{"id":13,"date":"2023-05-18T12:17:55","date_gmt":"2023-05-18T10:17:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/dsouzafe\/?p=13"},"modified":"2023-05-18T12:17:55","modified_gmt":"2023-05-18T10:17:55","slug":"englischunterricht-zwischen-selektion-und-inklusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/dsouzafe\/2023\/05\/18\/englischunterricht-zwischen-selektion-und-inklusion\/","title":{"rendered":"Englischunterricht zwischen Selektion und Inklusion"},"content":{"rendered":"<p><strong><span style=\"font-size: 14pt\">1. Reflektieren Sie, inwiefern Ihr eigener Englisch- (bzw. Fremdsprachen-)Unterricht funktionale und formale Aspekte beinhaltete.E<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"p1\">Im Folgenden werde ich reflektieren, inwiefern mein eigener Englisch-(bzw. Fremdsprachen-)Unterricht funktionale und formale Aspekte beinhaltete. Daf\u00fcr werde ich vorerst definieren was formale als auch funktionale Aspekte beinhalten. Funktionale Aspekte beinhalten die F\u00f6rderung der interkulturelle kommunikativen Kompetenz, also die F\u00e4higkeit sich beispielsweise als in Italien geborene Person (die auch prim\u00e4r mit Italienisch aufgewachsen) mit einer Person aus den USA austauschen zu k\u00f6nnen. Die formale Aspekte hingegen beinhalten beispielsweise die Grammatik.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">In meinem English-Unterricht lag der Fokus vorerst prim\u00e4r auf dem erwerben von funktionaler Aspekte. In der Grundschule sollten einzelne W\u00f6rter als Grundlage erlernt werden, die richtige Schreibweise war von weniger gro\u00dfer Bedeutung. Auf der Grammatik lag hingegen noch gar kein Fokus, zumal lediglich einzelne W\u00f6rter erlernt und das Z\u00e4hlen in einem bestimmten Zahlenraum auf Englisch aufgegriffen wurde. Ab der f\u00fcnften Klasse hingegen wurden nun Zeitformen erlernt und der Fokus \u00e4nderte sich von funktionalen Aspekten hin leicht zu formalen Aspekten. Weiter stand die F\u00e4higkeit interkulturell kommunizieren zu k\u00f6nnen dennoch als zentraler Baustein im Raum. Formale und funktionale Aspekte sollten also verbunden werden. Ab der achten Klasse schien es jedoch mehr darum zu gehen, dass Sprechen zu \u00fcben und es wurden nur selten formale Aspekte angemerkt, auch wenn diese teils noch sehr fehlerhaft waren. Zur Oberstufe hin spielten diese jedoch auf einmal wieder eine gro\u00dfe Rolle, denn nun sollten fehlerfreie Texte verfasst werden k\u00f6nnen. Auch das freie Sprechen wurde weiterhin ge\u00fcbt. Jedoch war es, mit dem verlorenen Fokus der letzten Jahre auf die Grammatik, teils schwer diese tats\u00e4chlich auch direkt fehlerfrei verfassen zu k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Insgesamt wurden in meiner Schulzeit also beide Aspekte behandelt, eine durchgehende Verbindung beider und ein nicht wechselnder Fokus, h\u00e4tte jedoch sicherlich einigen geholfen selbstbewusster Englisch zu sprechen. Dennoch bin ich zufrieden mit dem Unterricht gewesen zuletzt, da meine Lehrer sehr F\u00f6rdernd aber auch fordernd waren. Eine Lehrerin aus der siebten Klasse w\u00fcrde ich hingegen nicht mehr als Englischlehrerin haben wollen, da diese mit ihren Methoden vielen Sch\u00fcler*innen angst machte und sich der Lernerfolg, sowohl bei formalen als auch funktionalen Aspekten stark in Grenzen hielt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 14pt\"><strong>2. Diskutieren Sie davon ausgehend,<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 14pt\"><strong>2.1. welche F\u00e4higkeiten ein \u201cguter Fremdsprachenlerner\u201d in Ihrer Schulzeit mitbringen musste\u2026<\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">Ein \u201cguter Fremdsprachenlerner\u201d musste zu meiner Schulzeit prim\u00e4r eine F\u00e4higkeit mitbringen: Flei\u00df. Denn oftmals bestand der Unterricht daraus Grammatik auswendig zu lernen und schlie\u00dflich auch anwenden zu k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich gab es auch viele Sch\u00fcler*innen, welche eine St\u00e4rke f\u00fcr das erlernen von Sprachen aufwiesen. Diese mussten als logische Schlussfolgerung weniger Arbeit hineinstecken. Neben dem Flei\u00df war es je nach Lehrkraft jedoch ebenfalls wichtig ein gewisses Durchhalteverm\u00f6gen an den Tag zu legen und sich nicht einsch\u00fcchtern zu lassen. Denn nicht jede Lehrkraft besa\u00df etwa Geduld und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, mit welchem auch leistungsschw\u00e4chere Lernen zu neuen geistigen Horizont angeregt werden k\u00f6nnen, so Felten, welcher \u00fcber 30 Jahre an einem Gymnasium unterrichtete (Felten, 2014). Viele Sch\u00fcler*innen verlieren den Anschluss, wenn diese eingesch\u00fcchtert im Unterricht sitzen und