{"id":13347,"date":"2019-10-24T19:20:02","date_gmt":"2019-10-24T17:20:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=13347"},"modified":"2020-07-06T13:26:23","modified_gmt":"2020-07-06T11:26:23","slug":"zwischen-foodsaving-und-foodsharing-informationsabend-in-der-klimawerkstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2019\/10\/24\/zwischen-foodsaving-und-foodsharing-informationsabend-in-der-klimawerkstadt\/","title":{"rendered":"Zwischen Foodsaving und Foodsharing \u2013 Informationsabend in der KlimaWerkStadt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Im Anschluss an unsere Serie zum Foodsharing habe ich das Thema erneut aufgegriffen und an einem Informationsabend der Initiative \u201eFoodsharing Bremen\u201c in der KlimaWerkStadt teilgenommen. Um euch auf dem aktuellsten Stand zu halten, m\u00f6chte ich deshalb von den wichtigsten Informationen berichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><b>Fakten zum Thema (Food)waste<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Beginnen wir erst einmal mit dem Thema Lebensmittelverschwendung. In Deutschland werden j\u00e4hrlich ein drittel aller Lebensmittel weggeschmissen, das entspricht ca. 11 Millionen Tonnen, die noch verwertbar sind, was wiederrum132 kg pro Kopf im Wert von 100 \u2013 500 \u20ac sind. Lebensmittelverschwendung betrifft aber nicht nur den Verlust von Nahrung, auch der Wasserverbrauch leidet darunter. Zur Herstellung von einem Kilogramm \u00c4pfel werden laut den Botschaftern der Foodsaver etwa 1000 Liter Wasser verbraucht. Im Bezug auf Fleisch fallen diese Zahlen noch extremer aus: ein Kilogramm Schweinefleisch ben\u00f6tigt ca. 4.800 Liter Wasser, w\u00e4hrend Rindfleisch knappe 15.000 Liter an Wasser beansprucht. Werden diese Lebensmittel also weggeschmissen, gehen damit sowohl Nahrung als auch Wasser fl\u00f6ten, die Menschen in anderen L\u00e4ndern nur zu gut gebrauchen k\u00f6nnten. Wenn euch diese Fakten noch nicht genug erschrecken, dann m\u00f6chte ich abschlie\u00dfend noch erw\u00e4hnen, das umgerechnet Fleisch im Wert von 230.000 Rindern j\u00e4hrlich im Abfall von deutschen Haushalten landet. Man m\u00f6ge also seinen Konsum bedenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><b>Tipps und Tricks<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach diesen erschreckenden Zahlen mag sich der ein oder andere nun fragen: was kann ich tun? Zun\u00e4chst einmal k\u00f6nnen wir alle individuell versuchen unsere Lebensmittel zu verbrauchen und m\u00f6glichst wenig wegzuschmei\u00dfen. Die Foodsaver gaben hierzu einen kleinen K\u00fchlschrank-Exkurs. An diesem Ort hat n\u00e4mlich alles Sinn und Ordnung. Milchprodukte geh\u00f6ren in die T\u00fcr, Obst und Gem\u00fcse in die unteren Schubladen und Eier in die Eierbeh\u00e4lter \u2013 wer h\u00e4tte es gedacht. Dennoch ist es wichtig diese Ordnung einzuhalten, denn werden Lebensmittel angemessen gek\u00fchlt, so halten sie auch m\u00f6glichst lange. Fleisch sollte man beispielsweise oberhalb der Gem\u00fcsef\u00e4cher lagern, wo es relativ kalt ist. Generell gilt: Dinge die viel K\u00e4lte ben\u00f6tigen, geh\u00f6ren nach unten. Brot geh\u00f6rt nicht in den K\u00fchlschrank, denn es braucht Luft um nicht zu schimmeln. Au\u00dferdem haben wir noch einige weitere Tipps gelernt, die mir nicht alle gel\u00e4ufig waren:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify\">\n<li>Auf dem Brotbrett sollte man keinen K\u00e4se schneiden, denn Kr\u00fcmel verursachen Schimmel am K\u00e4se!