{"id":11943,"date":"2018-12-12T12:55:16","date_gmt":"2018-12-12T11:55:16","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=11943"},"modified":"2025-10-17T14:46:48","modified_gmt":"2025-10-17T12:46:48","slug":"studis-machen-studienlotsinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2018\/12\/12\/studis-machen-studienlotsinnen\/","title":{"rendered":"Studis machen: Studienorientierung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><strong>Viele viele Studierende arbeiten motiviert in ehrenamtlichen T\u00e4tigkeiten, neben dem Studium, ihrem Privatleben, dem Nebenjob und und und. Die M\u00f6glichkeiten sich ehrenamtlich auf dem Campus zu engagieren erstrecken sich \u00fcber Stugen, unz\u00e4hligen studentischen Gruppen bis hin zu den Studienlots*innen. Und drei von ihnen haben sich Zeit f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch mit uns genommen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich treffe Laura, Imke und Tobias in dem B\u00fcro der Studienlots*innen im Verwaltungsgeb\u00e4ude. Schnell suchen wir uns einen gem\u00fctlicheren Ort zum Quatschen. Insgesamt arbeiten \u00fcber 90 geschulte Studis aus allen m\u00f6glichen Fachbereichen ehrenamtlich als Studienlots*innen. Unmittelbar nachdem unser Gespr\u00e4ch begonnen hat, wird mir bewusst, dass der Werdegang zur Studienlots*in sehr unterschiedlich sein kann. Die drei studieren in komplett unterschiedlichen Studieng\u00e4ngen und haben au\u00dfer ihrer ehrenamtlichen T\u00e4tigkeit einen sehr unterschiedlichen Uni-Alltag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">So finde ich heraus, dass Laura genau wie ich Kulturwissenschaft, aber auch Wirtschaftswissenschaft studiert und sich eigentlich schon im ersten Semester ehrenamtlich als Studienlotsin engagieren wollte, aber bis zum zweiten Semester warten musste, da man f\u00fcr diese Arbeit zuerst selbst Studienerfahrungen sammeln sollte. Mittlerweile ist sie als studentische Hilfskraft f\u00fcr das Programm t\u00e4tig, w\u00e4hrend Tobias neben seinem Deutsch- und Politikwissenschaftsstudium als Studienlotse arbeitet. Er studiert mit Lehramtsoption und sieht seine Arbeit, als eine gute M\u00f6glichkeit sich auf seinen sp\u00e4teren Wunschberuf des Lehrers vorzubereiten. Imke hingegen studiert Psychologie im 7. Semester und ist schon seit zwei Jahren Studienlotsin und vertritt damit (neben Jura) einen der Studieng\u00e4nge, welche die meisten Anfragen bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die drei stehen beispielhaft daf\u00fcr, dass die unterschiedlichsten Studis Studienlots*innen sind. Ihre gro\u00dfe Gemeinsamkeit ist die Motivation zu dieser ehrenamtlichen Arbeit. Tobias erz\u00e4hlt l\u00e4chelnd davon, dass es ihn freut jedes Mal wieder neue Menschen kennenzulernen und mit ihnen innerhalb von einem Tag eine positive Beziehung aufzubauen. Imke und Laura erz\u00e4hlen beide, dass sie durch ihre Arbeit den Studieninteressierten die Angst vor schwierigen Modulen, wie Statistik in Psychologie nehmen wollen oder Vorurteile \u00fcber ihre Studieng\u00e4nge auszur\u00e4umen m\u00f6chten.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201e<em>Mir ging es \u00e4hnlich. Die Beschreibung meiner Studieng\u00e4nge auf der Website war irgendwie ganz anders als das, was ich dann vorgefunden habe. Ich h\u00e4tte mir auch irgendwie gew\u00fcnscht, dass ich vorher gewusst h\u00e4tte, was so wirklich hinter der Beschreibung des Studienganges steckt<\/em>.