Die vorlesungsfreie Zeit ist nun vorbei und wir machen ein Resümee. Haben wir geschafft, was wir uns vorgenommen hatten? Konnten wir aus der Zeit etwas Schones oder Sinnvolles gewinnen? Konnten wir Geld im Urlaub verprassen und zuhause mal komplett abschalten? „Ach, das ist doch verrückt!“ schimpft mein Vater wenn ihm erzähle dass ich zwischen Anfang Februar und Ende April keinen Stundenplan zu befolgen habe. Und doch sitze ich hier mit so manch einer Aufgabe im Kopf die es zu erledigen gilt und ich mir denke: „Das kann ich noch morgen erledigen, da hab ich auch den Tag über Zeit.“ Und dann ist eine Woche vergangen.

 

So ein Plan, wie Hannes ihn uns erst vor zwei Tagen präsentiert hat, ist schon was Gutes. Wie leicht fällt es einem, die ein oder andere faule Stunde zu rechtfertigen bis dann der ganze Tag um ist? Ich schaff es tatsächlich, mir eine strikte Arbeitsphase einzuteilen und dann immer noch spontane Gründe zu finden, sie nicht einzuhalten. Letztendlich habe ich die Fachgespräche bewältigt, gute Noten für meine Hausarbeiten bekommen und so manch Freizeitprojekt weitergeführt und mich selbst ein wenig weitergebildet. Doch immer wieder bin erstaunt wie ich das alles schaffe wenn ich sonst manchmal das Gefühl habe, die Faulheit selbst zu verkörpern. Es ist doch schon ein Luxus, mal eben so zwei Monate frei selbst einzuteilen, ausschlafen zu können und Zeit für allerlei Freizeitaktivitäten zu haben, während andere immer mit einem verschwitzen Blick in den Kalender feststellen müssen, dass ihr Stundenplan zu dicht bepackt ist. Nun andere dagegen haben auch in der vorlesungsfreien Zeit schwer zu schuften. Bachelorarbeit und andere Großprojekte fressen Zeit ohne Ende und mit der Selbstdisziplin zu ringen macht nicht viel Spaß.

 

Nichtsdestotrotz schätze ich mich glücklich, über gewisse Freiheiten während des Studiums zu verfügen. Wir haben Zeit für neue Möglichkeiten, Projekte in Angriff zu nehmen und viele Dinge zu erleben. Selbst mit zwei Referatsabgaben, zwei Fachgesprächen und zwei Hausarbeiten wie in meinem Falle, hatte ich eine Menge Zeit für andere Dinge und dafür bin ich dankbar. Wie ist dies bei euch? Wie empfindet ihr die vorlesungsfreie Zeit?

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