Zum Assessment-Center bei Radio Bremen

Vor kurzen habe ich mich auf ein Volontariat bei Radio Bremen beworben. Über die Einladung zu einer „kleinen Gruppenübung“ mit anderen Berwerber*innen habe ich mich dann sehr gefreut. Ein Volontariat ist eine zweijährige journalistische Ausbildung, in der man vor allem die Abläufe in einer Redaktionen kennen lernt. Wer eine Karriere im Journalismus anstrebt, startet oft mit einem „Volo“ die Laufbahn.

Ich möchte hier meine Erfahrungen mit diesem Assessment-Center teilen, damit ihr vielleicht ein paar Anhaltspunkte für ähnliche Situationen in der Zukunft habt.

Nachdem sich bei mir die erste Vorfreude über diese Chance gelegt hatte, kamen in mir auch zweifelnde Gedanken auf: Die Konkurrenten sind bestimmt viel besser als ich. Ich werde unter Beobachtung meine Konzentration verlieren. Was ist, wen ich ein Blackout habe? Zwischen die Vorfreude auf die anspruchsvolle Aufgabe mischten sich immer mal kontraproduktive Gedanken. Teilweise kam mir die Einladung zum Assessment-Center wie ein Termin beim Zahnarzt vor.

Was mir sehr geholfen hat, mit einem positiven Gefühl zu dem Termin zu gehen, war die Vorbereitung. Zum einen die Inhaltliche und zum Anderen die Mentale. Durch Gespräche mit Freunden und Familie konnte ich Sicherheit und einige gute Hinweise bekommen. Und sei es, dass mir andere Menschen von ihren Bewerbungsgesprächen erzählten.

Außerdem habe ich versucht mich inhaltlich gut vorzubereiten. Über einen Bekannten bekam ich den Kontakt zu einem Radio Bremen Mitarbeiter, der mir freundlicherweise noch einige Hinweise gab, worauf es bei dem Assessment-Center ankommen könnte.

Die inhaltliche Vorbereitung war Recherche- bzw. Fleißarbeit. Die Mentale noch mal eine ganz andere Art von Vorbereitung. Dazu habe ich einen Bewerbungscoach aufgesucht um einfach mal auszuprobieren, wie so etwas läuft. Man muss dazu sagen, dass so etwas nicht ganz billig ist. Mir war es der Versuch aber wert. Ohne, dass ich genauer darauf einzugehen möchte, was dort besprochen wurde, kann ich so einen Besuch bei einem Bewerbungscoach nur sehr empfehlen. Es macht wirklich was aus, wenn sich jemand geschultes gezielt für meine Vorbereitung zeit nimmt.

Die Gruppenübung lief aus meiner Sicht ganz gut. Aufgabe war es, dass wir sechs Bewerber*innen eine Redaktionskonferenz machen. Themen für eine regionale Sendung in mehreren Ausspielwegen sollten in weniger als einer halben Stunde recherchiert, vorgetragen und kritisiert werden. Das war ein ganz ordentlicher Zeitdruck und während der Konferenz beobachteten etwa 15 Redakteur*innen, Personalleiter*innen und andere hohe Tiere des Senders. Da galt es, cool und mit seiner Konzentration bei der Sache zu bleiben.

Ich weiß noch nicht Bescheid, ob ich es in die nächste Runde geschafft habe. Bis dahin wünsche ich allen Leuten, die in die vor einem wichtigen Bewerbungsgespräch stehen Nerven wie Drahtseile und die nötige Portion Mumm.

 

 

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