{"id":80,"date":"2011-12-06T13:51:10","date_gmt":"2011-12-06T11:51:10","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/draufhaber\/?p=80"},"modified":"2011-12-06T13:51:41","modified_gmt":"2011-12-06T11:51:41","slug":"bericht-zur-regionalkonferenz-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/draufhaber\/2011\/12\/bericht-zur-regionalkonferenz-2011\/","title":{"rendered":"Bericht zur Regionalkonferenz 2011"},"content":{"rendered":"<p>Am 10.11.2011, von 10:00-\u00ad12:30<\/p>\n<h2>1. Ziel<\/h2>\n<p>dieses Teils des Workshops war die Vermittlung der Arbeit von draufhaber.tv, Interesse zu generieren und Anreize zu schaffen, in Kontakt mit Draufhaber.tv zu treten.<\/p>\n<h2>2. Zielgruppe<\/h2>\n<p>Der Regionalworkshop richtete sich an Einrichtungen des beruflichen \u00dcbergangssystems. Die Konzentration auf diese Institution ging<br \/>aus \u00dcberlegungen hervor, dass Berufsschulen oder Betriebe andere Anforderungen und Interesse haben als diese Institution. Das berufliche \u00dcbergangssystem ist gleichzeitig h\u00e4ufig die erste Anlaufstelle von sozial benachteiligten Jugendlichen mit geringer oder gar keiner schulischen Qualifikation. Damit richten sich diese Institutionen genau an die Zielgruppe von draufhaber.tv<\/p>\n<h2>3. Akquise<\/h2>\n<p>Es wurden alle Institutionen im Raum Bremen in diesem Bereich sowie Teilnehmer des Plattform Qualiboxx im Norddeutschen Raum (bis Mecklenburg-\u00adVorpommern und das n\u00f6rdliche Nordrhein-\u00adWestfalen) angeschrieben. Insgesamt sind in der ersten Welle 114 Institutionen angeschrieben worden. Nach einem Monat erfolgte ein Erinnerungsschreiben sowie die \u00dcbersendung eines Invitecodes.<\/p>\n<h2>4. Teilnehmer<\/h2>\n<p>Verbindliche Anmeldungen gab es von 24 Personen von 8 Institutionen. Die Bereiche der teilnehmenden Institutionen waren vor allem im Bereich des BVB, BVJ angesiedelt. Das Einzugsgebiet reichte bis Paderborn. Aktiv teilgenommen haben 17 Personen. Die Teilnehmerliste liegt diesem Bericht ebenfalls bei.<\/p>\n<h2>5. Struktur des Workshops<\/h2>\n<p>Der Workshop war auf 2,5 Stunden angesetzt und fand im G\u00e4stehaus der Universit\u00e4t Bremen im Stadtzentrum statt. In den ersten 1,5 Stunden wurde das Projekt aus wissenschaftlicher Perspektive sowie aus Perspektive der Praxispartner vorgestellt. Der genaue Ablauf sah wie folgt aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Begr\u00fc\u00dfung<\/li>\n<li>Vorstellung des Konzept Lernen mit Video<\/li>\n<li>Vorstellung der Plattform<\/li>\n<li>Vorstellung der schulischen Workshops durch Praxispartner Serviceb\u00fcro Jugendinformation<\/li>\n<li>Vorstellung der au\u00dferschulischen Workshop im Rahmen der aufsuchenden Jugendarbeit von VAJA e.V.<\/li>\n<li>Vorstellung der Cyberworker<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Pr\u00e4sentationen sind diesem Bericht angeh\u00e4ngt.