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Juli 13th, 2015

KW 28 – Abschlussreflexion

Posted by Ines Elisabeth in Allgemein  Tagged

Reflexionsaufgabe 1 | Was haben Sie bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt: (a) in der Schulpraxis in diesem Semester und (b) durch die Beschäftigung mit den Aufgaben in diesem Seminar?

a)  Im Praxissemester habe ich an meiner Praktikumsschule einiges über den Einsatz von Medien im Unterricht gelernt: sie können die SuS motivieren und Freude am Thema bringen. Oftmals ist der Medieneinsatz an Schulen jedoch durch die lokalen Einrichtungen etc. eingeschränkt oder schwierig.

b) Durch die Beschäftigung mit den Aufgaben dieses Seminars habe ich allerdings nichts über Medien im Unterricht gelernt.

Reflexionsaufgabe 2 | Was hätten Sie gerne noch in diesem Seminar bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt? Also: was hat Ihnen gefehlt? Was sollten wir nächstes mal mehr thematisieren? Vertiefen? Vielleicht auch weglassen?

Ich hätte es für angebrachter gehalten, ein praktisches Seminar zu belegen, in dem die tatsächliche Nutzung und der damit verbundene Umgang mit unterschiedlichen Medien (Whiteboards etc.) thematisiert wird. Grundsätzlich habe ich dieses Seminar eher als zusätzliche Belastung empfunden, als dass es mir hilfreich erschienen wäre.

Reflexionsaufgabe 3 | Medienwirklichkeit der Schülerinnen und Schüler: Wie haben sie die Mediennutzung der SuS im Vergleich zu Ihrer eigenen Schulzeit erlebt? Kompetent(er)? Den Lehrenden voraus? Unreflektiert? Am Smartphone klebend? Gar nicht – weil niemand (eigene) Medien nutzen durfte?

In meinen Augen sind die SuS nicht mehr oder weniger technisch begabt als SuS vor 20 Jahren – den SuS vor 20 Jahren standen nur einfach nicht die technischen Möglichkeiten zur Verfügung, die den SuS heute zur Verfüngung stehen. Ich habe nur wenige SuS „am Smartphones klebend“ erlebt – an vielen Schulen gibt es ein Handyverbot, worin sich das Verhalten der SuS begründet.

Reflexionsaufgabe 4 | Wie wird sich Schule bzgl. Methodeneinsatz und Medieneinsatz in ihrer zukünftigen Karriere als Lehrerinnen und Lehrer (also die nächsten 35 bis 40 Jahre) verändern? Und wie beabsichtigen sie, sich da auf dem Laufenden zu halten?

Ich denke oder hoffe, dass es innerhalb der nächsten Jahre immer mehr Schulen geben wird, deren Klassenräume standardmäßig mit Beamern oder Whiteboards ausgestattet sind. Um diese Medien kompetent nutzen zu können, halte ich es für wichtig, regelmäßig Schulungen zu besuchen, die die Nutzung eben dieser thematisiert.

 

Juni 21st, 2015

Miniprojekt 3 | Medienpraxis: Digitale Werkzeuge/Unterrichtsmaterialien im Unterricht einsetzen

Posted by Ines Elisabeth in Allgemein  Tagged

1. (Medien-)Didaktische Analyse der Unterrichtseinheit

In meiner Unterrichtseinheit (ab jetzt UE) im Fach Deutsch in einer achten Klasse einer Oberschule zum übergeordneten Thema Lyrik, habe ich mich im Speziellen mit verschiedenen Stimmungen bzw. Atmosphären in  Gedichten bzw. Songs auseinandergesetzt. Als Unterrichtsgegenstände waren hierbei besonders Goethes „Erlkönig“ sowie Rammsteins „Dalai Lama“ von besonderer Bedeutung.

