digitales Werkzeug RSS-Reader

Die Aufgabe, alle aufgeführten RSS-Reader einmal auszuprobieren und anschließend kurz zu kommentieren finde ich persönlich etwas schwierig.

Um sich die einzelnen RSS-Reader anschauen und benutzen zu können, ist es notwendig sich bei jedem Reader mit seiner Emailadresse zu registrieren. Das hat mir nicht so gut gefallen. Dafür, dass ich die meisten Reader nur kurz anschauen möchte, um mich dann später für einen zu entscheiden, mit dem ich zukünftig arbeite, ist mir die Informationsgabe zu viel.

Deshalb habe ich mich für Feedly entschieden, ohne mir die restlichen fünf RSS-Reader angeschaut zu haben. Warum habe ich Feedly gewählt? Weil dieser Reader schnell und problemlos über mein Hotmail-Konto zu installieren war und er wohl einer der bekanntesten RSS-Reader ist, zumindest laut der Internetquelle des links „Feedreader“.

Und ehrlich gesagt bin ich damit erst einmal ausgelastet Feedly überhaupt zu verstehen und halbwegs richtig zu benutzen. Mit dieser Aufgabe ist es für mich das erste Mal etwas von RSS-Readern gehört zu haben. Von da her muss ich erst einmal den Sinn und die Handhabung dessen verstehen. Gerade beim anfänglichen Ausprobieren und Herumspielen ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich Feedly wie eine Suchmaschine benutzen möchte.

Nach meinem jetzigen Verständnis ist Feedly super einzusetzen, wenn ich nach Medienberichten suchen möchte, am besten aktuelle Geschehnisse. Je genauere Suchangaben ich mache (z.B. Thema, Titel), desto bessere Ergebnisse erzielte ich.

Nun frage ich mich weiter, wie ich dieses digitale Werkzeug gut in meinem Chemie- bzw. Biologieunterricht einsetzen kann? Hier kann ich die Gelegenheit nutzen aktuelle Vorfälle bzw. Geschehnisse aus der Biologie/Chemie von den SuS recherchieren zu lassen. Oder vielleicht ja auch bestimmte Ereignisse in der Mediengeschichte, z.B. „Chemieunfälle in der deutschen Industrie“. Gut, diese SuS-Aufgaben könnte ich aber auch mit google machen lassen.

Vielleicht ist der RSS-Reader eher ein geeigneteres tool für mich zuhause für die Unterrichtsvorbereitung…..

Irgendwie kann ich mit diesem neuen Wissen noch nicht ganz so viel anfangen…   Ich bin schon gespannt auf die kommenden Aufgaben und der weiteren Beschäftigung mit dem RSS-Reader….

 

04 – DIGITALE UND DIDAKTISCHE WERKZEUGE

1) Nennen sie zwei Methoden-Werkzeuge, die sie besonders interessant für ihre Fächer finden und vorher noch nicht kannten. Skizzieren sie kurz den möglichen Einsatz in einem Fachunterricht. Hätten sie auch schon ggf. erste Idee, wie sie digitale Medien hierbei einsetzen könnten?

Kritische Bild-Analyse

Die Kritische Bild-Analyse kann zum Beispiel im Chemieunterricht zu den Themen Werbung – Chemie der Hautpflege – und Werbung – Energiereiche Stoffe: Zucker, Fette, Alkohole – benutzt werden. Das fachliche Hintergrundwissen muss vor der Anwendung dieser Methode im Unterricht bereits ausführlich behandelt worden sein. Deshalb empfiehlt es sich die Kritische Bild-Analyse am Ende einer Unterrichtseinheit einzusetzen.

Hierbei sollen die SuS in 2er- bis 3er-Gruppen eigenständig Werbungen im Internet recherchieren und in ihren Gruppe a) die gewählte Werbung verstehen, b) analysieren und c) kritisch bewerten. Dazu sollen die SuS folgende Leitfragen berücksichtigen:

  1. Wer oder was ist abgebildet?
  2. Welche Handlungen, Tätigkeiten, Beziehungen sind erkennbar?
  3. Welche Bedeutung haben: Perspektive, Ausschnitt, Umgebung, Belichtung, Farben, Aussehen, Haltung, Gestik, Mimik der abgebildeten Personen?
  4. Soll ein bestimmter Eindruck vermittelt werden? Welcher?
  5. Wie empfinden wir die Szene? Welchen Eindruck vermittelt sie uns?
  6. Welches fachliche Hintergrundwissen haben wir gelernt, um das Bild angemessen verstehen zu können? Welche Information fehlt uns evtl. noch?

Nachdem sich die SuS-Gruppen intensiv mit ihrer Werbung beschäftigt haben, stellt jede Gruppe ihre Werbungen mithilfe eines Beamers vor und präsentiert ihre dazugehörigen Analyseergebnisse. Im Anschluss zu jeder Präsentation ist eine zeitlich angemessene Klassendiskussion wünschenswert.

 

Standbild/ Szenische Spiel

Das Standbild bzw. die Szenische Darstellung eignen sich meiner Meinung primär zum Transfer und /oder der Verständnisfestigung von bisher Gelerntem.

Im Chemieunterricht kann mit dieser Methode wunderbar auf Teilchenebene gearbeitet werden. Die SuS können zum Beispiel die Aufgabe bekommen die drei Aggregatzustände von Wasser mithilfe eines Szenischen Spiels darzustellen. Dazu sollen vorab 6er-Gruppen gebildet werden. Anschließend bekommt jede Gruppe eine knappe Arbeitsanweisung wie z.B.: Stellt schmelzendes Eis/ kochendes Wasser/gefrierendes Wasser dar!