<\/p>\n<h3>Einf\u00fchrung Draufhaber<\/h3>\n<ul>\n<li>Zentrale Idee: Handy als Medium der Jugend<\/li>\n<li>Durch die Dokumentation von praktischen F\u00e4higkeiten, die in informellen und formellen Kontexten erworben wurden, sollen<\/li>\n<ul>\n<li>a) Medienkompetenz (Erstellung von Videos),<\/li>\n<li>b) Fachkompetenz (Auseinandersetzung mit dem gefilmten Handeln und<\/li>\n<li>c) Selbstlernkompetenz (draufhaber.tv \u2013 Community als Selbstlernort) gef\u00f6rdert werden<\/li>\n<\/ul>\n<li>Mittels Video wird die funktionale Handlungskompetenz gezeigt, d.h. die F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten, in eine Situation tats\u00e4chlich auch zu meistern<\/li>\n<li>Video kann gleichzeitig als Instrument zur Reflexion und Analyse eingesetzt werden, in dem die Handlung im Voraus durchdacht werden muss (Storyboard) oder nach der Produktion des Videos das Video genutzt wird, um dar\u00fcber zu reflektieren. Auch k\u00f6nnen gedankliche Fehlkonzepte sichtbar gemacht werden<\/li>\n<li>Durch Videos k\u00f6nnen langfristige Projekte oder Lernfortschritte dokumentiert werden, es k\u00f6nnen Arbeitsabl\u00e4ufe \u00fcber verschiedene Zeiten (unterschiedliche Jahrg\u00e4nge) und R\u00e4ume (unterschiedliche Standorte) dokumentiert werden<\/li>\n<li>Bei Erkl\u00e4rvideos muss die Position des Zuschauers eingenommen werden, der etwas verstehen soll. Dies f\u00f6rdert die Sprachkompetenz, da die Sprache an dem Zweck des Videos angepasst werden muss.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Schulische Workshops<\/h3>\n<ul>\n<li>Gesamtschule: 3 Klassen 8. Jahrgang<\/li>\n<li>Gymnasium: 2 Klassen, 10. Jahrgang<\/li>\n<li>Zielsetzung: eigene St\u00e4rken filmisch festzuhalten<\/li>\n<li>Einf\u00fchrung in die Filmpraxis, Planung, Filmen, Schnitt und Reflexion. Nach der Einf\u00fchrung in die Filmpraxis Bestand der Hauptsupport durch den Medienp\u00e4dagogen in der Phase des Schnitts.<\/li>\n<li>Positiv ist festzuhalten, dass ein hohes Interesse bei den Sch\u00fclern bestand, die gegenseitige Unterst\u00fctzung stattfand, das Selbstbewu\u00dftsein gest\u00e4rkt wurde, \u00c4ngste wie dem Sprechen vor der Kamera \u00fcberwunden wurde sowie sich mit den eigenen Schw\u00e4chen und St\u00e4rken auseinandergesetzt wurde<\/li>\n<li>Probleme sind die mangelnde technische Ausstattung der Schulen, der zu strikte Lehrplan sowie die mangelnde Medienkompetenz der Lehrer, Faktoren, die insgesamt zu einem Desinteresse bei den Lehrkr\u00e4ften in Bezug auf den Workshop und die Idee von Lernen mit Video f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>VAJA e.V.:<\/h3>\n<ul>\n<li>Jugendliche von 13-\u00ad\u201020, die nicht durch andere Jugendarbeit erreicht werden<\/li>\n<li>Sozial benachteiligte Jugendliche mit einem hohen Migrationsanteil, Schwierigkeiten bei der Integration<\/li>\n<li>Aufruf zu lebensweltlich bezogenen Videocontest, bei dem sich 11 Cliquen beteiligten, 4 Videos wurden letztlich fertig gestellt<\/li>\n<li>Der Ansatz von draufhaber.tv wird grunds\u00e4tzlich erstmal positiv aufgenommen, stellt sich die Idee und das Medium \u201eHandyvideo\u201c als jugendgerecht dar.<\/li>\n<li>Aus p\u00e4dagogischer Sicht ist der ressourcenorientierte Ansatz sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Cliquen positiv zu bewerten.<\/li>\n<li>Gerade auch in der aufsuchenden Jugendarbeit gibt es technische Schwierigkeiten und Probleme, da die Ausstattung von Kirchen und \/ oder Freizeitheimen ebenfalls schwierig ist<\/li>\n<li>Jugendliche haben Probleme sich selbst zu organisieren und bei einem solchen Projekt bei der Stange zu bleiben (von 11 Cliquen schaffen es nur 4 einen Beitrag einzureichen)<\/li>\n<li>Als Herausforderung stellt sich die Begr\u00fcndung des Projektes (es gibt doch schon Youtube) sowie die Durchsetzung des ressourcenorientierten Ansatzes bei den benachteiligten Jugendlichen dar, da diese bei sich selbst gar keine St\u00e4rken erkennen bzw. nur solche, die sozial abweichend sind.