Vor einem Jahr haben wir euch über die maroden Sportanlagen der Uni Bremen berichtet. Die Mängelliste ist lang. Seit Anfang letzten Jahres dürfen die Tribünen der Sporthalle nicht betreten werden, die Schwimmhalle wird nach dem Bau des neuen Horner Bads unweit der Uni komplett geschlossen und auch der Sportturm braucht eine grundlegende Sanierung.

Mit Investitionen von mindestens 12 Millionen Euro sollen die Sportstätten in den kommenden Jahren fit gemacht werden, damit Vereine und Sportbegeisterte auch weiterhin auf so ein breites Angebot zurückgreifen können.

Auch die Wiederaufnahme eines sportpädagogischen Studienganges zum Wintersemester 2022/23 war ein Teil der Planung von Uni und Stadt. Doch diesem Vorhaben wird nun vorerst ein Strich durch die Rechnung gemacht. Doch nicht etwa, weil sich die Renovierung der Anlagen verzögert. Wie in ziemlich jedem Bereich hat auch hier die Corona Pandemie ihren Teil zu beigetragen. So sollten erste Planungs- und Koordinationstreffen mit externen Experten und Planern der Universität im Frühjahr diesen Jahres beginnen. Durch die großflächigen Kontakt- und Reisebeschränkungen konnten die Geplanten Gespräche und Tagungen nicht stattfinden. Vorerst sind diese auf den Herbst 2020 verschoben.

Diese Verschiebung hat Konsequenzen für die gesamte Planung des Lehramtsstudiums, dem auch fachwissenschaftliche Studienangebote folgen sollten. Der Startschuss für die Wiederaufnahme der Sportpädagogik an der Uni Bremen verschiebt sich stand heute um ein Jahr. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf das Studienangebot der Uni, sondern auch auf den Lehrermarkt der Stadt Bremen. Diese setzt große Hoffnung auf den neuen Studiengang. Schließlich gibt es in Bremen einen enormen Lehrermangel, vor allem auch im Fach Sport. Die Verschiebung des Starts hat somit auch direkte Auswirkungen auf den Schulalltag. So können die ersten Studierenden ihr Referendariat nun erst frühestens ein Jahr später (stand jetzt: 2027) antreten.

Doch auch die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an den Sportstätten könnten den aktuellen Zeitplan weiter nach hinten verschieben. So sollen die Anlagen zum jetzigen Zeitpunkt erst 2024 komplett Einsatzbereit sein. Ob das funktioniert, wird sich zeigen.

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