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Empirische Forschung zu Heterogenität im naturwissenschaftlichen Unterricht: Felder und Maßnahmen (rv12)

In diesem Beitrag möchte ich mich auf die Aufgaben der Vorlesung von Dr. Kulgemeyer beziehen.

1.In einer Konferenz in Ihrem Fachbereich in Ihrem Fach an Ihrer Schule diskutiert das Kollegium über Maßnahmen zum Umgang mit Heterogenität. Sie erinnern sich kurz an diese Vorlesung: nennen Sie zwei empirisch überprüfte Fakten zum Umgang mit Heterogenität, die der Diskussion dienen könnten

  • Einmal könnte man den Wissensstand der SuS benennen, welche bei allen unterschiedlich ist. Als Lehrkraft sollte man dies unbedingt beachten. Das heißt, manche SchülerInnen müssen bezüglich eines Themas mehr lernen als andere. Des Weiteren ist die Kognition der SuS gefragt, denn nicht alle lernen gleich schnell beziehungsweise gleich viel. Es ist eine Frage ihrer Lerngeschwindigkeit und Kapazität. So sollten man sich bei der Gestaltung seines Unterrichts an diesen beiden Fakten orientieren, sodass kein/e Schüler/in aufgrund ihrer Lernkapazität und ihrem Wissenstand dem Unterricht nicht folgen kann.

2. Erläutern Sie, welches Unterrichtsmuster Sie in Ihrer bisherigen Erfahrung selbst als das wirkungsvollste erlebt haben! Diskutieren Sie Ihre Beobachtung vor dem Hintergrund der Vorlesung. 

Bei naturwissenschaftlichen Fächern wie Physik oder Chemie habe ich immer am besten gelernt, wenn es einen praktischen Teil oder Bezug gab, wenn wir also Experimente nicht nur im Schulbuch gelesen, sondern auch selber, zum Teil in Gruppen, durchgeführt haben. Auch war dadurch meine Motivation deutlich höher, da das Durchführen dieser Experimente Spaß gemacht hat. Meistens haben wir zu den Experimenten zusätzliche Aufgaben bekommen, zum Beispiel sollten wir verschriftlichen, was wir beobachtet haben oder bestimmte Thesen aufstellen. Dieses Unterrichtmuster würde dem Konzept der direkten Anweisungen entsprechen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Methode zum Verarbeiten und Sichern der gewonnenen Informationen, sehr hilfreich sein kann.

 

3. Eine Kollegin sagt: „Gesamtschulen sind ja immer mal wieder der letzte Trend, ob wir sie nun Oberschulen nennen oder Sekundarschulen, die Idee ist doch dieselbe. Alle werden gemeinsam unterrichtet, was für eine Ideologie. Dabei zeigt doch die empirische Forschung klar, dass das Gymnasium nur von den besten SuS besucht werden sollte. Die schlechten fühlen sich hier doch viel zu schnell überfordert und das frustriert sie so sehr, dass sie vollkommen abschalten.“ Was antworten Sie der Kollegin?

Das Gegenteil könnte ebenfalls der Fall sein. Wieso sollten sich die leistungsschwächeren SchülerInnen alle demotiviert und überfordert fühlen, wenn sie realisieren, dass andere SchülerInnen beispielsweise einen höheren Wissensstand haben, es passiert ebenfalls sehr häufig, dass sich die leistungsschwächeren die leistungsstarken als Vorbild nehmen oder aber, dass sie die Möglichkeit haben, durch Gruppenarbeiten, was in naturwissenschaftlichen Fächern besonders häufig vorkommt, sich durch sie weiterentwickeln können. Häufig bringt es einen auch nicht weiter, ob man in einem Gebiet über mehr Wissen verfügt oder schneller lernt, wenn man nicht motiviert ist und immer am Ball bleibt. Das erinnert mich an Vorlesung 11, bei dem etwas Ähnliches diskutiert wurde, nämlich ob SuS, welche Deutsch als Fremdsprache haben und die deutsche Sprache nicht allzugut beherrschen, jedoch auf dem geforderten Wissensstand sind, ins Gymnasium zugelassen werden sollten oder nicht. Es ist zum großen Teil eine Frage der Motivation.

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Mehrsprachigkeit als Ausgang und Ziel schulischer Bildung in der Gymnasialen Oberstufe (rv11)

In diesem Beitrag werde ich mich auf die Fragen und Aufgaben des Vortrags von Prof. Dr. Andrea Daase beziehen.

