Aufgabe 3: Gestalten

Aufgabe 3: Gestalten

Bitte skizzieren sie eine eigene Idee auf Basis des gewählten didaktischen Modells, wie man damit einen Unterricht gestalten könnte.

Ich möchte gerne eine Unterrichtsgestaltung basierend auf dem didaktischen Modell „Erkundung“ vorstellen:

Als ich die Kurzbeschreibung zur „Erkundung“ durchgelesen habe, dachte ich sofort, dass dieses das perfekte Modell für einen Biologieunterricht ist und mir kam im gleichen Moment eine Unterrichtsidee, die mir vor einiger Zeit ein Kollege geschildert hatte. Ich war von der Unterrichtsmethode begeistert, hatte aber bis dato leider noch keine Gelegenheit diese den SuS anzubieten. Jetzt habe ich erfreulicherweise die Möglichkeit diese Methode gedanklich weiter auszupfeilen, um sie hoffentlich bald anwenden zu können.

Es handelt sich hierbei um die Freilandbeobachtung von Früh-, Sommer- und Spätblühern bezüglich ihres sukzessiven Verhaltens. Ich befinde mich mit dieser Unterrichtsidee in der 5./6. Klasse (Oberschule) in der Unterrichtseinheit „Pflanzen und Tiere in ihrem Lebensraum kennenlernen“.

Um mit dem Thema „Pflanzen“ zu beginnen, eignet es sich auf den Frühling zu warten, um mit den Frühblühern einsteigen zu können. Nachdem die SuS vorbereitend die bekanntesten Frühblüher kennengelernt haben, kann die Freilandbeobachtung beginnen.

In der lehrergesteuerten Vorbereitungsphase wird den SuS das Modell der Freilandbeobachtung erklärt. Darin enthalten sind die Erklärung zur Vorbereitung der Beobachtungfläche, die Aufgabenstellung und die Beobachtungsdauer. Die theoretische Einführung sollte die Lehrkraft mit einer kurzen Power Point Präsentation veranschaulicht darstellen. Dann werden (optimalerweise) 3er-Gruppen gebildet, die eine Beobachtungsfläche betreuen. Die schülerInnengesteuerte Vorbereitungsphase umfasst die Suche, das Vermessen und das anschließende Markieren eines geeigneten Beobachtungfeldes. Die Voraussetzung dieser Freilandbeobachtung ist, dass die Schule über einen grünen Schulhof mit ausreichender wilder Grünfläche und/oder eine angrenzende oder nah gelegene Grünfläche verfügt, die für ca. acht SuS-Gruppen vegetativ abwechslungsreiche Beobachtungsflächen bietet und zumindest anteiligen Wildwuchs hat, d.h. also verlässlich nicht gemäht wird.

Nachdem alle SuS-Gruppen ihre Beobachtungsfläche ausgewählt haben, beginnt die Durchführungsphase. Nun ist es wichtig die erste Momentaufnahme der Fläche zu protokollieren.

Folgende Fragestellungen sollen dabei berücksichtigt werden:

  1. Welche Pflanzen wachsen auf Eurer Beobachtungsfläche? Schreibt die Namen auf!
  1. Wie viel Boden bedecken die jeweiligen Pflanzenarten?

Bei der Dokumentation der Pflanzenarten und -häufigkeiten sollen die SuS neben dem Beobachtungsprotokoll auch Fotos machen.

Die SuS sollen die Pflanzen auf ihre Beobachtungsfläche nun den ganzen Sommer über beobachten und vegetative Veränderungen feststellen. Bei jedem Kontrollbesuch, der alle ein bis zwei Wochen stattfindet, sollen die SuS ein Beobachtungsprotokoll anfertigen und Fotos machen.

Das Ende der Freilandbeobachtung führt die Auswertungsphase ein. Hierbei sollen die SuS ihre erhobenen Daten auswerten.

Folgende Fragestellungen sollen dabei berücksichtigt werden:

  1. Welche Pflanzenarten wuchsen in welchen Monaten auf Eurem Beobachtungsfeld?
  2. Welche großen und/oder überraschenden Veränderungen konntet ihr feststellen?

Die Auswertung sollen die SuS am Computer vornehmen. Für die Wuchszeit der Pflanzenarten sollen Tabellen erstellt werden. Ebenfalls sollen die Fotos in das Auswertungsdokument eingefügt werden. Frage 2 soll in Textform beantwortet werden.

Optional haben bereitwillige SuS-Gruppen die Möglichkeit ihre Auswertung von der Klasse zu präsentieren, wobei als Präsentationsgrundlage auf das Auswertungsdokument zurückgegriffen wird, um den SuS weitere Arbeit zu ersparen.

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