{"id":50,"date":"2023-08-31T19:09:00","date_gmt":"2023-08-31T17:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/dilberalkan\/?p=50"},"modified":"2023-08-31T19:09:00","modified_gmt":"2023-08-31T17:09:00","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/dilberalkan\/2023\/08\/31\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<p><b>Aufgabe 1: Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene, gerne auch mehr) theoretischen Erkenntnisse (auf allgemeine Konzepte oder empirische Studien aufbauend), die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei Bezug auf:<\/b><\/p>\n<p><b>a.) unterschiedliche fachdidaktische Aspekte. \u00dcbertragen Sie, wenn m\u00f6glich, die in der Ringvorlesung gewonnenen Erkenntnisse auf die Didaktiken der von Ihnen studierten F\u00e4cher.<\/b><\/p>\n<p><b>b.) generelle Erkenntnisse zur Beziehungsarbeit in Schule und Unterricht.<\/b><\/p>\n<p><b>Bitte benennen Sie f\u00fcr Aufgabenteil 1 konkret mindestens zwei relevante Literaturquellen\u00a0 (Namen, Jahr, Titel). Hinweis: Die Vorlesungsfolien stellen keine Literaturquellen dar. Sie k\u00f6nnen jedoch gerne auf die Literatur zur\u00fcckgreifen, auf die auf den Folien verwiesen wird.<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">In der Ringvorlesung \u201eUmgang mit Heterogenit\u00e4t in der Schule\u201c haben wir verschiedene Probleme betrachtet und thematisiert. Die Vielfalt der Themen der Ringvorlesung hat dazu beigetragen, dass ich Themenbereiche entdeckt habe, die mir zuvor zwar bekannt, aber nicht wirklich verst\u00e4ndlich waren.\u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Die Vorlesung hat mir, in Bezug auf Umgang mit Vielfalt, viel deutlich gemacht. Sch\u00fcler haben individuelle Bed\u00fcrfnisse, daher ist es f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte sehr wichtig, diese Bed\u00fcrfnisse nachzuvollziehen und ernst zu nehmen. Die Tatsache, dass Vorwissen und Intelligenz auch Faktoren sind, die zu Leistungsunterschieden der Studierenden f\u00fchren, und dass beide Aspekte einen Einfluss auf das Lernen haben, hat mir durch die Vorlesungen neue Erkenntnisse gebracht. Untersuchungen haben ergeben, dass Vorkenntnisse zu einem bestimmten Thema m\u00f6glicherweise wichtiger sind als Intelligenz. Dar\u00fcber hinaus kann ein hoher IQ mangelndes Vorwissen nicht ausgleichen. Die Vorlesungsinhalte verdeutlichen erneut die Heterogenit\u00e4t der Schulklassen und die individuellen Handlungsbedarfe der Lehrkr\u00e4fte. Daher sollten Lehrer Heterogenit\u00e4t offen thematisieren und vor allem f\u00f6rdern. <\/span><b>(Schneider, 1989: 306-312)<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Eine weitere grundlegende Erkenntnis war, dass ich als Lehrer darauf achten sollte, dass vorhandenes Wissen der Sch\u00fcler in den Lehrplan aufgenommen und mit neuen Inhalten verbunden werden sollte, um ein vielf\u00e4ltigeres und besseres Verst\u00e4ndnis zu erm\u00f6glichen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Intelligenz aufgrund geringer Vorkenntnisse zu Beginn der Schullaufbahn von Wichtigkeit f\u00fcr den Erfolg ist. Dies kann sich schnell \u00e4ndern und nach wenigen Jahren haben sich Lehrende viel Wissen angeeignet, dass ihr Vorwissen einen deutlich gr\u00f6\u00dferen Einfluss auf ihre Leistung hat als die Intelligenz. <\/span><b>(Gruber \/ Stamouli, 2020: 36)<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Des Weiteren war f\u00fcr mich, dass sich der Einsatz der Muttersprache im Unterricht mit Sch\u00fclern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, positiv auf den Lernprozess auswirken kann, eine wichtige Erkenntnis. Insbesondere