versuchen so unauff\u00e4llig wie m\u00f6glich zu sein, um nicht am Unterricht aktiv teilnehmen zu m\u00fcssen. Um nicht in eine solche Situation zu kommen, auch wenn der Lehrer oder die Lehrerin ein schlechtes p\u00e4dagogisches Verst\u00e4ndnis aufweisen, ist es besonders f\u00fcr Fremdsprachenlerner und f\u00fcr jene die auch noch als gute Fremdsprachenlerner gelten wollten, von Bedeutung sich jener Einsch\u00fcchterung entgegenzustellen, um nicht zwangsl\u00e4ufig wichtige Inhalte zu verpassen. Denn besonders bei Sprachen ist eine aktive Beteiligung sehr wichtig, um Inhalte zu festigen und auch in Alltagssituationen anwenden zu k\u00f6nnen. Jedoch muss hierbei auch vermerkt werden, dass es nat\u00fcrlich nicht die Aufgabe der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sein sollte, die Fehler von Lehrkr\u00e4ften \u201causzub\u00fcgeln\u201d. Ein \u201cguter Fremdsprachenlerner\u201d muss daher aus meiner Sicht von einer\/einem \u201cguten Fremdsprachenlehrer*innen\u201d erg\u00e4nzt werden. Jene Lehrkraft sollte die Sch\u00fcler*innen motivieren flei\u00dfig und mit Freude am Unterricht mitzuarbeiten und neue F\u00e4higkeiten zu erwerben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\">\u201cGute Fremdsprachenlerner\u201d sollten daher insgesamt Interessiert, beziehungsweise vielmehr Lernwillig sein oder eine Affinit\u00e4t f\u00fcr das erlernen von Sprachen aufweisen, um vorgegebene Inhalte m\u00f6glichst gut aufnehmen und umsetzte zu k\u00f6nnen. Jene Motivation muss jedoch von der Lehrkraft vermittelt werden, in einem sicheren und respektvollen Lernumfeld.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong><span style=\"font-size: 14pt\">2.2. inwiefern dies den heutigen curricularen Vorgaben in Bremen (Fokus auf interkulturelle kommunikative Kompetenz) entsprechend w\u00fcrde.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"p1\">Die curricularen Vorgaben in Bremen legen einen Fokus auf interkulturelle kommunikative Kompetenz, was zwar je nach Jahrgangsstufe unterschiedlich aussieht auf den Umfang und das K\u00f6nnen bezogen, jedoch in sich immer sehr \u00e4hnliches meint. Denn das zuvor erlernte soll prim\u00e4r ausgeweitet und erg\u00e4nzt werden. Fertigkeiten wie etwa die Verf\u00fcgung \u00fcber sprachliche Mittel, das Verstehen von H\u00f6raufgaben, Wortschatz und die F\u00e4higkeit der Sprachmittlung werden vertieft und auch etwa die grammatikalischen F\u00e4higkeiten erweitert (Aus: Bildungsstandards f\u00fcr die erste Fremdsprache (Englisch, Franz\u00f6sisch) Kultusministerkonferenz vom 4.12.2003). Nat\u00fcrlich ist dies nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Curriculum, alle Jahrgangsspezifischen Aspekte aufzulisten w\u00e4re schlichtweg zu umfangreich. Bezogen auf meine eigenen Schulerfahrungen wurde sich an das Curriculum gehalten und alle Thematiken abgearbeitet und vertieft. P\u00e4dagogisch blieb wie bereits erw\u00e4hnt etwa in Jahrgangsstufe 7 etwas aus, die Lehrinhalte wurden dennoch erf\u00fcllt, wenn auch der Lehrerfolg aufgrund der Lehrkraft bei einigen ausblieb. Die F\u00e4higkeit des Verfassers von Texten h\u00e4tte des Weiteren st\u00e4rker vertieft werden k\u00f6nnen, jedoch waren die Lehrkr\u00e4fte zuletzt sehr Motivierend wodurch sich die Klasse selbst verbesserte und Erfolge wahrzunehmen waren. Die p\u00e4dagogischen F\u00e4higkeiten der Lehrkr\u00e4fte in Verbindung mit dem Umsetzen der Curriculums waren daher f\u00fcr die meisten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sehr erfolgsvorsprechend, wobei nat\u00fcrlich auch von den Sch\u00fcler*innen seiner Input kommen musste, um das gegebene zu festigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Quellen:<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 10pt\">Felten, Michael (Hg.) (2014) \u201cWie viel Einfluss haben Lehrer wirklich?\u201d Zeit Online, https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/schule\/2014-10\/lehrer-schueler-einfluss?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F. Accessed 18 Mai 2023<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 10pt\">Landesinstitut f\u00fcr Schule (Hg.) 2014) Aus: Bildungsstandards f\u00fcr die erste Fremdsprache (Englisch, Franz\u00f6sisch) Kultusministerkonferenz vom 4.12.2003<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Reflektieren Sie, inwiefern Ihr eigener Englisch- (bzw. Fremdsprachen-)Unterricht funktionale und formale Aspekte beinhaltete.E Im Folgenden werde ich reflektieren, inwiefern mein eigener Englisch-(bzw. Fremdsprachen-)Unterricht funktionale und formale Aspekte beinhaltete. Daf\u00fcr werde ich vorerst definieren was formale als auch funktionale Aspekte beinhalten. 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