{"id":112,"date":"2024-01-04T23:11:13","date_gmt":"2024-01-04T22:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/diemilchschnitten\/?p=112"},"modified":"2024-01-28T14:09:39","modified_gmt":"2024-01-28T13:09:39","slug":"revisiting-corona-ein-unerwuenschtes-wiedersehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/diemilchschnitten\/2024\/01\/04\/revisiting-corona-ein-unerwuenschtes-wiedersehen\/","title":{"rendered":"revisiting corona &#8211; ein unerw\u00fcnschtes Wiedersehen (SL_B4)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400\">Wir haben 2024. Vier ganze Jahre ist es her, dass das ganze Corona-Chaos losging. Kaum zu glauben, dass das alles schon so weit zur\u00fcckliegt. Lockdowns, Masken, Inzidenzen, Quarant\u00e4ne, Abstand halten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Dieses bl\u00f6de Virus hat mich durch meine gesamte Abizeit begleitet. All die unz\u00e4hligen Male, die ich mich vorm Unterricht testen musste, Sitzpl\u00e4tze freilassen, Tische verr\u00fccken, Maskenpflicht, nur einzeln zu den Toiletten gehen, rote Linien auf dem Boden, wacklige Zoomcalls und eine Woche Quarant\u00e4ne, wenn nur eine einzelne Person aus dem Jahrgang Corona hatte. All die Ma\u00dfnahmen, die Impfungen, Angst davor, die Pr\u00fcfung nicht mitschreiben zu k\u00f6nnen, wenn man sich infiziert hat, all das hat so einen gro\u00dfen Teil meines Alltags eingenommen. Und trotzdem oder gerade deshalb hatte ich das Gl\u00fcck, mich &#8211; zumindest wissentlich &#8211; nie angesteckt zu haben. In den ganzen vier Jahren bin ich drumherum gekommen &#8211; bis jetzt. <\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Es ist schon irgendwie ironisch, nun, wo das schlimmste lang vorbei ist, noch Corona zu bekommen. Klar, es ist immer noch eine ernstzunehmende Erkrankung, die einen ziemlich fertigmachen kann, vor allem, wenn man vorerkrankt, \u00e4lter oder <\/span><span style=\"font-weight: 400\">schwanger ist, und die daher nicht untersch\u00e4tzt werden sollte. Trotzdem hat sich doch merklich so langsam alles eingependelt, ein Gro\u00dfteil der Menschen ist geimpft oder genesen und die Panik ist erstmal vor\u00fcber.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nur f\u00fchlt sich gerade das irgendwie merkw\u00fcrdig an. Also, dass es jetzt so ein unaufgeregter Diskurs ist, fast schon entspannt. Ich habe mich wahrscheinlich kurz vor Silvester irgendwo angesteckt, auf der Silvesterparty die ersten leichten Symptome gezeigt &#8211; die ich zugegebenerma\u00dfen erst als Allergie interpretiert hatte-, und zwei Tage sp\u00e4ter den positiven Test in der Hand gehabt. Nat\u00fcrlich habe ich gleich in die WhatsApp-Gruppe geschrieben, sowas in Richtung \u201cIch hab leider Corona, hoffe ich war an Silvester noch nicht ansteckend. Tut mir mega leid, falls sich jemand infiziert haben sollte. :((\u201d. Ich hatte wirklich ein bisschen Sorge, was die anderen antworten w\u00fcrden, aber es kamen nur Gute-Besserungs-W\u00fcnsche oder &#8222;Mach dir keinen Kopf, das konntest du ja nicht wissen! Wir sind ja alle geimpft!\u201d\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Vor einem Jahr noch, oder gar zwei, h\u00e4tte meine Nachricht schiere Panik ausgel\u00f6st. Man h\u00e4tte sich krankmelden und testen (wahrscheinlich PCR, aber mindestens einen offiziellen Schnelltest), vielleicht h\u00e4tte das sogar jemand der Gesundheitsbeh\u00f6rde melden m\u00fcssen &#8211; und wir h\u00e4tten wahrscheinlich alle in Quarant\u00e4ne gemusst. Alle w\u00e4ren gestresst und genervt gewesen, dass vorher kein Test gemacht wurde und sich Sorgen gemacht, es selbst bekommen zu haben. Vergangenheits-Fiona w\u00e4re unglaublich fertig gewesen, h\u00e4tte sich Sorgen gemacht, Angst gehabt, sich schuldig gef\u00fchlt &#8211; sowohl wegen der anderen, als auch ihrer eigenen Gesundheit. Wenn ich das alles so vor meinem inneren Auge revue passieren lasse, f\u00fchlt es sich echt wie ein fast vergessener Fiebertraum an.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Heute bin ich einfach nur genervt. Genervt, dass ich drinnen sitzen muss, in der K\u00fcche Maske trage und zu allen mindestens drei Meter Abstand halte. Ich bin genervt und gelangweilt, dass ich pl\u00f6tzlich so viel Zeit zum prokrastinieren habe, nun, da ich mich mit niemandem treffen kann. Aber trotzdem bin ich froh, dass all die Ma\u00dfnahmen \u00fcber die ganzen Jahre dazu gef\u00fchrt haben, dass ich keine gro\u00dfe Angst mehr haben muss. Denn ich wei\u00df, dass ich durch die Impfungen relativ unwahrscheinlich einen schweren Verlauf erleben muss, und dass sich andere nicht mehr so schlimm anstecken k\u00f6nnen. Ich bin quasi froh, nur genervt sein zu d\u00fcrfen, aber noch mehr freue ich mich darauf, bald wieder unter Menschen gehen zu k\u00f6nnen und meine Freunde zu umarmen. Hoffentlich ist diese Aussicht nicht mehr allzu lang hin\u2026\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">In diesem Sinne passt auf euch auf, bleibt sicher und fangt um Himmels Willen wieder an eine Maske in der Bahn zu tragen!! (ich verfluche die Person, die mich wahrscheinlich im Zug angehustet hat, einfach asozial sowas!)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben 2024. Vier ganze Jahre ist es her, dass das ganze Corona-Chaos losging. Kaum zu glauben, dass das alles schon so weit zur\u00fcckliegt. Lockdowns, Masken, Inzidenzen, Quarant\u00e4ne, Abstand halten. 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