in Bezug auf die Mehrsprachigkeit ist die Gesellschaft, in der wir leben und aufwachsen, individuell. Diese Individualit\u00e4t kann f\u00fcr beide Seiten (Fremdsprachler und Muttersprachler) von Vorteil sein. Sch\u00fcler, die die gleiche Muttersprache sprechen, k\u00f6nnen sich gegenseitig die Inhalte beibringen und lernen den Inhalt dadurch umso schneller. Nat\u00fcrlich sollte dazu angeregt werden, die deutsche Sprache zu lernen. Jedoch sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass das Wissen oder die Intelligenz der Sch\u00fcler und der Sch\u00fclerinnen nicht daran gemessen werden darf, ob sie die deutsche Sprache beherrschen. Fremdsprachen sollten als Bereicherung gesehen werden, die Schulen d\u00fcrfen nicht davor abschrecken, diese willkommen zu hei\u00dfen. <\/span><b>(Meyer, 2011) <\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Dies war sehr interessant zu betrachten, da ich Deutsch studiere und in Zukunft gerne Deutsch unterrichten m\u00f6chte und mir die gegenseitige Unterst\u00fctzung unter den SuS wichtig ist. <\/span><span style=\"font-weight: 400\">Insgesamt habe ich nun eine gute Grundlage, um die Bedeutung von Inklusion und Mehrsprachigkeit zu verstehen und diese Erkenntnisse in meiner Lehrberufung zu nutzen. Meine Sichtweise wurde durch die Ringvorlesungen erweitert und sie werden zweifellos einen Einfluss auf meine zuk\u00fcnftige Unterrichtsgestaltung haben.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Aufgabe 2: Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenit\u00e4t (z.B. Unterrichtsformen, Schulformen\/-strukturen, schulkulturelle Aspekte, Handeln von Lehrkr\u00e4ften), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, pr\u00e4gen im R\u00fcckblick auf ihre eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Berichte aus der Praxis, ggf. auch schon eigene Praxiserfahrungen) den Schulalltag besonders stark \u2013 und warum? Hier k\u00f6nnen Sie aus Ihrer Sicht besonders gelungene oder auch weniger gelungene Beispiele reflektieren. Inwiefern helfen Ihnen die Inhalte der Vorlesung, eine solche Einsch\u00e4tzung vorzunehmen? Nehmen Sie konkret Bezug auf entsprechende Begriffe, Theorien, Konzepte, die Sie jetzt kennengelernt haben.<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">In Bezug auf den Umgang mit Heterogenit\u00e4t in der Schule habe ich besonders die erste Aufgabe zur Mehrsprachigkeit als Startpunkt und Ziel der schulischen Bildung in der gymnasialen Oberstufe im Ged\u00e4chtnis behalten. Die Aufgabe befasste sich mit einem\/einer Sch\u00fcler\/in \u00a0der\/die \u00a0die deutsche Sprache im Vergleich zu anderen schnell gelernt hat. Trotzdessen gab es Unsicherheit dar\u00fcber, ob sie am Gymnasium bleiben sollte oder auf eine Oberschule wechseln sollte. <\/span><b>(F\u00fcrstenau, 2011: 25-50)<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Dies l\u00e4sst vermuten, dass nicht nur die Mehrsprachigkeit f\u00fcr einige Lehrkr\u00e4fte das Problem ist, sondern vielleicht auch der Migrationshintergrund. W\u00e4hrend meiner Schulzeit fiel mir wiederholt auf, dass Sch\u00fcler*innen mit Migrationshintergrund oft ausgeschlossen wurden. Dies ist an einer Schule vorgefallen, an der die Mehrheit der SuS selbst einen Migrationshintergrund haben. Man w\u00fcrde meinen, dass die Ausgrenzung durch SuS geschah und auch nur gr\u00f6\u00dftenteils unter den SuS geblieben ist, allerdings geschah sie durch die Lehrkr\u00e4fte. Beispielsweise wurde mir von Lehrkr\u00e4ften gesagt, dass ich niemals mit meinem Realschulabschluss beginnen und direkt eine Ausbildung machen solle. Diese Empfehlung geschah ohne Begr\u00fcndung und gab mir dabei das Gef\u00fchl, dass dieses Gespr\u00e4ch nur aufgrund meines Namens und meines Aussehens stattfand.