaupflanzen\u201c geschm\u00fcckt. Allerdings geschieht dies meist nur zu bestimmten Zwecken und die Pflanzen reisen danach wieder zur\u00fcck nach Hause in ihr Gew\u00e4chshaus. Im Lehrbedarf werden die \u201eVersuchspflanzen\u201c vor allem in Vorlesungen \u00fcber Pflanzenkunde eingesetzt, fast wie die Alraunen bei Madame Sprout. Gehegt und gepflegt werden die Pflanzen nicht nur mit Liebe sondern auch mit biologischer Sch\u00e4dlings<\/p>\n<div id=\"attachment_13545\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13545\" class=\"wp-image-13545 size-medium\" style=\"color: #333333;float: right;quot;quot;quot;quot;,times,serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;height: auto;letter-spacing: normal;max-width: 100%;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none;margin: 0px\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/insektenfalle-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/insektenfalle-225x300.jpeg 225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/insektenfalle.jpeg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/insektenfalle-529x705.jpeg 529w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-13545\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Biologische Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung mit dem Klebeschild<\/strong><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">bek\u00e4mpfung. So werden z.B. Marienk\u00e4fer vom Z\u00fcchter gekauft und gegen Blattl\u00e4use eingesetzt. \u201eDie Eier der Insekten werden dann in einem Umschlag geliefert und im Gew\u00e4chshaus zum Schl\u00fcpfen abgelegt!\u201c, erkl\u00e4rt Nehls. Des Weiteren locken gelbe Tafeln, die einen attraktiven Duft ausstrahlen, die Sch\u00e4dlinge an und fangen diese mit ihrer klebrigen Oberfl\u00e4che. Hilft alle M\u00fche nicht mehr, so wird im Notfall doch zum chemikalischen Spritzmittel gegriffen. Ebenfalls m\u00f6glich sind im alten Gew\u00e4chshaus arbeiten mit Gentechnik. Diese R\u00e4ume sind abgesperrt und nur mit Schutzkleidung zug\u00e4nglich, damit keine Keime nach au\u00dfen getragen werden. Auf meine neugierige Frage antwortet mir Nehls aber, dass diese momentan nicht genutzt werden.Weil es zu diesem Zwecke feinsten Grad\u00e4nderungen in der Temperatur bedarf, ist die Uni Bremen daf\u00fcr nur bedingt ausgestattet. Hier sind n\u00e4mlich nur Temperaturwechsel von ca. zwei Grad m\u00f6glich.<\/p>\n<div id=\"attachment_13541\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13541\" class=\"wp-image-13541 size-medium\" style=\"color: #333333;quot;quot;quot;quot;,times,serif;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;height: auto;letter-spacing: normal;max-width: 100%;text-align: left;text-decoration: none;text-indent: 0px;text-transform: none;margin: 0px\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/Ger\u00e4te-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/Ger\u00e4te-300x225.jpeg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/Ger\u00e4te-768x576.jpeg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/Ger\u00e4te-705x529.jpeg 705w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/Ger\u00e4te.jpeg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-13541\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Der Technikbereich sorgt f\u00fcr Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit<\/strong><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach dieser ausgiebigen F\u00fchrung begeben wir uns nach drau\u00dfen zu den Au\u00dfenanlagen. Hier werden nicht nur weitere Pflanzen gez\u00fcchtet, es gibt auch eine kleine Kl\u00e4ranlage. In dieser Simulation werden Substrate in verschiedene Beh\u00e4lter gef\u00fcllt und anschlie\u00dfend wird das Wasser unten als Probe entnommen. So soll eine Verbesserung von Kl\u00e4ranlagen erforscht werden. Jedoch sind dies keine Kl\u00e4ranlagen im klassischen Sinne, stattdessen sollen sie zur Reinigung von Bodenschichten eingesetzt werden, wo Bodenstoffe sp\u00e4ter einmal Schadstoffe abbauen, die z.B. durch den Regen eindringen. Coole Sache, finde ich! Zus\u00e4tzlich stellen die Biologen im Au\u00dfenbereich auch ihren eigenen Kompost her, f\u00fcr den eine Art Schuppen und ein gro\u00dfer Sandhaufen herhalten. Auch mit Insekten werden Experimente durchgef\u00fchrt. So wird z.B. getestet, wie sie auf gewisse Pflanzen reagieren. Des Weiteren ist die Uni Bremen auf die Erforschung von Pflanzen und Pilzen im Zusammenspiel spezialisiert.<\/p>\n<div id=\"attachment_13539\" style=\"width: 281px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13539\" class=\"wp-image-13539\" style=\"margin: 0px;height: 361px;text-align: left;color: #333333;text-transform: none;text-indent: 0px;letter-spacing: normal;font-size: 16px;font-style: normal;font-variant: normal;font-weight: 400;text-decoration: none;max-width: 100%;float: left\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2019\/11\/fleischfressende-pflanzen-225x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"271\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-13539\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Die Fleischfressenden Pflanzen auf Proteinjagd<\/strong><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Zu guter Letzt begeben wir uns noch ins Gew\u00e4chshaus Nummer zwei, dem neuen Gew\u00e4chshaus. Es verf\u00fcgt Beschattungssysteme, Luftzufuhr und Heizungen, jedoch \u00fcber keine Klimaregelung! Hier zeigt mir Uwe die Fleischfressenden Pflanzen, welche f\u00fcr die Didaktik gez\u00fcchtet werden. Auf die Frage \u201eWieso machen das Pflanzen?\u201c, wei\u00df Uwe Nehls die Antwort! \u201eSie brauchen Proteine, also Stickstoffe, die sie durch Insekten bekommen.\u201c Der Boden dieser Pflanzen bietet also nicht genug N\u00e4hrstoffe, weshalb sie eine extra Zufuhr ben\u00f6tigen. \u201eDenken sie also das Pflanzen auch als Lebewesen gelten? Und was unterscheidet sie vom Tier?\u201c, frage ich neugierig. \u201ePflanzen k\u00f6nnen wie Menschen elektronische Signale entwickeln und weiterleiten.\u201c, erl\u00e4utert Nehls. \u201eSie k\u00f6nnen sich evolution\u00e4r anpassen und haben ein Ged\u00e4chtnis. So wissen Z\u00f6glinge, wie es ihren Eltern ging Bei schlechter Bew\u00e4sserung passen sich die Nachkommen also den Bedingungen an.\u201c \u201eWieso gibt es dann keine optimierten Pflanzen?\u201c, hake ich weiter nach. Die Nachkommen dieser Pflanzen passen sich zwar an die Bedingungen an, setzen aber ihre N\u00e4hrstoffe anderweitig ein. \u201eDeshalb k\u00f6nnen sie nicht viele Samen produzieren und sind auch nicht f\u00fcr die Landwirtschaft geeignet!\u201c, wei\u00df der Experte. Abschlie\u00dfend zeigt mir Uwe noch seine Pappelzucht, eine Baumart auf die er spezialisiert ist. \u00dcberw\u00e4ltigt aber bereichert an Informationen verabschiede ich mich anschlie\u00dfend und laufe den weiten Weg zur\u00fcck zum Campus. Da habe ich definitiv wieder was dazugelernt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Suche nach mysteri\u00f6sen Orten an unserer Uni habe ich mich auf den Weg zum biologischen Garten gemacht und ihn f\u00fcr euch erkundet. 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