Ziele der UE waren den SuS vor Augen zu führen, dass Lyrik sie im Alltag umgibt, in der Musik, die sie hören, und nicht nur altertümliche Verse und Strophen in ihren Büchern sind, sowie das erkennen verschiedener Stimmungen und die weiterführende Analyse dahingehend, durch welche Merkmale solch eine Atmosphäre entstehen kann. Die hierbei genutzten Methoden waren unter anderem digital-medialer Natur. Youtube und CDs zur Wiedergabe digitaler Medien haben genauso Einsatz gefunden wie klassische Arbeitsblätter oder Gruppenarbeiten mit der Aufgabe, Strophen szenisch umzusetzen.

 

2.Dokumentation der Unterrichtsdurchführung unter besonderer Berücksichtigung der digitalen Medien und methodischen Einbindung.

Den Song „Dalai Lama“ von der bekannten deutschen Band Rammstein, die besonders im anglo-amerikanischen Ausland große Erfolge feiert, habe ich vor die Analyse des Gedichts „Der Erlkönig“ in die Reihenfolge der UE gestellt. Mir war bewusst, dass die SuS diese Ballade bereits in einem vorangegangenen Schuljahr behandelt hatten und ich wollte beobachten, ob sie während der Arbeit am Song erkennen, dass dieser ähnliche, wenn nicht sogar gleiche Strukturen wie die Ballade aufweist – so viel sei einmal vorweg genommen: sie haben es erst sehr, sehr spät erkannt.

So habe ich den Song erst einmal ohne beiliegende Texte anhören lassen und beim zweiten Hören dann den Songtext dazu gegeben, damit die SuS mitlesen können. Hierbei ließ sich beobachten, dass sie SuS tatsächlich konzentrierter zuhörten, als sie den Text zum Mitlesen vor sich hatten. Beim ersten Hören war es vielen schwer gefallen, sich so lange einfach nur auf das Hören zu konzentrieren – immerhin ist der Song 5:38 Minuten lang.

Weiterhin habe ich z.B. YouTube Videos genutzt. Hierbei habe ich den Erlkönig sowohl von den „Jungen Dichter[n] und Denker[n]“ (JDD) genutzt, als auch die Version von „Deutschlands schnellstem Rapper“ Kollegah. Klar zu erkennen war, dass die Version der JDD eine ganz andere Reaktion seitens der SuS hervorgerufen hat als die des Rappers Kollegah. Während der Rapper neutral, wenn nicht mit einer gewissen Begeisterung betrachtet wurde, bestand bei der JDD Version eher ein Gefühl von „Fremdschämen“ unter den SuS. Dies mag einerseits daran liegen, dass der Beitrag bereits ein gewisses Alter hat, andererseits hat es sicherlich auch damit zu tun, wie die Situation in diesem Fall inszeniert ist. Hier wird sich lediglich des Mittels Hip Hop bedient, um alte Gedichte möglichst modern erscheinen zu lassen, ohne aber zu reflektieren, warum dies geschieht. Nach dem Betrachten dieser Videos habe ich auch mit den SuS darüber gesprochen, woran es liegt, dass ihnen ein Video gefällt, während das andere „durchfällt“, obwohl sie doch auf dem selben Inhalt basieren. Die schlussendlich von allen geteilte Ansicht war, dass es ganz klar an der Authentizität liegt. Kollegah versucht lediglich einen Text möglichst schnell wiederzugeben und vertont diesen dann auch. Schon die Anwesenheit des Moderators in der Aufnahmekabine kam den Lernenden wie ein Störfaktor vor. Was von den JDD „abgeliefert“ wurde, war den SuS einfach peinlich. Nicht authentisch, war das allgemeine Urteil. Als ob jemand, der vorher mit Rap nie etwas zu tun gehabt hätte, auf einmal meint, Rap wäre genau sein Metier. Oder wie Kollegah sagen würde „Das hat mit Hip Hop nichts zu tun“.

 

3. Reflektion der Unterrichtssequenz bzgl. des Einsatzes der digitalen Medien

 

Problematisch beim Einsatz des Mediums „YouTube“ ist vor allem, dass es längst nicht an allen Schulen in den Klassen Whiteboards oder Beamer gibt. So tuen sich erste schwierige Situationen auf, wenn ein Medienraum benötigt wird und dessen Nutzung terminlich vorher abgesprochen werden muss.

