08 – Der Anfang ist nah! Die große Reflektion…

Reflektionsaufgabe 1 | Was haben Sie bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt: (a) in der Schulpraxis in diesem Semester und (b) durch die Beschäftigung mit den Aufgaben in diesem Seminar?

(a) Bezüglich dem Medieneinsatz in der Schulpraxis habe ich gelernt, dass dieser leider gar nicht oder sehr selten von LehrerInnen genutzt wird (die Nutzung von TV-Geräten natürlich ausgenommen!). Wenn er in den Unterricht eingebunden wird, dann nur vereinzelt und nicht kontinuierlich. LehrerInnen älteren Jahrgangs haben einen viel geringeren (bis gar keinen) Bezug zum Medieneinsatz im Unterricht, wo hingegen jüngere LehrerInnen sich eher der Vielfalt an medialen Möglichkeiten bedienen. Trotzdem hält sich dieses bei den jüngeren immer noch sehr in Grenzen. An meiner Schule lag es zum Teil auch an der mangelhaften Ausstattung und Funktionalität der Computerräume.

(b) Ich habe in diesem Seminar gelernt, dass der Medieneinsatz im Unterricht ein unglaublich weites, für mich noch gefühlt endloses, Feld ist und ich in der Seminarzeit eine wirkliche Vorstellung vom medialen Einsatz im Unterricht bekommen habe (abgesehen von den Standarddingen wie z.B. TV-Geräte, Beamer, Internetrecherche am Computer). Das Wissen, was ich mir dank der Aufgaben aneignen konnte, macht mich noch neugieriger noch mehr über weitere Möglichkeiten des Medieneinsatzes im Bio- und Chemie-Unterricht zu erfahren, um zu gucken welche ich für meinen zukünftigen Unterricht gebrauchen möchte. Ich kann auf jeden Fall von mir behaupten, dass ich durch das Seminar für dieses Thema angefixt worden bin.

Reflektionsaufgabe 2 | Was hätten Sie gerne noch in diesem Seminar bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt? Also: was hat Ihnen gefehlt? Was sollten wir nächstes Mal mehr thematisieren? Vertiefen? Vielleicht auch weglassen?

Gefehlt hat mir in diesem Seminar nichts. Ich habe gefühlt sehr viel Input bekommen, mit dem ich super weiterarbeiten kann.                                                 Die Teilaufgabe 2 der KW 17 fand ich persönlich nicht so spannend. Artikel lesen und dazu Fragen beantworten sind die typischen Seminaraufgaben, wobei mir wenig hängen bleibt. Vielleicht war es im gegebenen Zusammenhang sinnvoll, jedoch erinnere ich mich trotzdem daran, dass ich es als nicht besonders lehrreich empfunden habe.

Reflektionsaufgabe 3 | Medienwirklichkeit der Schülerinnen und Schüler: Wie haben sie die Mediennutzung der SuS im Vergleich zu Ihrer eigenen Schulzeit erlebt? Kompetent(er)? Den Lehrenden voraus? Unreflektiert? Am Smartphone klebend? Gar nicht – weil niemand (eigene) Medien nutzen durfte?

Leider kann ich die Mediennutzung der SuS nicht mit meiner eigenen vergleichen, da ich diese zu meiner Schulzeit gar nicht erleben konnte (Abi 1998).

Als ich an meiner Praktikumsschule mit einer 6. Klasse am Computer Tiersteckbriefe in einer word-Datei erstellt habe, war so gut wie kein Vorwissen der SuS vorhanden mit einer word-Datei zu arbeiten. Damit meine ich die Benennung und das Anlegen einer Datei in einem bestimmten Ordner und – simpel, aber wichtig – das Zwischenspeichern des Erarbeiteten.

Sehr auffallend war die extreme Motivation der SuS am Computer zu arbeiten. Es schien etwas ganz Besonderes zu sein. Dementsprechend war die Konzentration und Produktivität der SuS überdurchschnittlich hoch. Als die SuS die Aufgabe erledigt hatten, wurde ich umgehend darum gebeten diese Arbeitsform zu wiederholen.

Reflektionsaufgabe 4 | Wie wird sich Schule bzgl. Methodeneinsatz und Medieneinsatz in ihrer zukünftigen Karriere als Lehrerinnen und Lehrer (also die nächsten 35 bis 40 Jahre) verändern? Und wie beabsichtigen sie, sich da auf dem Laufenden zu halten?

Die Tendenz der Veränderung des Medieneinsatzes ist für mich ganz klar. Natürlich wird es stetig mehr werden und es werden auch immer mehr neue Geräte auf den Markt kommen, die auf den Medieneinsatz im Unterricht ausgelegt sind oder ihn vereinfachen. Zudem wächst die „Mediengeneration“ heran, wobei ich damit besonders auf die zukünftigen Lehrergenerationen anspielen möchte. Die entscheiden ja nun leider zu oft, welche Methoden im Unterricht angewendet werden. Die aktuell jungen LehrerInnen haben schon einen viel engeren Bezug zum Medieneinsatz im Unterricht als ihre KollegInnen, die kurz vor der Rente stehen und die zukünftigen LehrerInnen werden wieder einen engeren, oder vielleicht besser gesagt, anderen Bezug zum medialen Einsatz im Unterricht haben. Dementsprechend ist dieser, meiner Meinung nach, ein dynamischer Prozess der langfristig zu einer immer weiter ansteigenden Tendenz des medialen Einsatzes im Unterricht führt.

Die Möglichkeiten, die ich sehe mich in diesem Bereich weiter fortzubilden, sind im noch universitären Rahmen weitere Veranstaltungen zum Thema „ Methoden und Medieneinsatz“ wahrzunehmen. Später im Beruf werde ich mich mittels Fortbildungen zu diesem Thema weiterbilden bzw. updaten. Wünschenswert wäre sich aus Eigeninitiative zu informieren und herumzustöbern. Das Internet setzt dem ja keine Grenzen, ganz im Gegenteil. Jedoch muss dafür die Eigenmotivation extrem hoch oder die nötige Disziplin vorhanden sein, da diese Art der Beschäftigung mit „Methoden und Medieneinsatz“ zeitaufwendig sein kann. Dem sind wiederum keine Grenzen gesetzt….

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