Open-Air-Mensa
Als ich am letzten Dienstag die Uni betrat, schien ich mich in einem ganz anderen Gebäude zu befinden. Bereits in der Bahn, beim Vorbeifahren am MZH fielen mir viele Sonnenschirme, Bierzeltgarnituren und Schlangen an Menschen auf. Dieses Bild wiederholte sich auf ähnliche Weise in der Glashalle. Schnell konnte ich herausfinden, dass es der erste von zwei Tagen der „Open Air Mensa“ war. Nächsten Dienstag, am 28.April 2026, findet das Mensageschehen erneut am MZH statt. Grund dafür ist die Anhörung der Uni Bremen zur Bewerbung als Exzellenzuniversität. Was es mit der Auszeichnung einer Exzellenzuni auf sich hat könnt ihr in diesem Beitrag noch einmal genauer nachlesen: Wird die Uni Bremen wieder exzellent? – EULe
Bei meiner Recherche über die Mensa und ihre Verlegung nach draußen, konnte ich neue Dinge über unsere Uni Bremen lernen:
Wusstet ihr eigentlich, dass die Mensa nicht zum ersten Mal nach draußen verlagert wurde?

Der Aufbau des Mensazelts in der James-Watt-Straße 1997. © Harald Rehling
Nach einem großen Brandschaden im Juni 1997, wurde im November gleichen Jahres in der James-Watt-Straße eine provisorische Alternative errichtet. Der Brand entwickelte sich am 17.Juni 1997 in der Mensa der Uni Bremen und griff aus dem damaligen Flachdach auch auf das angrenzende Studentenwohnheim über. Die Feuerwehr war im Großeinsatz, doch die Mensa war so abgebrannt, dass ein normaler Weiterbetrieb erst einmal nicht in Frage kommen sollte. Es musste eine Alternative gefunden werden. Die Lösung war ein 1.400m² großes braun-gelbes „Mensazelt“, in dem täglich etwa 3000 Mahlzeiten ausgegeben werden konnten. Die Universität stellte direkt nach dem Brand Anfragen an diverse Restaurant-, Imbiss- und Kneipenbetreiberinnen und -betreiber. Mit Erfolg: kurzer Hand entstand bereits in den Monaten zwischen dem Brand und der Aufstellung des Mensazeltes, eine Imbissmeile der kulinarischen Vielfalt. Egal ob chinesisch, Kebab, Currywurst, Pizza, Pommes, Pannekoeken oder indische Küche, all das ließen sich im Zentralbereich finden. Eigentlich sollte das Mensazelt die gesamte Imbissmeile ablösen, was allerdings bei den Studierenden auf Proteste stieß, sodass sie bleiben durfte. Im März 2000 wurde die 35 Millionen DM teure, neue Mensa eröffnet, sodass Mensazelt und Imbissmeile vom Bremer Campus verschwanden.
Auch wenn die heutigen Gründe, die Mensa nach draußen zu verlagern (glücklicherweise) ganz andere sind, kann man sich so schon vorstellen, wie es in den späten neunziger Jahren gewesen sein musste, draußen in Bierzelt-Atmosphäre zu essen. Das Angebot der Open-Air-Mensa beinhaltet dieses Mal einen Foodtruck mit pflanzlicher oder „normaler“ Currywurst (Fleisch aus artgerechter Tierhaltung) und eine Feldküche mit pflanzlichen mexikanischen Streetpott oder XL Bockwurst mit Brötchen.
Bildquelle:
Die Interimslösung „Mensazelt“ / Die Geschichte der Universität Bremen









Als Betroffener, Angehöriger der Uni habe ich den Brand (Brändchen), ausgelöst von zwei Kindern, die auf dem Dach der Mensa herumliefen ganz anders erlebt!
Nach den Kindern stieg etwas Rauch auf! Feuerwehr war nirgendwo zu sehen. Wir vermuteten einen Brand in der Küche. Due Scheiben der Mensa waren teilweise schwarz und man konnte nicht hinein. Im Gadtraum standen noch alle Tische und Stühle. Die Ausgaben waren geschlossen.
Schnell kamen Gerūchte auf, daß das eine „heiße“ Sanierung sein konnte, um die Kosten der Straßenbahn-Haltestelle zu finanzieren.
Das langgezogene Mensazelt war über Monate die einzige Versorgung. Überlegt wurde, McDonald‘s oder Burger King am Boulevard zu bauen.
Erst als die Finanzierung für Mensa und Haltestelle klar war, ist die alte Mensa renoviert worden.