Dennoch bin ich der Meinung, dass genau solche YouTube Videos für die Motivation der SuS förderlich sein kann, da sie erkennen, dass Themen in der Schule nicht nur dort ansässig sind, sondern sie auch in ihrem alltäglichen Leben beeinflussen.

Auch das gemeinsame Hören von Songs macht etwas mit den SuS. Ich habe mich ganz bewusst für Rammstein entschieden, weil ich den Eindruck hatte, dass es sich hierbei um eine Band handelt, die sonst im Alltag der Lernenden keine Rolle spielt. Hier habe ich sie also mit einer anderen Art von Musik konfrontiert. Sie konnten so ihren kulturellen Horizont erweitern und gleichzeitig einen wichtigen Unterrichtsgegenstand erarbeiten.

 

Juni 14th, 2015

Persönlicher Wissensradar – KW23

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Aufgabe 2

Da ich da Gefühl hatte, dass Feedly nicht der richtige Reader für mich ist, habe ich den Reader gewechselt und nutze jetzt Flipboard. Das funktioniert auch super – nur nicht für die vorgeschlagenen Lehramtsblogs. So kann ich zwar lesen, was andere Nachrichtenseiten zum Thema „Lehramt“ oder „digitale Medien“ schreiben, den Eindruck, dass es aber für mich eine spezifische Informationsquelle darstellt, habe ich nicht. Das nervt. Immerhin habe ich so einiges ausprobiert – vielleicht bekomme ich es auch einfach nicht hin. Trotzdem bietet das ein hohes Frustrationspotential. So ein Reader ist schön. Ich habe den Eindruck, dass ich ein wenig tiefergehender über das grundsätzliche Weltgeschehen informiert bin, aber mein spezifisches Interessengebiet der Nutzung digitaler Medien im Unterricht nicht bedient wird. Bedauerlich.

 

Aber eine Seite auf der ich mich vor Kurzem angemeldet habe, ist

http://www.4teachers.de/ .

Ich weiß, ich weiß – eine sehr bekannte und beliebte Seite. Hierbei handelt es sich um eine Seite, auf der Lehrkräfte, ReferendarInnen, und Studierende Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen können und qua Anmeldung Zugriff auf das Material anderer Nutzer haben. Es gilt quasi das Prinzip „eine Hand wäscht die andere“. Du teilst dein Material und hoffst, dass du zu einem anderen Zeitpunkt Material anderer Nutzer dir zu eigen machen kannst. Weiterhin bietet die Seite ein Forum, in dem Probleme und Fragen diskutiert werden können. Also vielleicht einfach mal schauen, ob etwas passendes dabei ist.

 

 

 

Mai 28th, 2015

Auf dem Laufenden… bleiben!

Posted by Ines Elisabeth in Allgemein  Tagged

Aufgabe 1

b. Nein. Habe ich nicht mitgekriegt

 

Aufgabe 2

Feedly: Feedly verbindet fast alles: von Facebook, über verschiedene Blogs bis hin zu verschiedenen RSS Feeds, die man verfolgen kann.

Flipboard: Flipboard war von Anfang an auf meinem Smartphone – ich wusste nie wofür. Offensichtlich ist es eine magazin-ähnliche App, die ich „durchblättern“ kann, um an Informationen zu gelangen.

Pulse: Das besondere an Pulse ist, dass man sich online Browser Seiten anschaut. Um diese auch offline lesen zu können, muss man sie „cachen“.

Feedreader: Feedreader stellt stark RSS Feeds in der Fokus der Anwendung.

Bloglovin: Bei dieser Anwendung stehen Blogs im Vordergrund. Es wirkt, als ginge es hier speziell um Lifestyle, Beauty und andere artverwandte Themen.

Digg | Reader: Soweit ich Informationen finden kann, befindet sich dieser Reader noch in der Beta Phase – doch scheint hauptsächlich positive Bewertungen zu bekommen.

the old reader: the old reader ist wie der Name schon vermuten lässt ein „altes“ Reader Format – es beschränkt sich auf das Web und ist nicht auf mobilen Endgeräten zu nutzen.

