{"id":11100,"date":"2018-06-18T12:57:33","date_gmt":"2018-06-18T10:57:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/?p=11100"},"modified":"2018-06-18T15:48:37","modified_gmt":"2018-06-18T13:48:37","slug":"das-untypische-orchester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/2018\/06\/18\/das-untypische-orchester\/","title":{"rendered":"Das untypische Orchester"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Als ich der Hitze der letzten Tage in den Theatersaal entfliehe finde ich mich in einem dunklen und k\u00fchlen Raum wieder. Auf der B\u00fchne probt gerade das <strong>Orquesta No T\u00edpica<\/strong>. Es \u00fcberrascht mich doch, wie schnell ich von einer Minute auf die andere dem stressigen Uni-Alltag f\u00fcr kurze Zeit stoppen kann und nur zuh\u00f6re, wie die Musik durch den Raum hallt. Die Probe hat bereits angefangen, deswegen setze ich mich schnell in eine der ersten Reihen und beobachte das Geschehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auf der B\u00fchne sitzen in einer Reihe die unterschiedlichsten Menschen, gewappnet mit allen m\u00f6glichen<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-11111 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/05\/OrquestaNoTipica_02-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"241\" height=\"330\" \/> Instrumenten und spielen gemeinsam eine Melodie, welche ich nicht kenne. Der Leiter des Tangomusikensembles Juan Mar\u00eda Solare ist, so scheint es mir, \u00fcberall gleichzeitig. Erst spielt er selbst das Klavier, dann gibt er den Takt an und schlie\u00dflich verr\u00e4t er mir in einem Gespr\u00e4ch, dass er auch die Arrangements f\u00fcr die Gruppe schreibt. Freundlich sowie in die Musik vertieft wirkt der argentinische Komponist und Pianist auf mich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach jedem Semester veranstaltet das Ensemble ein Konzert, verr\u00e4t er mir und erz\u00e4hlt weiter, warum sie sich\u00a0<strong>Orquesta No T\u00edpica\u00a0<\/strong>nennen:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">&#8222;Die Gruppe hei\u00dft <em>Orquesta No T\u00edpica <\/em>[&#8230;], das bedeutet etwas Atypisches, untypisches oder ein untypisches Orchester. Und wir spielen Tangomusik aus Argentinien, Urugay, also aus S\u00fcdamerika, ja? Aber vor allem aus Argentinien [&#8230;]. Die Bezeichnung <em>Orquesta T\u00edpica\u00a0<\/em>ist eine ganz bestimmte Bezeichnung f\u00fcr ein Orchester mit ein paar Geigen und \u00e4hm, Bandoneons und Klavier. Aber dieses Orchester ist atypisch, weil die Besetzung aus denen besteht die spielen k\u00f6nnen und wollen. Also alle k\u00f6nnen mitmachen, ja? Und dadurch entsteht A: eine gro\u00dfe Fluktuation, von Mitgliedern von Semester zu Semester und B: skurrile Besetzungen.&#8220;<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Als ich schlie\u00dflich frage was das Sch\u00f6nste f\u00fcr ihn daran w\u00e4re mit diesem Orchester zu arbeiten, erw\u00e4hnt er zum einem die M\u00f6glichkeit auf Universit\u00e4tsebene gemeinsam s\u00fcdamerikanische Tangomusik zu <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-11109 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/05\/OrquestaNoTipica_04-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"351\" height=\"236\" \/>spielen und zum Anderen w\u00e4hrenddessen unaufh\u00f6rlich dazu zu lernen. F\u00fcr ihn steche besonders die M\u00f6glichkeit pers\u00f6nliche Interessen und das musikalische Lernen zu verbinden heraus. Denn f\u00fcr die Teilnahme am Orchester gibt es auch die M\u00f6glichkeit Credit Points \u00fcber General Studies zu sammeln. Dazu geh\u00f6rt das gemeinsame Abschlusskonzert nach jedem Semester. Wer danach weiterhin teilnehmen m\u00f6chte, kann gerne bleiben. Jeder, der ein Instrument spielen kann ist willkommen, meint Solare zu mir. Am schwierigsten w\u00e4re es bestimmte Instrumente in die Arrangements zu integrieren, aber trotzdem liegt genau hier f\u00fcr ihn der gr\u00f6\u00dfte Spa\u00df an seiner Arbeit. Das unendliche arrangieren von Musik und das sammeln von praktischer