Studierende des FB3 wüssten bereits etwas mit dem Titel anzufangen. Kurios, da fällt es auch leicht mit dem Zeigefinger gleich auf Leute zu zeigen und „Nerds“ zu schreien. Besoffen von Club Mate und mit Rückenbeschwerden ins MZH. Schubladendenken über die FB3-Studis.

Jeden Tag kann man die Spezies „Informatikstudi“ in seinem natürlichen Habitat, dem MZH, beobachten. Dem Licht scheu isolieren sich diese digitalaffinen Kreaturen in geselliger Atmosphäre im Praktikumspool des MZH von der eher durchschnittlichen Gesellschaft. Eine Landschaft von Laptops erschwert es, irgendwelche Bücher auf den Tisch zu platzieren. Aber der geneigte FB3-Einheimische braucht auch keine Bücher, das Geld wird sowieso für Red Bull und Club Mate gebraucht, wie sonst könnte man um 3 Uhr nachts noch weitermachen? Die Welt ist sowieso schon in einer Fülle von PDFs zusammengefasst, alles andere war es wohl nicht wert, um in eine PDF konvertiert zu werden. Das rege Tastaturengehämmere bedeutet Heimat für diese Lebewesen, etwas kann nicht stimmen wenn man es nicht hört. Dementsprechend kommt es aber auch dazu, dass die Nachfrage nach einem Stift zu reger Verwirrung und Diskussion führen kann. Sollte man sich diesen Menschen nähern wollen, wäre dies also kein guter Konversationsstarter und kann eventuell dazu führen, dass aus einer lebenskritischen Unsicherheit heraus der Informatikstudi den Kontakt durch reges Bildschirmstarren zu unterbinden versucht. Aber auch unterwegs ist es schwer, die Spezies anzutreffen. Die Cafeteria im GW2 ist über eine Brücke zum MZH verbunden, Wege sind minimal sodass sie sich dem Licht nur sehr kurz aussetzen müssen, zu ihrer eigenen Sicherheit. Zum ZPA gehen sie auch nicht denn sie haben ihr eigenes dezentrales Prüfungsamt noch im gleichen Gebäude. In Vorlesungen organisiert sich die Spezies in klarer Unterteilung. Ganz vorne sitzen die etwas kommunikationsbedürftigeren Exemplare, welche sich auch leicht für etwas begeistern können. So wie Hunde mit ihrem Schweif wedeln, so leuchten die Augen des Studis der ersten Reihe, wenn Vorteile und Nachteile eines Kommunikationsprotokolls erläutert wurden. In den mittleren Reihen befinden sich die eher ruhebedürftigeren Teile der Gruppe. Sie sind häufig mit zentrierten Blick mit der Vorlesung selbst oder mit ihren Laptop beschäftigt, aber mit keines von beiden so wirklich. Die halbgeschlossenen Augen können durch dröges Tischstarren ein wenig heruntergespielt werden, immerhin ist man ja erschienen. Ein wenig selbstbewusster sind die letzten Reihen in einer Vorlesung. Laptop an Laptop und mit Mehrfachsteckerleisten ausgerüstet, gesellen sich diese Exemplare im regen Spiel und Medienkonsum. Zuzuhören war von Anfang an nicht im Konzept und Vorlesungsfolien werden später studiert, bei Bedarf. Ein gelegentlicher Schrei entweicht wenn es im Spiel nicht so gut läuft, aber zum Glück ist die Distanz zum Vortragenden groß genug, dass man drüber hinweg sehen kann. Die öffentliche Frage, ob man eben etwas für den Inhalt der Vorlesung nachgooglen kann, ist geschickt durch einen Bildschirm der Größe 15,6′ Zoll gelöst, denn dahinter lässt es sich prima verstecken.

Ei ei ei, aber es sei gesagt. Lacht ruhig über die Klischees, findet ein Stückchen Wahrheit in ihnen und dennoch, Schubladendenken vernebelt das Beurteilungsvermögen und jeder Studi wird euch ganz individuell von einer anderen Welt berichten, wenn es sich wie bei uns heute zum Beispiel ums FB3 handelt.

Kleiner Tipp: Gebt den Artikel-Titel unterm folgenden Link ein:
http://www.unit-conversion.info/texttools/convert-text-to-binary/

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