 

Insgesamt halte ich Feedreader für eine sehr gute Möglichkeit, über aktuelle Themen informiert zu bleiben – also kein „randioser Zeitfresser“.

 

Ich werde mich in den nächsten Tagen mit Pulse beschäftigen und mich dann wieder melden!

 

… so, einige Tage mit Pulse und gar nicht einmal so viel zu berichten:

 

Die Bedienung von Pulse ist relativ einfach, wenn nicht sogar intuitiv. Nach der Anmeldung bei LinkedIn kann man über die Pulse App bestimmen, welchen Themen, Personen oder Ähnlichem man folgen möchte. Beim regelmäßigen öffnen der App, sieht man sich dann mit einer Art Bilder-Fächer konfrontiert, der in Überschriften die dazugehörigen Artikel ankündigt. Wie bereits gesagt simpel in der Einrichtung und Bedienung. Außerdem wird ein breites Repertoire an Themen angesprochen, die Infomationsbreite ist angemessen.

Mein einziger Makel an diesem Feed ist, dass er bei mir als Nutzerin eher den Eindruck vermittelt, Arbeitgeber und -nehmer in der freien Wirtschaft anzusprechen. Als zukünftige Lehrkraft fühle ich mich wenig angesprochen – auch wenn mir eine solche Art der Informationsbeschaffung durchaus zusagt.

Mai 17th, 2015

Didaktische Werkzeuge

Posted by Ines Elisabeth in Allgemein  Tagged

Aufgabe 1

Durch meine Fächerkombination aus Deutsch und Politik sind für mich in den meisten Fällen handlungsorientierte Methoden bzw. Werkzeuge von besonderem Interesse. Oftmals habe ich den Eindruck, dass diese bei den SuS auch Anklang finden – dennoch sollten diese nicht vollständig ausgereizt und in jeder Stunde zur Anwendung kommen.

Interessant finde ich – wenn man den medialen Kontext einbezieht – die Aufzeichnung und spätere Analyse einer Talkshow oder aber die Erarbeitung und Aufzeichnung eines Beitrages für eine Fernseh- oder Radiosendung. Bei letzterem besteht meiner Meinung nach ein größerer Spielraum bezüglich der medialen Ausstattung der Schulen, da mittlerweile jedes Mobiltelefon die Möglichkeit der Aufnahme eine Audiodatei gewährleistet, während nicht davon ausgegangen werden kann, dass Filme gedreht werden können.

Wichtig ist es mir weiterhin, dass solche medialen Aufgaben von den SuS sehr gut in ihren Gruppen vorbereitet werden und das entstehende Produkt im Nachhinein im Klassenverbund analysiert wird. Hierbei sollte sowohl auf Inhalte als auch auf rhetorische Präsentation und Überzeugungskraft der Darstellung eingegangen werden.

 

Aufgabe 2

Leider sind die politikdidaktischen Methodenkisten bereits angegeben. Dennoch lässt sich auch hierzu ein kurzer Überblick geben.

Besonders positiv empfinde ich hierbei den Umfang der Methoden und die chronologische Anordnung nach „Einsteigen“, „Ideen sammeln“, „Selbstständig lernen“, „Austauschen“, „Argumentieren“, „So tun, als ob“, „Kreativ sein“, „Präsentieren“, „Feedback geben“ und „Aktiv werden“. Die Methodenkiste gibt viele Anregungen und konkrete Umsetzungsideen für einen vielfältigen, politischen Unterricht. Aus der Perspektive eines medial orientierten Unterrichts ist allerdings anzumerken, dass Medien in der Methodenkiste tendenziell wenig vorkommen. Dies hat natürlich seine Vorteile: in weniger gut ausgestatteten Schulen können auch diese Methoden genutzt werden. Nachteilig ist es sicherlich, wenn im Unterricht ein Fokus auf dem Medieneinsatz liegen soll.