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Cyberworker<\/h3>\n<ul>\n<li>Selbstverst\u00e4ndnis der Cyberworker als Anleiter, Begleiter und Ansprechpartner Verbote sollen vermieden werden, stattdessen ist die Zielsetzung eine freundliche, konstruktive Community<\/li>\n<li>Weitervermittlung an relevante Stellen bei konkreten Problemen<\/li>\n<li>Kommunikation mit den Mitgliedern mittels Feedback, pers\u00f6nlicher Ansprache, f\u00fcr die Community nicht sichtbare Verwarnung und dem Sperren als letzte Ma\u00dfnahme<\/li>\n<\/ul>\n<h2>6. Diskussionsrunde<\/h2>\n<p>Das Feedback war sehr positiv, insbesondere die vielen Beispiele wurden positiv aufgenommen und als Anregung f\u00fcr die eigene Arbeit aufgenommen. Im Anschluss daran wurde mit den Teilnehmern \u00fcber die bereits vorhandene Medienerfahrung sowie \u00fcber die Ideen zur Anwendung von draufhaber.tv diskutiert. Ans\u00e4tze\/Ideen zur praktischen Arbeit mit draufhaber.tv:<\/p>\n<ul>\n<li>Projektarbeit mit Video (z.B. Paderborner Imagefilm, internationale FSJ\u2019ler, Gro\u00dfrestaurant Azubis in Salzwedel, Videopodcasts zur Ausbildergewinnung f\u00fcr Jobstarter)<\/li>\n<li>\u00dcbergang Schule \u2013 Beruf (ab Klasse 7\/8)<\/li>\n<li>\u201eJugend st\u00e4rken in der Region\u201c, F\u00f6rderung sozial und \u00f6konomisch benachteiligter Jugendlicher<\/li>\n<li>Bewerbungstraining Erg\u00e4nzung in Reha-\u00adAusbildungsangeboten, um Lernschw\u00e4chen anzugehen<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Fragen:<\/h3>\n<p>Insbesondere der Gruppenbegriff stand noch einmal zur Diskussion. Es wurde offensichtlich nicht verstanden, dass die geschlossenen Nutzergruppen als Bereiche f\u00fcr Institutionen geschaffen werden. <br \/>Die Bedeutung einer solchen Gruppe ist noch mal sichtbar geworden. <br \/>Der gro\u00dfe Punkt f\u00fcr die Gestaltung scheint die Frage, wie man die \u201eanderen\u201c Inhalte auf draufhaber.tv sichtbar h\u00e4lt, den Austausch zwischen den geschlossenen und offenen Bereichen f\u00f6rdert. Einige Teilnehmer \u00e4u\u00dferten die Angst vor einer Ablenkung durch die \u00f6ffentlichen Inhalte. Eine weitere Frage stellte sich nach der Schulungsnotwendigkeit der Gruppenadmins. Weiterhin wurde nach Austauschm\u00f6glichkeiten zwischen institutionellen Nutzern gesucht. Als L\u00f6sung wurde zun\u00e4chst eine eigene Gruppe in draufhaber.tv. angedacht sowie, wenn weiteres Interesse besteht, die Organisation eines informellen Treffens.<\/p>\n<h2>7. Fazit<\/h2>\n<p>Interesse an Schulungen zu draufhaber.tv und Videoproduktion haben 8 Teilnehmer angemeldet. Es wird eine Terminauswahl f\u00fcr Anfang Januar 2012 angeboten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10.11.2011, von 10:00-\u00ad12:30 1. Ziel dieses Teils des Workshops war die Vermittlung der Arbeit von draufhaber.tv, Interesse zu generieren und Anreize zu schaffen, in Kontakt mit Draufhaber.tv zu treten. 2. 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