{"id":88,"date":"2021-01-06T12:16:45","date_gmt":"2021-01-06T11:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ethnogang\/?p=88"},"modified":"2021-01-06T12:16:45","modified_gmt":"2021-01-06T11:16:45","slug":"beobachten-und-protokollieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ethnogang\/2021\/01\/06\/beobachten-und-protokollieren\/","title":{"rendered":"Beobachten und Protokollieren"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber die Weihnachtsferien wurden wir von unseren Dozenten beauftragt, ein Beobachtungsprotokoll zu schreiben. Dies haben wir vorher im Tutorium ge\u00fcbt.\u00a0 Pers\u00f6nlich finde ich die Beobachtungsaufgabe sehr interessant, auch wenn es mir gerade am Anfang schwer gefallen ist, Beobachtung und Interpretation zu trennen. Die \u00dcbung hat mir geholfen, einen ersten Eindruck davon zu bekommen, wie es ist, eine Beobachtung durchzuf\u00fchren und alle m\u00f6glichen Eindr\u00fccke und Beobachtungen so schnell wie m\u00f6glich aufzuschreiben.<\/p>\n<p><strong>Beobachtungsaufgabe<\/strong><\/p>\n<p>Um 12.35 \u00f6ffne ich die wei\u00dfe T\u00fcr, die zu der K\u00fcche f\u00fchrte. Die K\u00fcche ist ger\u00e4umig und einladend. Die Inneneinrichtung ist gr\u00f6\u00dftenteils in Wei\u00df und Schwarz gehalten. Auf der Theke stehen zwei Pizzakartons. Ich setze mich auf einen schwarzen Stuhl. Meine Schwester, Ina, sitzt an einem dunkelbraunen Tisch, sie tr\u00e4gt einen dunkelblauen Pulli und schwarze Leggins. Der Raum duftet nach Sp\u00fclmittel und im Hintergrund h\u00f6rt man eine Geschirrsp\u00fclmaschine laufen. Meine Schwester konzentriert sich auf das iPad vor sich und tippt darauf mit einem wei\u00dfen Apple pencil herum. Sie g\u00e4hnt ausgiebig. Sie wippt mit ihrem Bein. Vor ihr steht ein durchsichtiges Glas mit Wasser, aus dem meine Schwester gelegentlich trinkt. Es ist jetzt schon 12.40 Uhr und im Hintergrund sind nun Schritte zu h\u00f6ren und jemand klimpert mit seinen Schl\u00fcsseln. Der Himmel, den man gut aus dem K\u00fcchenfenster am Ende des Tisches sehen kann, verdunkelt sich und es ziehen Regenwolken auf. Abgesehen davon sieht man einen kahlen Baum und einen Busch mit bereits verwelkten Bl\u00e4ttern. Meine Schwester g\u00e4hnt wieder. Bei dem Versuch die Aufgabe zu l\u00f6sen, redet sie leise vor sich hin. Um 12.45 frage ich sie, wie es mit ihrer Aufgabe vorangeht. Sie antwortet, sie habe sich die Aufgabe angeguckt und w\u00fcrde sich jetzt aber Regelungstechnik zuwenden. Weiterhin tippt sie besch\u00e4ftigt auf ihrem Tablet rum. Da es in der K\u00fcche immer dunkler wird, fragt Ina mich, ob ich das Licht anmachen kann. Nachdem ich das bejahe, stehe ich auf und bet\u00e4tige den wei\u00dfen Lichtschalter. Die K\u00fcche wird nun von warmen Licht durchflutet. Als ich mich wieder hingesetzt habe, arbeitet Ina weiterhin konzentriert. Sie schenkt sich etwas zu trinken nach, diesmal Bananensaft gemischt mit ein wenig Kirschsaft.<\/p>\n<p>Sie widmet sich wieder ihrer Arbeit. In der Ecke der K\u00fcche f\u00e4llt mir unsere Katze auf, die sich auf den wei\u00dfen Fliesen des K\u00fcchenbodens zusammengerollt hat und schl\u00e4ft. Sie ist schwarz-grau getigert und hat wei\u00dfe Pfoten. Ich blicke auf die Uhr und sehe, dass es 12.50 Uhr ist. Meine Beobachtung ist also beendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Weihnachtsferien wurden wir von unseren Dozenten beauftragt, ein Beobachtungsprotokoll zu schreiben. Dies haben wir vorher im Tutorium ge\u00fcbt.\u00a0 Pers\u00f6nlich finde ich die Beobachtungsaufgabe sehr interessant, auch wenn es mir gerade am Anfang schwer gefallen ist, Beobachtung und Interpretation zu trennen. 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