\u201c \u2013 Laura, studiert Kultur- und Wirtschaftswissenschaften<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Bei der Arbeit als Studienlots*in wird ein Studi jeweils von einem Studieninteressierten oder einer Studieninteressierten im Uni-Alltag begleitet. Wie genau dieser Tag abl\u00e4uft, h\u00e4ngt vom Zeitplan der Lots*innen ab und auch von den individuellen Bed\u00fcrfnissen der Begleitperson. \u201eMan kann das Treffen ja auch selbst gestalten, so wie es gerade auch in den Alltag passt und dann kann man entscheiden, ob man vielleicht gemeinsam zu einer Vorlesung oder in die Mensa geht oder eine kleine F\u00fchrung \u00fcber den Campus macht. Solche Dinge\u201c sagt Laura. Tobias betont das es wichtig ist sich auf einer individuellen Ebene mit den Bed\u00fcrfnissen, der Studieninteressierten auseinanderzusetzen, da beispielsweise ein(e) Fachwechsler*in einen anderen Schwerpunkt bei der Studienorientierung hat, als ein(e) Studienanf\u00e4nger*in.<\/p>\n<div id=\"attachment_11947\" style=\"width: 371px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11947\" class=\" wp-image-11947\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/12\/Studienlotsen_Logo3-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"361\" height=\"250\" \/><p id=\"caption-attachment-11947\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Harald Rehling\/Universit\u00e4t Bremen<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Allein in diesem Jahr haben durch die Studienlots*innen 160 Vermittlungen stattgefunden, von denen ein Gro\u00dfteil nicht nur als Treffen auf dem Campus, sondern auch \u00fcber Email- oder Telefon stattgefunden haben. Mittlerweile ist es so auch f\u00fcr Studieninteressierte aus anderen Bundesl\u00e4ndern m\u00f6glich, einen Einblick in den Uni-Alltag zu bekommen, sich mit Studis auszutauschen, Fragen zu stellen und Eindr\u00fccke zu sammeln. Die meisten Kontakte finden \u00fcber die Website der Studienlots*innen statt, auf welcher es ein Kontaktformular gibt, \u00fcber das Interessierte durch pers\u00f6nliche Angaben eine(n) passenden Studienlots*in vermittelt bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Uni-Alltag selbst ist die Reaktion auf die Studieninteressierten in Seminaren positiv. Studis wie auch Dozierende werden oft kurz von den Studienlots*innen \u00fcber ihre Begleitung informiert und bieten Interessierten auch Zeit f\u00fcr Fragen anschlie\u00dfend an Seminare an. Das Programm gibt vor allem jungen Menschen, welche sich unsicher \u00fcber ihre Studienwahl sind eine gute Orientierungshilfe. Tobias sch\u00e4tzt die Arbeit als besonders herausfordernd ein, wenn das urspr\u00fcngliche Interesse f\u00fcr die Studienorientierung nicht von den Personen selbst ausgeht, sondern aus ihrem Umfeld kommt (beispielsweise von Eltern, Schule o.\u00c4.). Weiterhin sagt er: \u201eDann wird es schwierig das zu bedienen oder auch damit umzugehen, weil dann in unserem Kontext Interesse besteht, aber nur wenig zur\u00fcckkommt [\u2026] und es dann z\u00e4hfl\u00fcssig wird\u201c, auch wenn er selbst diese Erfahrung noch nicht gemacht hat. Au\u00dferdem berichtet Imke, dass man selbst vom eigenen Fach schnell ins Schw\u00e4rmen geraten kann, aber dennoch den Studieninteressierten nicht vermitteln sollte, \u201edass alles nur Super ist. Sondern die m\u00fcssen selber wissen was sie interessiert, ob das Studium etwas f\u00fcr sie ist und ob es das ist was sie machen wollen. Darauf versuche ich immer hinzuweisen, dass es in dem Moment meine Meinung ist und das sie sich ihre eigene bilden m\u00fcssen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">F\u00fcr die Studienlots*innen werden von dem Orga-Team im Semester offene Treffen organisiert, bei denen die Studis sich dann untereinander \u00fcber ihre Erfahrungen austauschen k\u00f6nnen und auch die M\u00f6glichkeit besteht