Erfahrung. F\u00fcr die Zukunft w\u00fcnscht sich Solare trotz allem mehr Raum und Zeit f\u00fcr den theoretischen oder geschichtlichen Teil der Tangomusik, denn f\u00fcr diese spannenden Aspekte bleiben w\u00e4hrend der Proben leider kaum Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am Ende unseres Gespr\u00e4ches wird mir bewusst, wie viele Rollen Solare gleichzeitig bespielt. Er ist nicht<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-11112 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/files\/2018\/05\/OrquestaNoTipica_03-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"322\" \/> nur f\u00fcr das Arrangement zust\u00e4ndig, sondern dirigiert und koordiniert das gesamte Orchester. In der aktuellen Besetzung spielen verschiedene Studis, Mitarbeiter der Uni und Ehemalige Instrumente wie: Cello, Klarinette, Saxofon, Querfl\u00f6te, Domra und vieles mehr. Mittlerweile hat das <strong>Orquesta No T\u00edpica<\/strong> \u00fcber 30 Konzerte seit ihrer Gr\u00fcndung gespielt und dadurch besteht vor allem f\u00fcr Studis die M\u00f6glichkeit praktisches Musizieren im Rahmen eines Orchesters kennen zulernen. Im Gespr\u00e4ch mit dem Ensemble frage ich auch sie, was das Sch\u00f6nste an ihrer Teilnahme am Orchester f\u00fcr sie ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Clemens, der Informatik studiert sagt: \u201eEs ist sch\u00f6n Musik als Gegenpol zu der Denkarbeit von Informatik zu haben\u201c, denn viele der teilnehmenden Studis haben durch das Orchester nicht nur die M\u00f6glichkeit eine Abwechslung zum wissenschaftlichen Arbeiten an der Uni zu finden, sondern auch mehrere studentische Perspektiven miteinander zu verbinden. Wie zum Beispiel die Linda die Pianistin, welche gemeinsam mit Solare an einem Arrangement f\u00fcr das Orchester arbeitet und parallel diese Erfahrungen f\u00fcr ihr Studium an der HfK nutzen kann. Auch das \u201emusikalische Fremdgehen\u201c findet Anklang bei den Mitgliedern, weil viele ihrer Instrumente durch die untypischen Arrangements ihre typische Musikrichtung verlassen. Als ich das <strong>Orquesta No T\u00edpica<\/strong> abschlie\u00dfend frage, welche drei Worte f\u00fcr sie ihr Orchester ausmachen, antworten sie mir: \u201eUntypisch, gemeinschaftlich und offen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Falls Ihr Interesse an Tangomusik habt oder Euch auch die Musik des Orquesta No T\u00edpica anh\u00f6ren m\u00f6chtet, k\u00f6nnt Ihr zum kommenden Semesterabschlusskonzert kommen.\u00a0Dieses findet am Dienstag, 26. Juni 2018, um 12.30 Uhr im Theatersaal der Uni Bremen statt!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong>\u00a0<em>&#x74;&#x61;&#x6e;&#103;&#111;&#64;u&#x6e;&#x69;&#x2d;&#x62;&#114;&#101;me&#x6e;&#x2e;&#x64;&#101;<\/em><strong><br \/>\nInternetseite:\u00a0<\/strong><em><a href=\"http:\/\/www.tango.uni-bremen.de\/\">www.tango.uni-bremen.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man ganz genau hinh\u00f6rt gibt es \u00fcberall auf dem Campus etwas zu entdecken. Uns ist dabei besonders das Orquesta No T\u00edpica aufgefallen. Also haben wir uns ihre \u00f6ffentliche Probe angeh\u00f6rt und uns mit den Mitgliedern unterhalten.<\/p>\n","protected":false},"author":7263,"featured_media":11104,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[10841],"tags":[619,26144,26146],"class_list":["post-11100","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-campus-aktuell","tag-musik","tag-orquesta-no-tipica","tag-tango"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11100","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7263"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11100"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16779,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11100\/revisions\/16779"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11104"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11100"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11100"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/eule\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}