Die erste Aufgabe lautet:

An Ihrem Gymnasium gibt es eine – wie üblich sehr heterogen besetzte – Vorklasse, in welcher sogenannte Seiteneinsteiger*innen Deutsch lernen und auf die Teilnahme am Regelunterricht vorbereitet werden. Für einige wird nun der Übergang diskutiert. Ein Großteil der Lehrkräfte plädiert – mit Verweis auf die noch nicht vollständig ausreichenden (bildungssprachlichen) Deutschkenntnisse – sie an eine Oberschule zu überweisen, obwohl die Schüler*innen hinsichtlich ihrer Lernfähigkeit und ihrer Vorbildung eigentlich die Voraussetzungen für das Gymnasium mitbringen und gerne an der Schule bleiben würden. Nehmen Sie auf Basis der Vorlesung Stellung dazu.

Wenn man eine neue Sprache kennenlernt, geht es in erster Linie um diese beiden Ebenen: Einmal die allgemeinsprachlichen Kompetenzen und die bildungssprachlichen Kompetenzen. Die bildungssprachlichen werden dabei etwas später erworben als die allgemeinsprachlichen, es ist ein Prozess, welcher einige Jahre benötigt. Am Gymnasium werden besonders die bildungssprachlichen Kompetenzen von großer Bedeutung sein und diese sind erlernbar. An dieser Stelle würde ich gerne Stellung zu Hymes‘ Zitat nehmen:

„No one knows all of a language. That counts for our so ‐called mother tongues and, of course, also for the other `languages´ we acquire in our lifetime. Native speaker are not perfect speakers. Hymes emphatically warns us against the `fallacy to equate the resources of a language with the resources of (all) users´ „(Hymes 1996: 231) (Blommaert 2010: 103). Das heißt, nicht einmal die Muttersprachler beherrschen die deutsche Sprache komplett. Dies wäre ein Argument gegen die Entscheidung der Lehrkräfte, welche den SchülerInnen eher die Oberschule empfehlen.

Doch ein Argument für ihre Entscheidung wäre, dass in jeder Schule ein bestimmter formeller Register von den SuS erwartet wird und in der Regel können die SuS, welche Deutsch als Erstsprache haben, diese Anforderungen eher erfüllen als SuS, welche Deutsch als Zweitsprache haben. Letztere müssen also mehr lernen, um dies auszugleichen.

Dennoch bin ich der Ansicht, dass die Entscheidung der Lehrkräfte hätte anders ausfallen sollen. Zwar benötigen die SuS mit Deutsch als Zweitsprache auf jeden Fall mehr Zeit und Mühe als die Muttersprachler, doch wenn sie, wie in der Aufgabenstellung angegeben, allgemein die Vorraussetzungen für das Gymnasium erfüllen (hinsichtlich ihrer Vorbildung), sollte dies machbar für sie sein. In Fächern wie Mathematik zum Beispiel spielen die deutschen bildungssprachlichen Kompetenzen nicht die Hauptrolle, es geht in erster Linie um das analytische Denken. So sollte man diesen SchülerInnen eine Chance geben, damit sie ihr Potenzial im besten Fall entfalten können.

Die zweite Aufgabe lautet: Welche Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit – in der hier verstandenen breiten Sicht – in Schule und Unterricht (selbst als Schüler*in und/oder Praxiserfahrungen) haben Sie bislang gemacht? Diskutieren Sie die Erfahrungen vor dem Hintergrund dieser Vorlesung.

Ich selber bin zweitsprachig aufgewachsen, da die Sprache, welche bei mir zuhause größtenteils geredet wird, Türkisch ist. Somit musste ich schon immer von einer Sprache auf die andere quasi „umschalten“. Es ist manchmal im Unterricht, besonders in mündlichen Diskussionen, vorgekommen, dass ich einen Begriff verwenden wollte, er mir aber nur auf Türkisch einfiel und ich somit den gesamten Satz quasi einmal rekonstruieren musste. Von negativen Erfahrungen kann ich jedoch nicht sprechen, in meiner Schule hatte ich einige LehrerInnen, welche sehr unterstützend waren, mit ihrer Hilfe konnte ich mich sprachlich sehr entwickeln. Meine deutschen bildungssprachlichen Kompetenzen habe ich erst ab der neunten oder zehnten Klasse erworben, da wir angefangen haben, uns mit „schwierigeren“ Texten auseinanderzusetzen. Zwar musste ich einige Worte mehr nachschlagen als meine MitschülerInnen, doch dies verbinde ich wirklich nicht mit negativen Erfahrungen, ganz im Gegenteil, es hat mir sehr viel geholfen.