Die galvanische Zelle kann hingegen sehr gut mithilfe eines Standbildes dargestellt werden. Die Gruppeneinteilung und Arbeitsanweisung wären in diesem Fall wie oben beschrieben, nur zum Thema galvanische Zelle.

Bei der Präsentation der Ergebnisse können Fotos als Dokumentationsmaterial geschossen werden (soweit die SuS damit einverstanden sind) und anschließend für die Erstellung eines Posters, z.B. für. den Klassenraum, verwendet werden.

Aufgabe 3: Gestalten

Aufgabe 3: Gestalten

Bitte skizzieren sie eine eigene Idee auf Basis des gewählten didaktischen Modells, wie man damit einen Unterricht gestalten könnte.

Ich möchte gerne eine Unterrichtsgestaltung basierend auf dem didaktischen Modell „Erkundung“ vorstellen:

Als ich die Kurzbeschreibung zur „Erkundung“ durchgelesen habe, dachte ich sofort, dass dieses das perfekte Modell für einen Biologieunterricht ist und mir kam im gleichen Moment eine Unterrichtsidee, die mir vor einiger Zeit ein Kollege geschildert hatte. Ich war von der Unterrichtsmethode begeistert, hatte aber bis dato leider noch keine Gelegenheit diese den SuS anzubieten. Jetzt habe ich erfreulicherweise die Möglichkeit diese Methode gedanklich weiter auszupfeilen, um sie hoffentlich bald anwenden zu können.

Es handelt sich hierbei um die Freilandbeobachtung von Früh-, Sommer- und Spätblühern bezüglich ihres sukzessiven Verhaltens. Ich befinde mich mit dieser Unterrichtsidee in der 5./6. Klasse (Oberschule) in der Unterrichtseinheit „Pflanzen und Tiere in ihrem Lebensraum kennenlernen“.

Um mit dem Thema „Pflanzen“ zu beginnen, eignet es sich auf den Frühling zu warten, um mit den Frühblühern einsteigen zu können. Nachdem die SuS vorbereitend die bekanntesten Frühblüher kennengelernt haben, kann die Freilandbeobachtung beginnen.

In der lehrergesteuerten Vorbereitungsphase wird den SuS das Modell der Freilandbeobachtung erklärt. Darin enthalten sind die Erklärung zur Vorbereitung der Beobachtungfläche, die Aufgabenstellung und die Beobachtungsdauer. Die theoretische Einführung sollte die Lehrkraft mit einer kurzen Power Point Präsentation veranschaulicht darstellen. Dann werden (optimalerweise) 3er-Gruppen gebildet, die eine Beobachtungsfläche betreuen. Die schülerInnengesteuerte Vorbereitungsphase umfasst die Suche, das Vermessen und das anschließende Markieren eines geeigneten Beobachtungfeldes. Die Voraussetzung dieser Freilandbeobachtung ist, dass die Schule über einen grünen Schulhof mit ausreichender wilder Grünfläche und/oder eine angrenzende oder nah gelegene Grünfläche verfügt, die für ca. acht SuS-Gruppen vegetativ abwechslungsreiche Beobachtungsflächen bietet und zumindest anteiligen Wildwuchs hat, d.h. also verlässlich nicht gemäht wird.

Nachdem alle SuS-Gruppen ihre Beobachtungsfläche ausgewählt haben, beginnt die Durchführungsphase. Nun ist es wichtig die erste Momentaufnahme der Fläche zu protokollieren.

Folgende Fragestellungen sollen dabei berücksichtigt werden:

  1. Welche Pflanzen wachsen auf Eurer Beobachtungsfläche? Schreibt die Namen auf!
  1. Wie viel Boden bedecken die jeweiligen Pflanzenarten?

Bei der Dokumentation der Pflanzenarten und -häufigkeiten sollen die SuS neben dem Beobachtungsprotokoll auch Fotos machen.

Die SuS sollen die Pflanzen auf ihre Beobachtungsfläche nun den ganzen Sommer über beobachten und vegetative Veränderungen feststellen. Bei jedem Kontrollbesuch, der alle ein bis zwei Wochen stattfindet, sollen die SuS ein Beobachtungsprotokoll anfertigen und Fotos machen.

Das Ende der Freilandbeobachtung führt die Auswertungsphase ein. Hierbei sollen die SuS ihre erhobenen Daten auswerten.

Folgende Fragestellungen sollen dabei berücksichtigt werden:

  1. Welche Pflanzenarten wuchsen in welchen Monaten auf Eurem Beobachtungsfeld?
  2. Welche großen und/oder überraschenden Veränderungen konntet ihr feststellen?

Die Auswertung sollen die SuS am Computer vornehmen. Für die Wuchszeit der Pflanzenarten sollen Tabellen erstellt werden. Ebenfalls sollen die Fotos in das Auswertungsdokument eingefügt werden. Frage 2 soll in Textform beantwortet werden.

Optional haben bereitwillige SuS-Gruppen die Möglichkeit ihre Auswertung von der Klasse zu präsentieren, wobei als Präsentationsgrundlage auf das Auswertungsdokument zurückgegriffen wird, um den SuS weitere Arbeit zu ersparen.