andere Studienlots*innen kennenzulernen. Denn insgesamt, so meinen die drei, ist man w\u00e4hrend der Arbeit als Studienlots*in relativ losgel\u00f6st von anderen Lots*innen und l\u00e4uft sich selten \u00fcber den Weg. Generell ist das Feedback von Studieninteressierten sehr positiv, so erz\u00e4hlt Tobias:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201e<em>Mich hat einmal eine begleitet, die hat mein Tutorium besucht [\u2026] und fand das sehr interessant und ist dann mit ins Seminar gekommen. Jetzt studiert sie Germanistik und kommt wieder in meine Tutorien [\u2026]. Das ist auch sch\u00f6n, was l\u00e4ngerfristiges Feedback angeht.&#8220;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Letztendlich geh\u00f6rt es auch zur Arbeit der Studienlots*innen sich vor und nach dem Treffen Zeit f\u00fcr die\u00a0Studieninteressierten zu nehmen und beispielsweise per Emails Fragen zu beantworten. Laura sagt schlie\u00dflich \u201edass der ausschlaggebende Punkt ist, dass es eben ein Peer-to-Peer System ist. Das man auf jeden Fall auf Augenh\u00f6he steht. Also egal aus welchem Hintergrund man kommt oder ob man vielleicht ein bisschen Respekt vor der Uni hat, das ist halt der Unterschied zu einer Beratung von der Uni oder auch zur Website von der Uni [\u2026]. <strong>Wir wollen einfach allen Leuten Mut machen!<\/strong>\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_11974\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11974\" class=\"wp-image-11974 size-square\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/12\/IMG_0694-e1544620367502-180x180.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/12\/IMG_0694-e1544620367502-180x180.jpg 180w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/12\/IMG_0694-e1544620367502-80x80.jpg 80w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/12\/IMG_0694-e1544620367502-36x36.jpg 36w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/12\/IMG_0694-e1544620367502-120x120.jpg 120w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/12\/IMG_0694-e1544620367502-450x450.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><p id=\"caption-attachment-11974\" class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr diesen Artikel haben wir uns mit Imke, Laura und Tobias (v.l.n.r.) von den Studienlots*innen unterhalten.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><br \/>\nEs besteht auch eine gro\u00dfe Nachfrage f\u00fcr Studienlots*innen in den Studieng\u00e4ngen Physik, Chemie, Mathe, Informatik, Soziologie, Germanistik und Geographie. Also falls euer Interesse geweckt wurde und Ihr Euch engagieren m\u00f6chtet, k\u00f6nnt Ihr Euch jetzt schon f\u00fcr die n\u00e4chste Schulung im kommenden Sommersemester unter folgender <\/strong><strong>Email anmelden: <\/strong><strong><em><a href=\"&#109;&#x61;i&#x6c;&#x74;&#111;&#x3a;s&#x74;&#x75;&#100;&#x69;e&#x6e;&#x6c;&#111;&#x74;s&#x65;&#x6e;&#64;&#x75;n&#x69;&#x2d;&#98;&#x72;e&#x6d;&#x65;&#110;&#x2e;d&#x65;\">&#x73;&#x74;&#117;d&#x69;&#x65;&#110;lo&#x74;&#x73;&#101;n&#x40;&#x75;&#110;&#105;-&#x62;&#x72;&#101;m&#x65;&#x6e;&#46;&#100;e<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Weitere Infos findet Ihr unter: <\/strong><em><a href=\"https:\/\/www.uni-bremen.de\/studium\/orientieren-bewerben\/studienorientierung\/studienlotsinnen.html\">https:\/\/www.unibremen.de\/studium\/orientieren-bewerben\/studienorientierung\/studienlotsinnen.html<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele viele Studierende arbeiten motiviert in ehrenamtlichen T\u00e4tigkeiten, neben dem Studium, ihrem Privatleben, dem Nebenjob und und und. 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