 

Mai 6th, 2015

Methodenüberblick

Posted by Ines Elisabeth in Allgemein  Tagged

Aufgabe 1+2

Ich habe mich mit der Fallmethode auseinandergesetzt – nicht zuletzt, weil diese im Politikunterricht zu den klassischen Methoden gehört. In jedem methodischen und didaktischen Lehrwerk der Politik wird sich etwas darüber finden lassen. Ich möchte mich im Folgenden auf Sibylle Reinhardts „Politikdidaktik“ (2012, 121-133) und Reinhardts und Richters „Politikmethodik“ (2011) beziehen.

 

Das Fallprinzip ist eine Art des exemplarischen Lernens. Wichtig ist hierbei, dass der Fall nicht nur „Aufhänger“ oder Impulsgeber für den Unterricht ist, sondern das grundlegende Prinzip des Unterrichts darstellt. Ein Fall lässt immer durch eine spezifische Besonderheit auf ein allgemeines Problem schließen. Durch die Bearbeitung eines Falles können Kenntnisse und Erkenntnisse erworben werden. Weiterhin wird die Empathiebildung unterstützt und ein Perspektivwechsel seitens der SuS geschult.

 

Aufgabe 3

Für eine Unterrichtsstunde, in der ich eine Fallanalyse anwenden würde, wäre für mich das Medium Beamer im Zusammenspiel mit einem Tablet, Laptop oder PC als erstes von Bedeutung. Ich würde diese Medien dazu nutzen, einen Fall, ein exemplarisches Einzelbeispiel vorzuführen. Hierfür eignet es sich sicherlich, sich durch die vielen Polit Talkshows der öffentlich rechtlichen Sender zu wühlen. Oftmals lassen sich hier ebensolche „Einzelschicksale“ finden, anhand derer ein komplexerer Sachverhalt erarbeitet werden kann.

Während des mehrfachen Abspielens des Beitrags sollen sich die SuS Notizen dazu machen, welche Informationen über die Person bekannt werden. Diese werden dann in einem nächsten Schritt – je nach Ausstattung des Klassenraumes – entweder mithilfe eines OHP oder der Tafel gesammelt. Nachdem diese Basisinformationen nun also gesammelt sind, könnte man den SuS erlauben, mit ihren Smartphones entweder in EA oder PA weitere Informationen zu dieser Person im Internet zu sammeln. Auch diese können später an Tafel oder OHP ergänzend gesammelt werden. Als Abschluss der Stunde sollte dann sinnvollerweise der Bezug dieser vielen Informationen zu einem Fall auf ein großes Ganzes stehen, d.h. verdeutlicht werden, inwiefern dieser Fall exemplarisch für etwas anderes steht.

Die in dieser Skizze gewählten Medien sollten also dazu dienen, Interesse zu wecken, Informationen zu erlangen und diese für alle grundsätzlich festzuhalten.

April 28th, 2015

„Unterrichtsmethoden in der kaufmännischen Praxis“ (Teilaufgaben 04+05)

Posted by Ines Elisabeth in Allgemein  Tagged

04. Beobachtungsauswertung/ 05. Diskussion der Stunde

Ich durfte zwei Stunden beobachten: eine Doppelstunde Deutsch in einer achten Klasse zum Thema Kurzgeschichten und eine Doppelstunde Politik in einer zwölften Klasse zur grundsätzlichen Fragestellung „Wie funktioniert Interessenvertretung in Deutschland?“. Meine Beobachtungsauswertung möchte ich mit letzterer starten.

 