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Um eine \u00e4hnliche Thematik ging es auch im Fall von Nehad Mihailovic, der in meinem Blogbeitrag RV03 erw\u00e4hnt wurde. Nehad hat einen IQ von 59 und wird aufgrund dieser vermeintlich objektiven Tatsache als \u201egeistig zur\u00fcckgeblieben\u201c eingestuft. Dabei wird v\u00f6llig au\u00dfer Acht gelassen, dass bei einem Standard-IQ-Test viele Annahmen getroffen werden und die Ergebnisse an einem bestimmten Ma\u00dfstab gemessen werden sollten. Infolgedessen konnte sich Nehad nie gerecht in die Gesellschaft einf\u00fcgen. Dies ist total schade und f\u00fchrt zu unausgesch\u00f6pftem Potential vieler Menschen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Aufgabe 3: Zu welchen, mindestens zwei, Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium in Bezug auf das Modulthema UMHET? Welche haben Sie vermisst? Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl.<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Ringvorlesung hat viele wichtige Fragestellungen und Probleme thematisiert. In einigen Punkten w\u00fcrde ich gerne mehr erfahren. Zum einen w\u00fcrde ich mehr auf die Frage der Mehrsprachigkeit als Ausgangspunkt und Ziel der schulischen Bildung in der Oberschule mit gymnasialer Oberstufe <\/span><span style=\"font-weight: 400\">eingehen. Vor allem wie man mit dieser Mehrsprachigkeit umgehen sollte und dabei eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Lernmethoden h\u00e4tte ich als sehr hilfreich empfunden. \u00dcber eine weitere Auseinandersetzungen und Thematisierung h\u00e4tte ich mich in Bezug auf Inklusion gefreut. Das Thema \u201eInklusion\u201c ist f\u00fcr jeden einzelnen Lehrer, unabh\u00e4ngig von Fachbereichen, ein sehr wichtiger und allt\u00e4glicher Bestandteil. Des Weiteren w\u00e4re mir wichtig, mehr Praxisbeispiele zu den verschiedenen Themen gehabt zu haben, da ich Schwierigkeiten damit hatte <\/span><span style=\"font-weight: 400\">theoretische Konzepte in die praktische Anwendung umzusetzen. <\/span><span style=\"font-weight: 400\">Dazu muss man sagen, dass ich viele Erkenntnisse, die ich durch die Ringvorlesung erhalten konnte,\u00a0 f\u00fcr mein Orientierungspraktikum n\u00fctzlich waren und mir geholfen haben.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Literaturverzeichnis:<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">F\u00fcrstenau, Sara (2011): Mehrsprachigkeit als Voraussetzung und Ziel schulischer Bildung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Gruber, H., Stamouli, E. (2020). Intelligenz und Vorwissen. In E. Wild &amp; J. M\u00f6ller (Hrsg.), P\u00e4dagogische Psychologie. Heidelberg: Springer. S.36.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Meyer, M.(2011): Vom Nutzen der Erstsprache beim Mathematiklernen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Schneider, W., K\u00f6rkel, J., &amp; Weinert, F. E. (1989). Domain-specific knowledge and memory performance: A comparison of high- and low-aptitude children. Journal of Educational Psychology, 81, S. 306\u2013312.<\/span><\/p>\n<p><br style=\"font-weight: 400\" \/><br style=\"font-weight: 400\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgabe 1: Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene, gerne auch mehr) theoretischen Erkenntnisse (auf allgemeine Konzepte oder empirische Studien aufbauend), die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung mitgenommen haben. 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