SR-Wahlen: Die Hochrechnung

Die Wahlen für die studentischen Vertreter*innen im Studierendenrat (SR), im Akademischen Senat (AS) und in den Fachbereichsvertretungen sind abgeschlossen. Eine Woche lang konntet ihr wählen. Gestern wurden die letzten Stimmzettel in die Urnen geworfen. Im Anschluss daran begannen die Auszählungen. Die Fachbereichsvertreter*innen und die Sitzverteilung im AS stehen bereits fest, wurden jedoch noch nicht veröffentlicht. Die Auszählungen der Stimmen für die Listen und Parteien, die in den SR einziehen wollen, werden hingegen erst morgen abgeschlossen, doch die Hochrechnungen für die Sitzverteilung liegen der EULe bereits jetzt vor.

Die Zusammensetzung des SR ist das wohl interessanteste Ergebnis der Wahlen, da die Vertreter*innen im Studierendenrat ab kommender Woche die Sondierungsgespräche führen werden. Die Mehrheitsverhältnisse und der Ausgang dieser Gespräche werden darüber entscheiden, wie sich der neue AStA zusammensetzt. Der allgemeine Studierendenausschuss leistet die alltägliche politische Arbeit, verwaltet einen guten Teil der Gelder, die durch unsere Semesterbeiträge gesammelt werden und bietet diverse Beratungs- und Serviceangebote für Studierende. Einige der Positionen im AStA, wie der Vorstand und die Referate, sind mit einer finanziellen Vergütung verbunden. Die Verteilung dieser Positionen sind daher in den Sondierungsgesprächen stets wichtige Verhandlungsmasse. Die Listen und Parteien im SR müssen also eine Koalition bilden, mit der sie die Mehrheit der Stimmen im SR auf sich vereinen und sich auf die Verteilung der Positionen im AStA einigen können müssen.

Die Gruppierung im SR mit den meisten Sitzen wird also nicht automatisch den AStA stellen. Sie hat jedoch in den Sondierungsgesprächen die zunächst vorteilhafteste Ausgangssituation. Dies trifft den Hochrechnungen zu Folge dieses Jahr abermals auf die SPD-nahe Liste AfA (AStA für Alle) zu. Der Zwischenstand der Stimmenauszählungen prognostiziert sechs Sitze für AfA. Die einzige der zur Wahl angetretenen Gruppierungen, die laut den Hochrechnungen keinen Sitz im SR bekommen wird, ist die Liste 42. Diese war neben LINKE.SDS und dem StuZu Jura die einzige Gruppierung, die leider im Vorfeld der Wahlen auch nicht auf unsere Interviewanfrage reagiert hatte. Für LINKE.SDS und den StuZu Jura wird dieses Jahr immerhin jeweils ein Sitz prognostiziert. Diese Listen haben gegenüber der Liste 42  den Vorteil, dass sie bereits in den Vorjahren angetreten und von uns vorgestellt worden waren.

Der aktuelle Zwischenstand der Auszählungen birgt noch ein großes Fragezeichen. Dem RCDS und der LHG werden jeweils ein Sitz im SR prognostiziert. Wer von den beiden einen zweiten Sitz bekommt, wäre nach dem aktuellen Zwischenstand noch eine Frage, über die das Los entscheiden müsste. Beide Listen haben demnach die exakt selbe Anzahl an Stimmen zu verzeichnen. Doch wie erwähnt sind alle diese Ergebnisse nur vorläufig. Nach Abschluss der Auszählungen wird die EULe-Redaktion sich an die Wahlkommission wenden, um die offiziellen Ergebnisse der SR- und der übrigen Gremienwahlen zu erlangen. Diese findet ihr dann selbstverstänlich auch hier auf dem Blog.

Hier aber erst einmal eine Graphik für euch, die die hier verschriftlichen Zwischenergebnisse und die Zählstände der bislang nicht erwähnten Gruppierungen veranschaulicht. Der Studierendenrat besteht aus 25 Vertreter*innen. Dies ist die voraussichtliche Sitzverteilung:

Vorläufige Ergebnisse der SR-Wahl 2017. Graphik: EULe

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