Politik

Die Doppelstunde fand in den ersten beiden Stunden statt, was zur Folge hatte, dass einige Schülerinnen und Schüler zu spät zum Unterricht erschienen. Nach und nach wurde die Klasse also vollzähliger. Der Großteil des Unterrichts bestand in kurzen Vorträgen bzw. Ansagen oder Einleitungen durch die Lehrkraft sowie das klassische fragend-entwickelnde LehrerInnen-SchülerInnen Gespräch. Großteil bedeutet in diesem Fall, dass ca. 75% der Doppelstunde so gearbeitet wurde. Die restlichen 25% gestalteten sich durch vorgegebene Einzelarbeit, die tatsächlich allerdings eher durch Partner- bzw. Gruppenarbeit geprägt war. Das Hauptmedium der Stunde war sicherlich die Tafel, an der Programmabläufe, Arbeitsaufträge und Schaubilder gesammelt wurden. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Tafel ausschließlich vom Lehrkörper genutzt wurde und sich die Schülerinnen und Schüler Notizen sowie Abschriften in ihre Collegeblocks machten. Eine einzelne, mediale Ausnahme bildet das Smartphone, das während einer „Einzelarbeits“phase genutzt werden durfte, um inhaltlich relevante Themen des Unterrichts nachzuschauen.

Das Gespräch mit der Lehrkraft am Ende der Doppelstunde ergab, dass diese den Unterricht bewusst so lehrerzentriert konzipiert hatte, da in der vorangegangenen Doppelstunde die Klasse hatte relativ frei arbeiten dürfen. In dieser vorigen Doppelstunde war tatsächlich allerdings verhältnismäßig wenig erarbeitet worden. So hatte sich die Lehrperson dafür entschieden, den Stoff der letzten Stunde noch einmal zu wiederholen und dieses Mal auf eine andere Methodik zu setzen, sodass die Lernenden zu sicheren Ergebnissen gelangen. Ich denke, dieses Ziel ist in der Doppelstunde durchaus erfüllt worden. Weiterhin denke ich, obwohl ich bei selbiger Lehrkraft schon Doppelstunden gesehen habe, die medial sehr ansprechend gestaltet waren, dass solch ein Politikunterricht stark die Realität an vielen deutschen Schulen abbildet. Auch in meinen bereits absolvierten Praktika waren die hauptsächlich genutzten Medien Tafel, Arbeitsblätter und – wenn vorhanden – Overheadprojektoren. Diese Medien bereiten den Nutzern in den wenigsten Fällen Probleme (wenn man mal von kaum oder gar nicht mehr vorhandener Kreide absieht).

In vielen Klassen ist es weiterhin nicht gestattet – im Gegensatz zu meinem Beispiel – Smartphones im Unterricht zu nutzen. Einerseits verstehe ich die Bedenken vieler Lehrer und Lehrerinnen, dass nicht nur relevante Themen recherchiert werden, sondern auch soziale Netzwerke oder Ähnliches besucht wird. Andererseits denke ich, dass Smartphones einfach nicht mehr aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler wegzudenken sind und sie deshalb produktiv in das Unterrichtsgeschehen mit eingebunden werden dürfen.

 

Deutsch

Kommen wir nun also zum Deutschunterricht. Auch diese Doppelstunde fand in den ersten beiden Stunden statt. Dank der jüngeren Altersstufe waren hier allerdings alle Schülerinnen und Schüler pünktlich. Da es sich bei der Lehrkraft um einen Teil der Klassenleitung handelt, war eine kurze Anfangsphase der Stunden für Klassenthemen vorgesehen. Danach stand die Kontrolle der Hausaufgaben auf dem Plan und wie sich herausstellte, hatte ein Großteil der Schülerinnen und Schüler keine bzw. absolut nicht ausreichende Hausaufgaben gemacht. So musste die Lehrperson einen kurzen Vortrag darüber halten, welche Bedeutung Hausaufgaben haben und welche Konsequenzen nicht gemachte Hausaufgaben nach sich ziehen – ein jeder wird in seiner Schulzeit wohl schon einmal einen solchen Vortrag gehört haben und ein jeder, der an diesem Kurs teilnimmt, wird in Zukunft den ein oder anderen solchen Vortrag halten.

