Jetzt, wo wir den ganzen Tag zu Hause bleiben müssen, fällt für uns Studis auch die Mensa flach. Umso mehr Zeit, endlich selbst mal den Kochlöffel zu schwingen! Um euch ein bisschen Anregung für eure Kochkünste zu liefern, stelle ich euch hier drei meiner liebsten vegetarischen/veganen Gerichte vor. Was das Kochen angeht, halte ich mich immer nur grob an Rezepte und improvisiere nach Lust und Laune. So könnt natürlich auch ihr diese Rezepte als vegane Variante probieren oder aber auch mit Milchprodukten verfeinern. Lasst es euch schmecken!

1) Kürbis-Apfel-Pizza

Mein Ergebnis der Kürbis-Apfel Pizza (mir stand leider nur die Hälfte zu). Zur Feier des Tages mit Parmesan verfeinert.

Seit unserem Oster-Festessen haben meine Mitbewohnerin und ich eine neue Sucht entdeckt: eine Kürbis-Apfel Pizza, verfeinert mit Rucola, Granatapfel und Kürbiskernen. Und gute Neuigkeiten, für alle die in Corona Zeiten ungern um ihre Einkäufe streiten: der Teig kommt ganz ohne Hefe aus. Die folgenden Zutaten sind auf ungefähr 2 Personen abgestimmt, ich kann euch aber empfehlen die Zutaten zu verdoppeln, so könnt ihr am nächsten Tag über eine weitere Pizza freuen! Für den Teig benötigt ihr 250g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 TL Salz, ½ TL getrocknetes Basilikum und 160 ml Wasser. Habt ihr alle diese Zutaten, so gilt es zunächst den Ofen auf 180 °C vor zu heizen. Dann könnt ihr die Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen und zu einem Teig kneten. Am besten verwendet ihr dazu den Knethaken eines Rührgerätes, für arme Studenten klappt dies aber auch mit den Händen (das können wir aus erster Hand bestätigen). Verwendet dafür auf jeden Fall extra Mehl, so klebt nicht alles an euren Fingern. Ist ein fester Teig entstanden, so könnt ihr diesen noch einmal auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche durchkneten und ihn ebenfalls mit den Händen oder einem Nudelholz dünn ausrollen. Dann ab damit aufs Blech. Nun kommen wir zum Belag. Dafür benötigt ihr einen Apfel und ½ Hokkaido Kürbis (wenn ihr keinen frischen Kürbis mehr bekommt, schaut mal in der Tiefkühlabteilung). Diese schneidet ihr beide in Scheiben und legt sie auf den Teig. Alle nicht-veganer können optional noch Schmand/saure Sahne als Grundlage auf dem Teig verstreichen und Feta über dem Gemüse verstreuen, das original Rezept ist allerdings vegan und sieht keinerlei Milchprodukte vor. Anschließend heißt es ab in den Ofen mit der Pizza. Dort muss sie ca. 25 Minuten backen, bis sie gold-braun ist. Anschließend könnt ihr sie aus dem Ofen nehmen und mit Rucola, Granatapfel- und Kürbiskernen (welche ich aus persönlicher Vorliebe vorher in der Pfanne anröste, einfach ohne Öl) bestreuen. Das Rezept empfiehlt hierzu 30g Granatapfelkerne, 25g Rucola und 1 TL gehackte Kürbiskerne, ich mache das aber immer Pi mal Daumen. Zu guter Letzt könnt ihr die Pizza noch mit Salz, Pfeffer etc. würzen. Guten Appetit!

2) (veganes) Spinat-Tomaten-Curry

Spinat-Tomaten Curry, hier zusätzlich mit gebratenem Tofu serviert.

