Lebendige Stadtgeschichte

Wie sah das Bremer Nachtleben in den 1920ern aus? Wie ging es den Bremer*innen während des Ersten Weltkrieges und was hat es mit den Arbeitsverboten in den 1970er-Jahren auf sich? Ein Projekt des Instituts für Geschichtswissenschaft und der bremer shakespear company bietet schon seit 10 Jahren Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Hansestadt.

„Aus den Akten auf die Bühne“ heißt das zweisemestrige Projekt bei dem die Studierenden lernen, quellenbasierte Forschung einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dazu sichten sie Akten, etwa aus dem Stadtarchiv, und setzen diese mithilfe der shakespear company in eine szenische Lesung um. Die Idee dazu stammt von der Bremer Historikerin Dr. Schöck-Quinteros und ist bundesweit einmalig.

Besonders greifbar werden die Lesungen der Akten, wenn sie an den Originalschauplätzen aufgeführt werden. Etwa im beeindruckenden Schwurgerichtssaal im Landgericht an der Domsheide.

In diesem Jahr gibt es noch die Möglichkeit dort die szenische Lesung „Wussten sie, dass ihre Tochter Herrenverkehr hatte?“ zu sehen. Am Montag, den 18.12.17 um 19:30 wird dort der Prozess gegen die Schusterfrau Elisabeth Kolomak wegen Kuppelei aus dem Jahr 1927 theatralisch aufgerollt.

Beitragsfoto: Marianne Menke

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