Nachdem die eigentlich geplanten Stunden nun aufgrund mangelnder Basis nicht stattfinden konnten, musste umgeschwenkt werden und die Klasse bekam Aufgaben aus ihrem Arbeitsheft, die sie in eben diesem oder ihren Schulheften zu erledigen hatten. Diese Arbeit nahm das Gros der Doppelstunde in Anspruch. Die Schülerinnen und Schüler sollten in Einzelarbeit arbeiten und abgesehen von marginalen Seitengesprächen und kurzer Tuschelei, fand die Arbeit auch wie gefordert statt. Circa eine halbe Stunde vor Stundenende begann der Lehrkörper mit der Besprechung der angefertigten Aufgaben. Dies fand wiederum im fragend-entwickelnden LehrerInnen-SchülerInnen Gespräch statt. Durch provokante Thesen versuchte die Lehrperson die Schülerinnen und Schüler aus der Reserve zu locken und ihnen neue Perspektiven auf ein bis dato indiskutables Thema aufzuweisen. Nur wenig wurde mit dem Medium Tafel gearbeitet. Sie wurde lediglich genutzt, um eine Hausaufgabe anzuschreiben.

Auch in diesem Fall hatten die äußeren Umstände dafür gesorgt, dass die Lehrkraft ihr eigentliches Konzept von Unterricht verändern musste. In diesem Fall waren allerdings die Schülerinnen und Schüler zu stark eigenverantwortlichem Arbeiten gezwungen. Lediglich die Besprechung der Aufgaben benötigte eine gewisse Zentrierung um die Lehrperson. Auch in diesem Fall kann man wieder feststellen, dass die genutzten Medien kaum potenzielle Probleme bieten: sobald bei einer Schülerin oder einem Schüler das Arbeitsheft fehlt, lassen sich die entsprechenden Seiten kopieren und der produktiven Arbeit steht nichts mehr im Wege.

Grundsätzlich glaube ich, nachdem ich schon einige Stunden Deutschunterricht besuchen durfte, dass dies der typische Umgang mit Medien im Deutschunterricht ist. Er bietet normalerweise viele Möglichkeiten Filme, Audio-Dateien oder Ähnliches einzubinden. Auch die Methodik, die in dieser Doppelstunde angewendet wurde, entspricht eher nicht den vielen Möglichkeiten, die der Deutschunterricht bietet. Allerdings muss man auch ehrlich eingestehen, dass die am besten vorbereitete Stunde in sich zusammenfällt, wenn die Grundlage auf Seiten der Schülerinnen und Schüler nicht gegeben ist.

April 23rd, 2015

„Unterrichtsmethoden in der kaufmännischen Praxis“ (Teilaufgaben 01+02)

Posted by Ines Elisabeth in Allgemein  Tagged ,

01. Erwartungen an den Artikel

Dem Titel des Artikels lässt sich entnehmen, dass hier Unterrichtsmethoden in der „kaufmännischen Praxis“ im Fokus stehen sollen. Deshalb gehe ich davon aus, dass hier tendenziell eher auf die berufliche Bildung eingegangen wird. Dennoch gehe ich davon aus, dass sich die methodischen Ansätze nicht allzu sehr von den mir bisher bekannten unterscheiden werden. Ich erwarte also, dass die beschriebenen Methoden mir nicht gänzlich unbekannt sind.

 

02. „Was hat sie überrascht bzw. war anders, als sie es erwartet haben?“ „Warum ist das aber so?“

Genau genommen hat mich der grundsätzliche Inhalt des Artikels nicht sonderlich überrascht. Nach zwei bereits absolvierten Praktika und zwei Monaten Praxissemester ist mir mehr als klar, dass der Schulalltag durch Frontalunterricht und Fragend-entwickelnde Lehrer-SchülerInnen-Gespräche dominiert ist. Hinsichtlich der Einzelarbeit war ich allerdings etwas erstaunt, da ich speziell im Praxissemester erleben kann, wie viel Wert mittlerweile auf soziales Lernen und Wissensvermittlung von SchülerInnen für SchülerInnen gelegt wird. Womöglich lässt sich dieser Fakt jedoch bereits dadurch klären, dass ich den Unterricht in einer Oberschule beobachte, während der Artikel Bezug auf kaufmännische Klassen nimmt.