Für dieses Rezept braucht ihr 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 400 g Cherrytomaten, 2 große Hände voll Blatt-/Babyspinat (in der Sparversion geht aber auch Tiefkühlspinat), 400 ml Kokosmilch, 2 TL Garam Masala, 2 TLKurkuma, 1 TL Kreuzkümmel und je nach belieben Reis, asiatische Reisnudeln oder Glasnudeln als Beilage. Für meine Currys verwende ich zusätzlich gerne Currypaste, die verleiht dem Gericht nochmal einen intensiveren Geschmack (gibt es beim Asiashop am günstigsten, aber oft auch in Supermärkten wie Rewe). Hierfür würde ich grüne Paste empfehlen, im Rezept ist aber keine Paste angegeben. Habt ihr alle Zutaten beisammen, so beginnt ihr mit dem hacken der Zwiebel und des Knoblauchs, welche ihr anschließend in Öl anbratet. Wenn ihr Currypaste verwendet, so fügt einen halben Teelöffel davon hinzu und bratet sie ebenfalls in Öl an. Auch die Gewürze (Garam Masala, Kurkuma und Kreuzkümmel) könnt ihr nun hinzufügen. Brät man diese in Öl an, so entfalten sie besser ihr Aroma, habe ich mir sagen lassen. Nachdem die Zwiebeln gold-braun angebraten sind, könnt ihr die Tomaten halbieren und ebenfalls hinzufügen. Bratet diese kurz an und löscht dann das ganze mit der Kokosmilch ab. Nun könnt ihr den frischen Spinat waschen und hinzufügen oder eben den Tiefkühlspinat, welchen ihr entweder in der Mikrowelle erwärmen oder gefroren in das Curry hinzufügen könnt, dann müsst ihr halt einige Minuten länger beim kochen warten, bis er aufgetaut ist. Nun lasst ihr das ganze etwa 10 – 15 Minuten köcheln, länger schadet aber nicht. Zum Schluss könnt ihr das ganze noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und je nach Bedarf noch etwas mehr mit Kurkuma, Garam Masala und Kreuzkümmel nachwürzen. Wenn ihr, so wie ich, zu den Koriander-LiebhaberInnen gehört, könnt ihr das ganze auch noch mit (frischem) Koriander bestreuen. Des weiteren könnt ihr euer Curry auch mit (gegebenenfalls veganem) Joghurt servieren, besonders für alle schärfe Empfindlichen würde ich dies empfehlen. Dann braucht ihr nur noch eure Nudel oder Reis-Beilage und fertig ist das Festmahl!

3) Blätterteig-Schnecken

Zwar nicht perfekt, aber lecker: Apfel-Zimt Schnecken aus Blätterteig.

Zu guter Letzt möchte ich euch noch einen Tipp für einen schnellen Snack/Nachtisch für zwischendurch geben, zu dem ich mich von meiner Mitbewohnerin inspirieren lassen habe. Den Begriff „Tipp“ wähle ich bewusst, weil ich meine Blätterteig Schnecken nach Lust und Laune unterschiedlich fülle und keine spezielle Vorgehensweise dabei habe. Ihr bekommt hier also eher Inspiration als ein genaues Rezept. Ob süß oder salzig, vegan oder vegetarisch, Blätterteig-Schnecken sind immer ein leckerer Snack für zwischendurch. Besonders jetzt, wo wir den ganzen Tag zu Hause sitzen, meldet sich immer wieder der kleine Hunger. Die Schnecken sind zum Glück kein großer Aufwand. Kauft euch einfach fertigen Blätterteig im Supermarkt eurer Wahl. Diesen könnt ihr dann belegen. Für die deftige Variante nutze ich gerne Kräuterfrischkäse als Grundlage und verteile auf dem Teig dann getrocknete Tomaten, Oliven und Fetakäse. Ihr könnt aber natürlich nach belieben Variieren. Als süße Variante bestreiche ich den Teig mit Margarine und belege ihn mit Äpfeln. Anschließend streue ich Zimt und Zucker darüber. Nach getaner Arbeit rollt ihr den Teig der Länge nach ein, sodass die Rolle möglichst lang ist und schneidet anschließend von vorne „Scheiben“ ab. Diese könnt ihr dann auf dem Blech verteilen und solange Backen, bis sie goldbraun sind. Tadaa, schon habt ihr Blätterteigschnecken.

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.