Tischthemen beim Kunst StugA: überfüllte Seminare und gestrichene Praxiskurse

Gestrichene Gelder, die Modularisierung des Studiengangs und die daraus entstandene Streichung der Kunstpraxis-Kurse löst bei vielen Profil- sowie Nebenfächlern des Kunststudiengangs momentan Frustration und Unmut gegenüber der Uni aus. Doch durch all diese negative Stimmung entsteht auch Bewegung unter den Studierenden und diese zeigt sich immer deutlicher!

Viele Seminare sind überfüllt, weil die Modularisierung des Kunst Studiengangs bisher noch nicht so funktioniert, wie es anscheinend von der Institutsleitung geplant war. Häufig stehen Studierende vor den Türen der Veranstaltungsräume und hören von dort aus zu, bis sie einen Platz ergattern können oder sie weggeschickt werden, weil es zu voll ist. Die Teilnehmerlisten auf Stud.IP bringen vor allem in Hinsicht auf das Verbot für Anwesenheitslisten relativ wenig. Es stehen teilweise bis zu 25 Studierende mehr im (oder vor dem Raum) und auch die Dozierenden wirken zeitweise überfordert. Viele von ihnen machen trotzdem Listen, um sich wenigstens einen gewissen Überblick zu verschaffen. Währenddessen wird oft gefragt: „In welchem Semester sind Sie? Wenn Sie hier einen General-Studies-Schein machen möchten, können sie jetzt schon gehen, es ist sonst zu voll“.

Aber die meisten Studierenden, die einen General-Studies-Schein in diesen Kursen machen möchten, suchen nur nach einer Möglichkeit doch noch etwas Kunstpraxis in ihr Studium zu integrieren. Denn seit diesem Wintersemester „dürfen nur noch Lehrämtler die Praxiskurse als Pflichtseminare belegen. Alle anderen Kunststudierenden müssen es entweder über einen General-Studies-Schein versuchen oder eben darauf verzichten. Und das stört vor allem viele Erstsemester sehr! Darum haben sich einige dem Kunst StugA angeschlossen.

Der Kunst StugA („offiziell Kunst-Medien-Ästhetische Bildung“) trifft sich dieses Semester jeden Dienstag (12-14 Uhr). Sie wollen etwas an der aktuellen Lage verändern. In ihrem gemütlichen kleinen Raum besprechen sie an ihrem Wohnzimmer-Tisch alles gemeinsam. Die Tischthemen sind vielfältig, aber hauptsächlich dreht es sich unter dem Strich immer wieder um das Problemthema „Praxiskurse“. Für sie macht es keinen Sinn den Profilfächlern die Praxis zu streichen, auch wenn sie den Ansatz der Institutsleitung nachvollziehen können, dass der Fokus des Studiums auf dem kunstwisschaftlichem liegen soll.
„Über Kunst reden kann man sehr viel, aber wenn man es selbst nie praktiziert, ist es ja auch ein bisschen Schade. Und davon auszugehen, dass man das dann auf die Freizeit schieben oder verlegen sollte, ist halt auch nicht so schön“, findet der Kunst StugA. Für die Profilfächler gibt es dann im höheren Semester nur noch die Forschungs-Praxis, welche als Schwerpunkt methodisches Vorgehen hat. Aber keine künstlerische Praxis, welche sich ein Großteil der Erstis nun wünscht.

Über diese und weitere Fragen werden die Lehrenden und auch der Kunst-StugA heute (22.11.2017) im Rahmen vom „Tag der Lehre“ im großen Atelier (ab 10 Uhr) mit ihrem Studiengang sprechen. Bei Interesse könnt ihr euch gerne dem Gespräch anschließen! 

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