Es ist wieder so weit! Wir haben Januar, die Zeit, in der viele Studierende es bereits geschafft haben oder noch daran arbeiten, so auszusehen  ↑

Die Uni teilt sich in die beiden Lager ‚prokrastinierst du noch‘ oder ‚lernst du schon‘ und währenddessen wächst bei den meisten Studis der Stresspegel weitaus schneller als der erworbene Wissensschatz. Viele kennen sich aus eigenen Erfahrungen bereits sehr gut damit aus, was das für die Leistungsfähigkeit und die Psyche bedeutet. Wir von der EULe können das nicht zulassen und wollen euch in diesem Semester den ultimativen Guide für eine entspannte Prüfungsphase an die Hand geben! Mit einer raffinierten Auswahl an Expertenmeinungen und den nützlichsten Tipps eurer Mitstudierenden, gesammelt auf unserem Campus.


Prüfungsstress oder Prüfungsangst hat in den meisten Fällen wenig mit dem Fachwissen an sich zu tun. Wer sich aber mit den Gründen seiner Prüfungsangst auseinandersetzt, dem fällt es leichter, Strategien dagegen zu finden. (So heißt es zumindest im Ratgeber Plus: Ausbildung+Studium der R+V Krankenversicherung). Grundsätzlich stimmt das, man sollte aber zusätzlich auch die spezielle Situation einiger Studierenden berücksichtigen. In einigen Fällen hat deren Stresspegel nicht nur aber auch etwas mit einer hohen Anzahl an Referaten, Prüfungen und Projektabgaben zu tun, die sich lustig auf kleinstem Zeitraum auftürmen. Da gerät wahrscheinlich jeder in Stress, der nicht zufällig Vampir ist und keinen Schlaf braucht, sodass er dem Tag alle 24 Stunden zum Lernen abringen kann. Hilfreich für eine kleine Selbstanalyse sind die Tipps aber trotzdem.

Also, was führt zu Prüfungsangst und erhöht den Stress?

Unrealistische persönliche Erwartungen: Eigentlich eine unbegründete Versagensangst. Wer sich nicht unter 1,3 zufrieden geben kann, wird auch nicht entspannt lernen können.

Druck von außen: Ausgelöst durch Eltern, Freunde oder Kommilitonen.

Schlechte Vorbereitung: Hier ist die Versagensangst durchaus begründet.

Zukunftssorgen: Die Angst vor den Prüfungen wird überdeckt von Leistungsdruck oder der Sorge, keinen guten Job zu finden.

Erfahrung mit nicht bestandenen Prüfungen

 

Wenn Punkt drei auf euch zutrifft, wird euch wahrscheinlich nichts anderes übrig bleiben, als zu lernen, um euren Prüfungsstress zu reduzieren. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, um die Nerven zu beruhigen:

Sport treiben: Hat man schon zu oft gehört, stimmt aber wirklich. Wer sich bewegt, baut das Stresshormon Cortisol ab und wird entspannter. Außerdem schafft die körperliche Betätigung ein Gleichgewicht zur „Gehirnarbeit“ und verbessert die Schlafqualität. Wer sonst nicht gerne Sport treibt, dem wird es auch in der Prüfungsphase schwer fallen, aber wie wär’s vielleicht erstmal mit ’nem kleinen Spaziergang oder einer Runde auf dem Rad?

Autogenes Training und Entspannungsübungen: Autogenes Training sorgt erwiesenermaßen für Entspannung, braucht jedoch ein Bisschen Erfahrung. Doch auch einfachere Übungen können schon helfen. Ein Tipp für Einsteiger: Jeden Tag konsequent 5 bis 10 Minuten in entspannter Atmosphäre und angenehmer Haltung die Augen schließen und versuchen, an nichts zu denken sondern nur auf die Atmung zu konzentrieren. Wenn euch doch ein Gedanke oder ein Geräusch ablenkt, versucht euch davon zu befreien und kehrt wieder zur Atmung zurück. Mit zunehmender Übung die Sitzungen verlängern.

Ausreichend Schlafen: Klingt nach Großmutterweißheit, beeinflusst aber positiv eure Aufmerksamkeit, das Arbeitsgedächtnis und die Stimmungslage.

Prüfungssituation analysieren: Überlegt euch, welche Konsequenzen eine schlechte Prüfung im „Ernstfall“ haben könnte. Ist dadurch wirklich der ganze Erfolg eures Studiums gefährdet? Welchen Einfluss hat die Prüfung? Könnt ihr sie wiederholen?

Erwartungen überprüfen: Wenn ihr euch durch die Erwartungshaltung anderer unter Druck gesetzt fühlt, sprecht dies offen an. Vielleicht ist das nur euer persönlicher Eindruck und eure Ängste sind  eigentlich unbegründet.

Freiräume schaffen: Egal, wie viele Aufgaben warten, nehmt euch wenigstens einmal am Tag Zeit für euch selbst. Füll sie mit für euch sinnvollen Aktivitäten, das senkt den Stresspegel, ein Belohnungseffekt entsteht und ihr könnt Kraft für die nächste „Lernsession“ tanken.

Und  was sagen die Bremer Studis dazu?

Weitere Infos:

Noch nicht motiviert genug? Dann findet ihr hier unseren Artikel aus dem Sommersemestern mit Studierenden, die euch verraten, was sie an der Prüfungsphase so lieben.

Wenn Stress für euch über die Prüfungen hinaus ein Thema im Studium ist, schaut euch doch mal den PDF-Ratgeber „Rückenwind“ mit Tipps und Studien der Wissenschaftler am House of Competence in Karlsruhe an.

Bildquelle Header, Bücher, Smiley: pixabay.com 

2 Kommentare
  1. Magda
    Magda sagte:

    Ich habe auch lange Zeit an Prüfungsangst gelitten.
    Keine Tipps, die man so im Internet findet, wollten so recht helfen, bis ich es schließlich mit Hypnose versucht habe.
    Dabei stellte sich heraus, dass meine Angst vor Prüfungen auf ein Erlebnis in der Grundschule -das erste Referat – zurückzuführen ist.
    Wir haben dann diese Situation einige Male gedanklich durchgespielt bis aus Angst schließlich Mut wurde.
    Seit dem keine Prüfungsangst mehr. Nur noch gesunder, leistungsfördernder Prüfungsstress :-)
    Liebe Grüße
    Magda

    Antworten
  2. Jan-Niklas
    Jan-Niklas sagte:

    Danke für deinen wertvollen Kommentar! Wenn du für ein Gespräch mit der Redaktion zum Thema Hypnose zur Verfügung stehen würdest, melde dich gerne bei uns. Wir würden dies gerne aufgreifen. Schreib uns einfach eine Mail an eule@uni-bremen.de
    Vielen Dank!

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