Die dritte Aufgabe lautet: Was möchten Sie nach dem Besuch dieser Vorlesung bei Ihrer zukünftigen Unterrichtsgestaltung beachten? Welches Wissen und welche Fähigkeiten fehlen Ihnen dafür noch?

In alltägliche und mündlichen Situationen wird nur die allgemeinsprachliche Kompetenz benötigt, man muss nicht allzu viele Worte kennen, zum Beispiel, wenn man sich mit einer/einem MitschülerIn unterhält, zumal sich viele in dem typischen „Imbissdeutsch“ unterhalten. Doch, wenn es um schriftliche Abgaben geht, muss man unbedingt über die bildungssprachliche Kompetenz verfügen und diese sollte gefördert werden. Man verwendet hierbei eher Fachbegriffe und komplexere grammatische Strukturen; es ist äußerst wichtig, den geeigneten Begriff beziehungsweise Ausdruck finden zu können. Ich würde somit öfter mal komplexere Texte einführen und diese mit der Klasse besprechen sowie längere schriftliche Hausaufgaben aufgeben; je mehr man liest und schreibt, umso besser.

4. Wie muss Schule unserer mehrsprachigen Gesellschaft gestaltet sein? Welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein, damit Sie die Mehrsprachigkeit ihrer Schüler*innen einbeziehen und einen registersensiblen Fachunterricht gestalten können?

Die Geduld und Toleranz der Lehrkraft spielt die größte Rolle. Das Lernen einer Sprache benötigt eben Zeit, es handelt sich eher um ein Prozess.

 

 

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Heterogenitätskategorie Geschlecht/Gender in Schule (rv09)

In diesem Beitrag werde ich mich auf die Vorlesung von Christoph Fantini, „Heterogenitätskategorie Geschlecht/Gender in Schule“, beziehen.

1.Erläutern Sie das in der Vorlesung thematisierte Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf Genderdynamiken und -pädagogik in der Schule. Nehmen Sie dafür Bezug auf die in der Vorlesung genannten theoretischen Ansätze.

Thesen hinsichtlich der Genderdynamiken hat es schon immer gegeben, dazu gibt es verschiedene Beispiele, eines ist die These von Stahlmann aus dem Jahr 1991. Diese besagt, dass Mädchen „ruhiger“, „disziplinierter“ sowie „aufmerksamer“ sind als Jungs. Das heißt, mit diesen Thesen versucht man, beiden Geschlechtern bestimmte Merkmale und Rollen zuzuschreiben.

In Schulen gibt es bestimmte Inszenierungspraxisen, aufgrund von Zuschreibungen durch Lehrer*innen, beispielsweise das „Zwei-Drittel-Aufmerksamkeitsgesetz“, hierbei sollen Jungen mehr Aufmerksamkeit im Unterricht bekommen als Mädchen, da den Jungen die Eigenschaft zugeschrieben wird, dass sie sich auffällig verhalten. Ob dieses Gesetz einen Vorteil für die Jungen darstellt, ist jedoch diskutabel. Ein anderes Beispiel ist die Benachteiligung von Mädchen in MINT-Fächern, der Grund dafür liegt in der Annahme begründet, dass Mädchen eher sprachlich begabt sind und Jungen eher in den MINT Fächern. Umgekehrt kommt es also auch zu Benachteiligungen von Jungen in sprachlichen Fächern, da ihnen in diesen Fächern nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt werden könnte.

2. Reflektieren Sie ihre bisherigen Praxiserfahrungen aus der eigenen Schulzeit und ersten Praktika zum schulischen „Genderplay“, möglichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenitätsfeld der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung, Inklusion.

