In meinem letzten Blogpost habe ich erörtert, warum ich überhaupt Kulturwissenschaft studieren. Es ging eher um das Studium an sich – aber fängt man nicht ein Studium an, um irgendetwas zu erreichen, etwas zu werden?

Mir ist schon seit 2 Jahren klar, dass ich unbedingt KuWi studieren will, doch habe ich trotzdem in diesen 2 Jahren meinen Berufswunsch des öfteren geändert. Ich wollte erst ins Eventmanagement einsteigen (klar, ist ja auch total angesagt – außerdem war es zu der Zeit der einzige Beruf, der mir in Zusammenhang mit KuWi eingefallen ist), danach wollte ich ans Theater (Dramaturgin), habe das aber sehr schnell verworfen – ständig umziehen zu müssen wegen des Jobs? Nein, danke. Nun dann habe ich angefangen, einen kleinen Reiseblog zu schreiben und wollte in die journalistische Richtung gehen (am besten unabhängige Reisebloggerin, Freelancer, selbstständig), habe dann herausgefunden, dass ich trotz meiner Liebe zu Reisen immer meiner Heimat hänge. Dort habe ich dann die Möglichkeit bekommen, bei einer Kulturagentur zu arbeiten, die zu dieser Zeit ein „Mondscheinkino“ organisiert hat. Ich habe mich sehr lange und ausführlich mit den Mitarbeitern dort unterhalten; sie haben nämlich gerade eine Kulturwissenschaftlerin eingestellt, die sich um den Kulturentwicklungsplan der Stadt kümmern soll. Das hat mich schon immer interessiert: Was hält eine (Klein-) Stadt im Inneren zusammen? Was passiert gerade mit unseren Städten – in welche Richtung gehen wir insgesamt? Das habe ich mich nicht nur im kulturveranstalterischem Sinne gefragt, sondern interessiert mich auch der stadtplanerische Teil dieser Fragen sehr. Mein Plan B fürs Studium war Architektur oder Geographie zu studieren, wenn es mit der Kulturwissenschaft nicht geklappt hätte.

Da ich (denke ich mal) auch in der Aufstellung von Konzepten oder generell Plänen sehr enthusiastisch bin, würde mich eine solche Arbeit sehr reizen.

Inzwischen bin ich mir in meinem Berufswunsch ziemlich sicher – es wird nicht der Journalismus, kein Theater. Auch werde ich keine Reisebloggerin; aber ich kann sicherlich alle meine Interessen später in dem Beruf ausleben, den ich mir auswähle.