Morgen, am 29.04., tagt erstmals im neuen Semester der Akademische Senat (AS), das höchste beschlussfassende Gremium der Universität. Doch alles, was hierbei noch von Relevanz für den Kampf um die Kürzungen sein wird, ist die Beantwortung der Frage:

Geht der Kampf sang- und klanglos zu Ende oder regt sich die geschlagene Studierendschaft noch ein letztes mal?

Die vergangenen Sitzungen waren immer wieder von massiven Protesten begleitet und meistens sogar gesprengt worden. Der Grund dafür: Der AS sollte in letzter Instanz die Kürzungspläne der Politik durchsetzen, die schon lange zuvor in und außerhalb der Bremer Bürgerschaft Protestaktionen und Demonstrationen von Studierenden ausgelöst hatten. Die konkrete Verteilung der Kürzungen über die verschiedenen Fakultäten und Bereiche der Universität hatte allerdings aufgrund des studentischen Widerstands nicht beschlossen werden können. Also entschied Rektor Bernd Scholz-Reiter auf Anraten mehrerer im AS vertretener Professor*innen, die demokratische Legitimierung der Kürzungen durch das höchste beschlussfassende Gremium der Uni zu umgehen. In den vergangenen Semesterferien wurden die Kürzungspläne im Eilverfahren durchgeboxt. Das Ziel des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) war bis dato die weitere Verzögerung der AS-Entscheidung gewesen, um die Kürzungsthematik im Rahmen des Wahlkampfes auf die politische Bühne zurückzuholen. Obwohl die Pläne des AStaAs durchkreuzt worden sind, lässt sich dieser nicht unterkriegen. Er reagierte mit einem empörten offenen Brief an die Bremer Bildungssenatorin (hier abruf- und downloadbar) und ruft morgen erneut zur Unmutsbekundung in der AS-Sizung auf. Hier wird sich Scholz-Reiter für das Eilverfahren rechtfertigen müssen. Beginn der Sitzung ist 08.30 Uhr im Raum GW2 B3009.

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