Praktika habe ich leider noch keine absolviert, somit kann ich mich nur auf meine eigene Schulzeit beziehen. Im Sportunterricht war es zum Beispiel so, dass wir Stunden hatten, in denen Jungen und Mädchen aufgeteilt wurden. Die Jungen haben dann Fußball gespielt und die Mädchen getanzt. In anderen Fächern ist mir Ähnliches zum Genderplay jedoch nicht aufgefallen. Somit denke ich auch nicht, dass es einen Unterschied macht, wenn man das Geschlecht auf ein anderes Heterogenitätsfeld bezieht, wie zum Beispiel auf die Leistung. Diese hängt nicht vom Geschlecht ab und dementsprechend habe ich auch nichts von Lehrern/Lehrerinnen gehört, welche so etwas suggeriert haben.

3. Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe für kommende Praktika zum Thema „gendersensible Pädagogik“:

  • Beobachten Sie, ob und inwiefern sich Lehrer/innen gegenüber Mädchen und Jungen unterschiedlich verhalten, besonders in MINT Fächern vs. im Englisch-/Französisch-/Spanischunterricht. Wird von den Jungen wirklich erwartet, dass sie beispielsweise in Mathe besser sind als im Sprachunterricht?

 

 

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Umgang mit Heterogenität GO (rv06)

In diesem Beitrag möchte ich mich auf die Vorlesung von Dr. Eileen Schwarzenberg sowie auf die gestellten Fragen beziehen.

Für mich war ein zentraler theoretischer Aspekt aus der Vorlesung die Gegenüberstellung der Exklusion, Integration und Inklusion hinsichtlich des Bildungssystems. Die Abbildung auf der vierten Folie ist dabei besonders hilfreich, um diese drei Begriffe zu verstehen.

In der Abbildung ist die Exklusion folgendermaßen dargestellt: Es gibt mehrere graue Kugeln, die alle nah beieinander sind und somit sichtlich eine Einheit bilden. Außerhalb dieser Einheit beziehungsweise am Rand von ihr befinden sich einzelne, farbige Kugeln. Man könnte also annehmen, dass die grauen Kugeln für die  Klassengemeinschaft sowie das Bildungssystem stehen: Sie  bilden alle eine Zusammengehörigkeit, da sie alle gleich sind, wohingegen die Kugeln, die eine andere Farbe aufweisen, also „anders“ sind, ausgeschlossen werden.

Bei der Inklusion dagegen sind Kugeln aller Farben beieinander, es gibt keine Ausgrenzung. Alle Kugeln beziehungsweise Individuen haben dieselben Bildungschancen und sind in der gleichen Umgebung.

Bei der Integration dagegen ist nur ein Teil der Individuen inkludiert. Bezogen auf die Schule und auf Schüler/innen mit besonderen Bedürfnissen könnte dies zum Beispiel bedeuten, dass sie zwar in einer regulären Klasse sind, in dem Sinne, dass sie nicht in einem separaten Raum sind, jedoch ein separates Lernprogramm haben, wohingegen der Rest der Klasse einen anderen Lehrplan befolgt. Sie können also am gleichen Unterricht teilnehmen, allerdings nur in einer beschränkten Art und Weise.  Bei der Inklusion dagegen kann dieser Schüler oder diese Schülerin in vollem Umfang am selben Unterricht teilnehmen und auch denselben Lehrplan befolgen wie alle anderen; außerdem gibt es dabei Untergruppen in der Klasse, sie sind auch Teil der Klassengemeinschaft.

Geht man nun auf die unterschiedlichen Fallbeispiele ein, lässt sich aus den Texten entnehmen, dass das erste Beispiel, Finn, zwar dem Unterricht inhaltlich folgen kann, es aber zwei Aspekte gibt, welche ihm das Lernen und Miteinander in der Klasse erschwierigen. Zum einen, das Nachlassen seiner Konzentration, welches schon in der zweiten Stunde einsetzt; zum anderen, sein aggressives Verhalten gegenüber seiner Mitschüler*innen. Das Nachlassen seiner Konzentration liegt in der Unruhe der Klasse begründet, somit würde es ihm erheblich helfen, wenn seine Klasse von der Anzahl der Schüler*innen kleiner wäre. Bei wichtigeren Aufgaben sollte man die Regel einführen, dass jede Aufgabe, welche man im Unterricht nicht zu Ende gebracht wurde, zuhause, neben der eigentlichen Hausaufgabe erledigt werden soll. Somit könnte Finn dazu motiviert werden, diese Aufgaben in der Unterrichtsstunde fertig zu bringen, und man würde ihm die Möglichkeit geben, sich zuhause in aller Ruhe mit dem Thema zu befassen und am nächsten Tag die Ergebnisse der Aufgaben zu vergleichen. Beim zweiten Problem muss der Auslöser der verbalen und physischen Aggressionen herausgefunden werden. Hier sind sie möglicherweise auf seine Familie zurückzuführen, da seine familiären Schwierigkeiten so gravierend sind, dass er monatelang nicht zur Schule kommen konnte. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass ein Elternteil von ihm ebenfalls aggressiv reagiert und Finn sich somit auch so verhält, weil er es gewohnt ist und nicht anders kennt, vor allem, wenn er keine Freunde hat. Man sollte häufiger Teamarbeiten einführen, anstatt zuzulassen, dass er sich komplett von seinen Mitschüler*innen abschottet.

