25 Jahre Schreibwaren auf dem Campus

Den Schreibwarenladen auf dem Campus gibt es seit 25 Jahren. Er ist eine Institution. Der Betreiber Alexander Rink ist ein Urgestein und quasi Eigengewächs der Universität. Denn er selbst hat früher Sozialwissenschaften an der Universität studiert. Damals, als Alexander Rink studierte, gab es schlichtweg kein Angebot für Schreibwaren auf dem Campus. So kam ihm die Idee selbst Blöcke, Stifte und alles, was man so zur Organisation eines Studiums braucht an die Studierenden zu bringen.

Sieben Jahre lang war Alexander Rink mit seinen Schreibwaren auf der AStA-Etage beheimatet. Tag für Tag hat er seinen Stand morgens auf- und abends wieder abgebaut. „Wir hatten damals fahrbare Schränke, die konnte man abschließen. Einen Tisch hab ich dann aufgebaut und mit der Ware ausgelegt. Das war sehr geil, einfach eine schöne Zeit“, schwärmt Alexander Rink von den Anfängen seines Geschäfts.

Die Nähe zum AStA war übrigens kein Zufall. Alexander Rink war als Student selbst politisch engagiert. Auch heute noch beobachtet er die studentische Selbstverwaltung mit großem Interesse. „Die Studierenden sind meine größte Kundschaft und ich möchte natürlich wissen, wie es meiner Kundschaft geht“, sagt Rink. Er bedauert die niedrige Wahlbeteiligung bei AStA-Wahlen, findet aber auch deutliche Worte für die Verschärfungen des Studiums durch den Bologna-Prozess. „Die Uni als Institution ist knallhart geworden. Viele Studierende rennen mit Scheuklappen über den Campus und können nicht mehr nach rechts und links gucken. Aber grade ein Studium ist doch ein Way-of-Life! Und dann sollte man gucken können, was mir das Leben am Wegesrand so bietet“, findet Rink.

Doch läuft das Geschäft so wie im letzten Jahr, ist es gut möglich, dass auch Rink seinen Lebensweg noch mal eine Wendung verpassen muss. Denn auch ihm gräbt das Onlinegeschäft zusehens das Wasser ab. Amazon wirbt gerne in der Glashalle, keine 20 Meter von Rinks Laden, mit speziellen Abos für Studierende. „Das ist das Gesetz des Marktes und darauf hab ich keinen Einfluss“, sagt Rink ernüchtert. Im Endefekt entscheidet die Kundschaft, ob es weiterhin einen Schreibwarenladen am Campus gibt oder nicht. „Aber eins sollte allen klar sein: Was weg ist, ist weg!“, gibt Rink zu bedenken.

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