Weiterhin kann ich anmerken, dass auch Fächer wie Deutsch und Politik vom Frontalunterricht und FEG geprägt sind. Dies ist laut eigener Aussage von LehrerInnen durch die nicht so positive Arbeitsmoral der SuS zu erklären, die in Phasen der Gruppenarbeit oftmals in Privatgespräche verfallen und somit weniger effizient das Thema erarbeiten. In diesem Fall liegt ein meiner Meinung nach sehr ähnliches Szenario wie im Artikel vor: in kurzer Zeit muss eine große Menge an Lernstoff erarbeitet werden. Da durch das von Klassenarbeiten und Klausuren gezeichnete Schulsystem dieser wichtiger erscheint als soziales Lernen oder der Erwerb von Kommunikationskompetenzen, fallen diese hinten weg und Frontalunterricht und FEG drücken dem Bild des Unterrichts ihren Stempel auf.

 

Grundsätzlich überrascht hat mich hingegen, wie stark der Artikel Bezug zu meinem bisherigen Wissen und Verständnis von Unterricht anknüpft. Der Fokus wird nicht so stark auf den kaufmännischen Unterricht gelegt wie ich erwartet bzw. sogar befürchtet hatte. Abschließend kann ich also feststellen, dass es bei diesem Artikel um einen handelt, der recht gut die momentane Realität an vielen (nicht nur berufsbildenden) Schulen abbildet.

April 13th, 2015

Hallo alle miteinander…

Posted by Ines Elisabeth in Allgemein  Tagged

… hier also die erste kleine „Vorstellungsrunde“:

 

Ich bin  Ines und studiere Deutsch und Politik. Der Deutschunterricht ist dahingend besonders, als dass Deutsch Verständigung als auch Gegenstand des Faches in einem ist, während der Politikunterricht es sich zum Ziel gemacht hat, mündige BürgerInnen zu erziehen.

Wenn ich an meine eigene Schulzeit erinnere, denke ich gerne an eine sehr motivierte Politiklehrerin zurück, die den Unterricht durch vielfältige Methoden und starke inhaltliche Anbindung des Unterrichts an die Alltagswelt der SuS so gestaltet hat, dass Politik spannend und kein „Laberfach“ mehr war.

In meiner Schulzeit habe ich so einiges an Mediennutzung mitbekommen: Tageslichtprojektoren, Tafeln, CD Player, Whiteboards und sogar einen Filmprojektor. Dieser stammte vermutlich aus den 1960er Jahren und ließ sich auch durch die liebevolle Behandlung eines Lehrers, der mindestens genauso lange an der Schule war wie der Projektor, nicht zum Laufen bewegen. Abschließend betrachtet kann ich nicht sagen, dass mich ein Medium mehr zum Lernen ermutigt hätte als ein anderes.

Seitdem ich an der Universität bin, ist der Laptop immer mehr in mein Leben gerückt: Recherchieren, Hausarbeiten schreiben oder eben Blog Einträge verfassen gehört mittlerweile genauso dazu wie morgens einen Kaffee zu trinken. Auch das Smartphone ist nicht mehr wegzudenken. Als ständiger Begleiter hält es mich auf dem Laufenden und sorgt dafür, dass bspw. durch WhatsApp soziale Kontakte trotz Studium an vielen verschiedenen Universitäten deutschlandweit aufrecht erhalten werden. Das Fernsehen verliert für mich allgemein immer mehr an Bedeutung, da es viele gute Online Angebote gibt, die ich individualisieren und somit meinen persönlichen Interessen angleichen kann – im Gegensatz zum regulären TV Programm.

  1. Das Internet macht das Leben als Lehrerin/Lehrer vielfältiger,
    weil es in jeder Hinsicht viele neue Möglichkeiten bereitstellt.
  2. Digitale Medien wie z.B. Interactive Whiteboards, Tablets oder das Internet werden für die Schule der Zukunft unverzichtbar sein.
  3. Smartphones in der Schule sind oftmals Herausforderung und Ablenkung, können allerdings auch aktiv in den Unterricht eingebunden werden.

Das war’s Leute. Schönen Abend noch!

April 13th, 2015

Hallo Welt!

Posted by Ines Elisabeth in Allgemein

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