<\/li>\n<li>Eier, die schwimmen sind schlecht. Sinken sie nach unten, so sind sie noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch essbar. Allerdings sollte man sie dann nur noch hartgekocht genie\u00dfen!<\/li>\n<li>Schimmelregel: Feucht verbreitet sich schnell! Das hei\u00dft, bei nassen Produkten wie z.B. Joghurt oder Gurke, sollte man das ganze Produkt wegschmei\u00dfen wenn es an einer Stelle schimmelt. Auch wenn man den Schimmel nicht sieht, hat er sich wahrscheinlich schon verbreitet.<\/li>\n<li>Zu guter Letzt aber noch den wichtigsten Tipp: Vertraut auf eure Sinne! Was Ekelgef\u00fchle erregt, geh\u00f6rt weg! Was weder komisch riecht noch schmeckt, ist fast immer noch genie\u00dfbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify\"><b>Foodsaver werden <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Habt ihr bereits euer eigenes Essen verwertet und noch nicht genug Nahrung gerettet? Dann k\u00f6nnt ihr euch unter <i><a href=\"http:\/\/www.foodsharing.de\/\">www.foodsharing.de<\/a> <\/i>als Foodsaver registrieren. Doch hinter Foodsaving steckt mehr Aufwand als man vielleicht denken mag. Wie Niklas bereits in seinem Artikel \u201eWas macht man als Foodsaver?\u201c erkl\u00e4rt hat, gibt es einen genauen Ablauf bei der Registrierung. Zun\u00e4chst einmal muss man ein Quiz von 10 \u2013 20 Fragen beantworten um zu beweisen, dass man sich im Gebiet auskennt und der Aufgabe gewachsen ist. Anschlie\u00dfend ist man als sogenannter \u201eProbeabholer\u201c angemeldet und muss an einem Neulingstreffen, sowie an begleiteten Probeabholungen teilnehmen. Hat man dies gemeistert, so kann man mit dem eigenst\u00e4ndigen Foodsaving beginnen. Daf\u00fcr kann man auf einer Karte verschiedene Betriebe ausw\u00e4hlen. Jan von den Botschaftern r\u00e4t hier, zun\u00e4chst bei kleineren Betrieben anzufangen, bei denen man nur wenige Kilos an Lebensmitteln abholen muss. So hat man Zeit, sie entweder selbst zu verwerten oder an Bekannte zu verteilen. Generell ist es wichtig, sich einen Verteilerkreis aufzubauen, also eine Gruppe an Leuten, die bereit sind, Lebensmittel anzunehmen, falls ihr mal zu viele bekommt. Bei Ketten, wie z.B. gro\u00dfen Superm\u00e4rkten, wei\u00df man n\u00e4mlich nie genau, woran man ist. So kann es durchaus vorkommen, dass man mehrere Kartons voll Milch mit nach Hause nehmen muss. Da diese als gerettete Lebensmittel kurz vor dem Verfall stehen gilt es, sie m\u00f6glichst schnell zu verbrauchen. Au\u00dferdem m\u00fcssen die Foodsaver selbst vor Ort beim Betrieb sortieren, welche Nahrungsmittel noch gut sind und welche in den Abfall geh\u00f6ren. Die allgemeine Regel lautet: alles was gut ist, muss mitgenommen werden. F\u00fcr Menschen mit spezieller Ern\u00e4hrung wie z.B. Vegetarier\/Veganer oder auch Allergiker ist es also n\u00fctzlich, sich Abnehmer f\u00fcr Lebensmittel zu suchen, die man selbst nicht konsumieren m\u00f6chte. Jetzt hoffe ich aber, dass ich euch mit all den Informationen nicht zu sehr abgeschreckt habe und ich einige von euch zum Foodsaving motivieren kann. Denn FREE FOOD \u2013 welcher Student sagt da schon nein?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Anschluss an unsere Serie zum Foodsharing habe ich das Thema erneut aufgegriffen und an einem Informationsabend der Initiative \u201eFoodsharing Bremen\u201c in der KlimaWerkStadt teilgenommen. 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