Hanna ist zwar sehr ehrgeizig, doch leidet unter ihrer Rechenschwäche. Zwar erhält sie eine gesonderte Förderung, doch diese hilft ihr auch nicht immer, zudem machen es ihre Ängste und Sorgen nur schwieriger. Es ist wichtig, dass sie mehr Möglichkeiten hat, Matheaufgaben in einer stressfreien Umgebung zu erledigen, das heißt, sie sollte keine Zeitangaben erhalten und bei Tests oder Arbeiten einen Taschenrechner zur Verfügung gestellt haben. Auch sollte man ihr immer die Möglichkeit geben, alle Aufgaben, die sie erledigt, korrigiert und erklärt zu bekommen. Als Lehrerschaft könnte man ihre Aufgaben also immer einsammeln, damit sie immer die richtigen Lösungen hat.

Bei Malik ist das Problem, dass er sich nicht traut, sich mündlich zu beteiligen. Somit kann er nicht zeigen, was er schon kann und sich nicht weiterentwickeln, da man als Lehrer nicht genau einschätzen kann, wo es Mängel und Unsicherheiten gibt. Man sollte mehr Partner-und Teamarbeiten einführen, in denen er sein Gelerntes mit anderen teilen kann und somit sicherer in seinem Wissen wird; am besten wäre es, wenn man dies spielerisch organisieren würde.

Lena ist körperlich eingeschränkt und auch, was ihre kognitiven Fähigkeiten betrifft, somit ist ihre Situation am schwierigsten. Sie ist komplett auf die Hilfe ihrer Assistentin angewiesen. Sie könnte mehr Alltagsaufgaben erledigen, wie beispielsweise das Anfertigen von einfachen Zutaten, im Text wird die „Obstschale“ benannt, diese könnte man durch andere ergänzen. Da sie nur durch ihre Mimik, Gesten und Symbole mit anderen kommunizieren kann, könnte man ihr das Lernen durch Bilder und Spiele ermöglichen.

Wenn es um meine eigenen Erfahrungen geht, kann ich sagen, dass mir Inklusion, wie es in der Vorlesung vorgestellt wurde, in meiner damaligen Schule nicht aufgefallen ist, zumindest nicht in meinem Jahrgang. Das Lobenswerte an meiner Schule war jedoch, dass wir einen Aufzug hatten, welcher körperlich beschränkten Schülern*innen das Schulleben erheblich erleichtern kann. Doch, wenn es um die Größen der Klassen und um die didaktischen Methoden geht, gibt es vieles, was man verbessern müsste, damit eine erfolgreichen Inklusion gelingen kann. Leider habe ich noch keine Praktika in der Schule absolviert, habe somit keine praktischen Erfahrungen mit Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Oberschulen und Gymnasien gemacht, doch ich unterstütze eine Inklusion trotzdem, alleine aus dem Grund, dass jeder dieselben Bildungschancen erhalten und ihr vollständiges Potential entfalten können sollte. Ich finde, dass in unserem heutigen Bildungssystem vieles verändert werden sollte, und dass auch dann eine Inklusion von SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf erfolgreich sein kann.

Eine Beobachtungsaufgabe für den inklusiven Unterricht für zukünftige Praktika wäre es für mich zu analysieren, wie die Lehrerschaft mit den Schüler/innen mit Förderbedarf in verschiedenen Situationen umgeht, besonders in schwierigeren Situationen. Beispielsweise habe ich mir beim Fallbeispiel von Finn selber darüber Gedanken darum gemacht, wie ich genau handeln würde, wenn er sich erneut seinen Mitschülern/innen gegenüber aggressiv verhält.

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