Reparieren statt wegwerfen

In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir auf unserem Blog oft über die Themen Umwelt- und Klimaschutz, sowie Nachhaltigkeit berichtet. Wir waren bei Kleidertauschpartys, haben Tipps für weniger Plastikverbrauch vorgestellt und uns eine Woche lang mit Foodsharing beschäftigt. Auch bei unseren wöchentlichen Redaktionssitzungen ist Nachhaltigkeit immer ein wichtiges Gesprächsthema. Regelmäßig tauschen wir uns über neue Entdeckungen und Ideen rund ums nachhaltiger Leben aus. Und so geht es nicht nur uns. In Zeiten von wöchentlichen Fridays for Future Demonstrationen, jährlichen Hitzerekorden, schmelzenden Polkappen und immer stärker werdender Luftverschmutzung haben immer mehr Menschen das Bedürfnis selbst etwas für die Umwelt und die Natur zu tun.

Auch ich versuche mich in meinem Alltag immer mehr auf ein nachhaltiges Leben zu konzentrieren. Dabei stoße ich wieder und wieder auch auf Grenzen. Oft fehlt eine entscheidende Idee, ein Anstoß was man selbst besser oder anders machen kann. Und auch andere mit denen ich mich über das Thema unterhalte, stehen oft vor ähnlichen Schwierigkeiten.In letzter Zeit sind mir immer öfter die Facebook Veranstaltungen und Plakate der „KlimaWerkStadt Bremen“ aufgefallen, welche mit „Food for Change“, „Zero Waste, wie geht das?“ und verschiedenen Workshops mein Interesse weckten. Also habe ich mich intensiver mit der KlimaWerkStadt beschäftigt und möchte euch diese im folgenden kurz vorstellen.

Die KlimaWerkStadt, unter der Trägerschaft des Vereins KulturPflanzen, befindet sich in der alten Neustadt. Seit 2017 ist dies ein Ort, an dem Klimaschutz als etwas begriffen wird, was im kleinen anfängt und bei dem jeder mitmachen kann. Und in erster Linie ist das Projekt, welches von Uta Bohls und ihren zwei Haupt- sowie vielen weiteren Ehrenamtlichen Kollegen und Kolleginnen mit viel Einsatz und Leidenschaft am Leben gehalten wird, in erster Linie eine Werkstatt. Unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ hat hier jeder die Möglichkeit die Löcher in seinen Socken zu stopfen, einen neuen Knopf ans Hemd zu nähen, sein Fahrrad zu flicken und den Reifen zu wechseln oder seine elektronischen Geräte zu reparieren. Alles unter der Betreuung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und zwar jeden Mittwoch Nachmittag. Damit auch immer Genug Materialien für die Reparaturen vorhanden sind, gibt es den sogenannten „Materialfundus“. Auch hier ist die KlimaWerkStadt auf ehrenamtliche Mithilfe angewiesen. In diesem Fundus werden sämtliche Dinge wie Knöpfe, Nägel, Stoffe, Bänder, Elektroteile und vieles mehr gesammelt, welche man sonst einfach entsorgen würde. Neben dem wöchentlichen Reparatur Café können die Räumlichkeiten und die darin enthaltenen Gerätschaften auch für eigene Projekte und Arbeiten gemietet werden. Außerdem gibt es regelmäßige Workshops und Veranstaltungen rund um die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Etwa eine Pflanzen-Tauschbörse, Kleidertauschparty,

Upcycling ist eine Form der Wiederverwertung von Stoffen (Recycling). Scheinbar nutzlose Abfallprodukte werden mithilfe des Upcyclings in neuwertige Stoffe umgewandelt. Anders als beim Recycling oder Downcycling kommt es beim Upcycling zu einer stofflichen Aufwertung.

Upcycling Workshops, Nachhaltige Stadtteilspaziergänge sowie Vorträge und Diskussionen. Jeder der selbst einen Workshop anbieten, einen Vortrag halten, beim reparieren helfen will oder einfach nur Materialien spenden möchte ist herzlich eingeladen, das Team der KlimaWerkStadt zu kontaktieren.

Ich für meinen Teil weiß jetzt auf jeden Fall wo ich die Wollsocken meiner Oma stopfen werde und wo ich einen neuen Knopf für meinen Mantel herbekomme. Und vielleicht kann mir dann endlich mal jemand beibringen wie man ohne viel Schweiß einen Fahrradreifen wechselt.

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