Meditation für einen freieren Kopf?

Für einige mag Meditation in erster Linie nach Ashrams, bärtigen Gurus und Hippies klingen. Es scheint jedoch immer beliebter- und für viele zu einem festen Bestandteil ihres Alltags zu werden, insbesondere hinsichtlich des digitalen Zeitalters und den damit verbundenen Konzentrationsschwächen.

Zunächst war also auch ich super kritisch, was diese Headspace App, auf die ich durch einen Influencer gestolpert bin, anging. Ich wollte dem Ganzen dennoch eine Chance geben und so war der App-Download nach wenigen Klicks und Sekunden auch schon getan.

Der Zeitpunkt meiner Entdeckung kam mir ganz gelegen, denn ein wenig Training in Sachen Fokus und „Kopf freikriegen“ hatte ich vor Beginn meines zweiten Semesters scheinbar bitter nötig, nachdem auf einen in den Sand gesetzten Prüfungsversuch die 5,0 – nicht bestanden folgte (und ich zugegebenermaßen während des Semesters (nicht nur in diesem Modul) zu erschreckend großen Teilen mit dem Kopf sowohl während der Vorlesung als auch scheinbar im Tutorium überall war, nur nicht anwesend)… Wie dem auch sei.

Ich downloadete mir also die App und bekam gleich mal Werbung für kostenpflichtige Abos innerhalb der Headspace Mediathek angezeigt. Genervt klickte ich mich eine Weile durch die App und bin dann dankbarerweise auf die Tatsache gestoßen, dass dort tatsächlich einige der Meditationssitzungen zum kostenfreien Download zur Verfügung stellen.

„Grundlagen“ ist ein Kurs mit zehn Einheiten, die jeweils Sitzungen wahlweise zwischen drei, fünf und zehn Minuten enthalten. Jede Einheit wird mit ein paar netten Doodles, Erklärungen, Sprüchen, etc. eingeleitet, bis man dann schließlich am audiomedialen Teil angelangt ist. Ich wählte meistens zehnminütige Sitzungen, während ich es mir morgens auf dem Fußboden bequem machte.

Bereits nach der ersten Sitzung war ich angetan, denn ich fühlte mich tatsächlich ein stückweit „befreiter“ und entspannter. Es fiel mir demnach nicht schwer, eine kleine Routine zu entwickeln und die nächsten zehn Tage etwa zur gleichen Zeit die Meditationsübungen durchzuführen.

Das zweite Semester hat derweil begonnen und ich muss ehrlich sagen, dass mir die Praxis auch hier zu gute gekommen ist. Ich habe wirklich das Gefühl, mich in Vorlesungen besser konzentrieren zu können, denn ich merke, wenn meine Gedanken abschweifen und kann mich so wieder selbst dazu bringen, dem Dozenten zu folgen.

Ich war von dieser Tatsache wirklich ein wenig erstaunt, denn ich hätte ehrlicherweise nicht gedacht, dass eine App bzw. ein paar Minuten Meditation am Tag solch eine große Auswirkung in meinem alltäglichen Leben haben würden.

Werde ich die Meditationsübungen in Zukunft weiterführen? Definitiv. Würde ich es anderen empfehlen? Ja, das tue ich hiermit! Denn wie ich bereits erwähnte, wird das Meditieren für die Allgemeinheit immer beliebter und somit gibt es viele Menschen, die Meditationssitzungen zur freien Verfügung ins Internet stellen (sei es auf dafür vorgesehenen Apps, YouTube, Headspace, etc..).

Also, vielleicht solltet ihr das Ganze auch einmal ausprobieren. Schaden tut es definitiv nicht!

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