Aufbruch in die Sommerpause

Es ist mal wieder so weit: Die Vorlesungssäle leeren sich und nicht nur die Studis, sondern auch die EULe verabschiedet sich in die wohlverdiente Sommerpause. Ab dem 16. Oktober steht sie dir und deinen Kommilitonen natürlich wieder regelmäßig mit Veranstaltungstipps, dem neusten Campustreiben, hochschulpolitischen News und packenden Geschichten aus eurem Studileben zur Seite. Bis dahin werdet ihr nicht nur mit Zwischenrufen aus der Sommerpause versorgt, sondern es wird auch eine neue Sendung für unseren Blog vorbereitet. Es bleibt also spannend!

Nur zwei Eulen werden aus der Sommerpause nicht mehr in die Redaktion zurückkehren, mich mit eingeschlossen, da ich die Arbeit als Redakteurin zugunsten anderer Tätigkeiten wenigstens bis Dezember aussetzen muss.

So wie man das immer bei Verabschiedungen tut (es sei denn, man wäre erleichtert, weil der ehemalige Job sowieso immer ätzend war) blicke ich jetzt also etwas kitschig-nostalgisch auf meine Zeit in der Redaktion zurück …

Die EULe sorgte dafür, dass ich mehr als einmal vor die Kamera gezerrt wurde, mit einem Besen zwischen den Beinen den Quaffel gepasst oder auf dem Boulevard über Brüste auf Schürzen diskutiert habe. Sie brachte mich dazu, meinen neugierigen Rüssel überall reinzustecken und eine Menge dreister Frage zu stellen, immer zu viel oder zu wenig zu arbeiten, bis zum Abwinken Interviews zu transkribieren und mich stundenlang über die Bugs bei WordPress aufzuregen. Wegen der EULe habe ich ein, zwei Prinzipien über Bord geworfen, wurde mehrmals im Lui abgefüllt, hab mich jeden Dienstag einmal im GW2 verlaufen, mindestens tausend Mal erklärt, dass ich nicht in der Lila Eule (unserem größten Erzfeind) an der Stange tanze und Flyer mit einem nachgestellten Mug Shot von mir selbst verteilt, auf dem ich aussehe wie ein verkaterter Rockstar früh morgens auf dem Weg zur Campingtoilette. (Keine Angst, die nächste Flyeraktion kommt bestimmt). Durch die EULe habe ich eine ganze Menge nützliches und unnützes Wissen über autogenes Training, Dekolonisierung, die Worpsweder Käseglocke oder SAFFIRE II angehäuft. Dank ihr hat sich meine Artikelchronologie von „Catwalk Boulevard“ weiterentwickelt zu „Ringen um Prüfungsversuche scheitert im akademischen Senat“, weil sie mich vor die Herausforderung gestellt hat, über solche Dinge wie Urheberrechtsdebatten, Verwaltungskosten oder Prüfungsordnungen bitteschön spannende oder wenigstens lesbare Artikel zu schreiben. Außerdem habe ich eine Menge Leute gefunden, die mich inspiriert haben, darunter auch meine drei Lieblingskollegen, und ich bin auf die einzige Redaktion gestoßen, in der es nur Chefredakteure gibt, die alle gleich viel zu sagen haben und sich alle gegenseitig in den Arsch treten. Bis zum Schluss habe ich mit einigen Kollegen im Team versucht, aus der EULe ein queerfeministisches, mexikanisches Magazin zu machen und mich über jeden Like wie eine Schneekönigin… ähhh wie eine Schnee-Eule gefreut.

Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

Wer Lust auf so einen Job hat, sollte in der nächsten Zeit nach unserer Stellenausschreibung Ausschau halten. Mich wird man im nächsten Semester, dem fancy Praktikum sei Dank, nicht so häufig wie sonst auf dem Campus wiederfinden. Aber da mache ich mir keine großen Sorgen, denn ich werde bestimmt weiterhin fast regelmäßig auf dem Boulevard herumschleichen. So schnell bekommt man das neugierige EULe-Gen nicht wieder raus – genauso wenig wie die Federn übrigens.

Bildquelle für Eule: Pixabay.com, freigegeben unter CC0 Public Domain

 

2 Kommentare
  1. Jan-Niklas
    Jan-Niklas sagte:

    Liebe Caro,
    danke für diesen Rückblick. Es hat uns genau so viel Freude bereitet, mit dir zusammenzuarbeiten!
    Aber eine Frage habe ich ja… Wenn man einen Schnabel und einen Mund hat, kann man dann gleichzeitig essen und trinken?
    Und wie viel Zeit spart man dadurch durchschnittlich pro Tag ein?
    Liebst
    dein Jan-Niklas

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