Anforderung zur Erlangung von 3 GS Credit Points: Endprodukt Schreibtechniken vom 25.11.

 

1. Freewriting

Warum studiere ich Kulturwissenschaft?

Ich studiere Kulturwissenschaft, weil ich mich für alles was mit Organisieren und selbstständig etwas erarbeiten interessiere. Auch für das Thema Ethnologie bin ich zu begeistern, da ich gerne über den Tellerrand hinausschaue und reise und mehr darüber erfahren möchte, welche Fragestellungen man sich als Reisender in dieser Welt setzen kann und was man alles erforschen kann. Wahrscheinlich studiere ich auch noch Kulturwissenschaft, weil ich mich auch insbesondere für das schreiben interessiere und gerne Texte lese – alles was mit reiner Naturwissenschaft zu tun hat, interessiert mich weniger und ich kann mir auch nicht vorstellen, etwas wie BWL später als Beruf zu haben. Ein freier Weg mit Sprüngen, Lücken und Haken ist mir wichtiger als ein linearer, vollgepackter Lebenslauf.

Auch habe ich schon einmal für eine Kulturagentur gearbeitet und das hat mir sehr viel Spaß bereitet. Ich habe dort Tätigkeiten wie Ticketverkauf und Kundengespräche übernommen, doch am meisten hat es mir geholfen mit den dort ansässigen Kulturwissenschaftlern zu reden und mich mit Ihnen über das Studium der Kulturwissenschaft zu unterhalten. Auch habe ich Leute getroffen, die mir Bremen wärmstens ans Herz gelegt hatten – witziger weise war ich auch gerade auf der Arbeit, als ich die Zusage gekriegt habe!

 

2. Mehr- Versionen- Schreiben 

Warum beschäftigt sich die Kulturwissenschaft zu dem Thema der Beziehung zwischen Mensch und Tier?

Das Thema der Beziehung zwischen Mensch und Tier ist ein umfassendes Thema der Kulturwissenschaft, das sich unter anderem in dem Gebiet der Human- Animal- Studies herausbildet.

Im Vordergrund dieser Fragestellung steht das paradoxe Verhältnis des Menschen zu seiner sogenannten companion species, seinem Wesensverwandten: In der heutigen Zeit steht die Liebe zu Tieren zwar augenscheinlich im Vordergrund, doch noch nie wurde so grausam mit Tieren umgegangen: Haustiere konkurrieren mit Nutztieren in einem System von Massentierhaltung und Quälerei.

Aus kulturwissenschaftlicher Sicht wird nun hinterfragt, wie das Zusammenleben und die Interaktion von Menschen und Tieren aussieht und wie sie sich historisch entwickelt hat.

Zu diesem Themengebiet zählen zum Beispiel die Fragen, welche Rolle Tiere in Denksystemen und Ideengeschichten westlicher und nicht-westlicher Gesellschaften besetzen und wie sie in Kunst, Medien, Literatur, Folk Culture und Popkultur repräsentiert werden.

Außerdem wird hinterfragt, welcher Umgang mit Tieren in Wissenschaft, Ökonomie oder Politik vorherrschend zu sein scheint, beispielsweise welche Rechte Tieren zugesprochen werden sollen und wie das Gewalt- und Ausbeutungsverhältnis funktioniert.

Doch warum beschäftigt sich die Kulturwissenschaft zu Beziehungen von Mensch und Tier?

Menschen haben Tiere schon vor sehr langer Zeit domestiziert, in ihrer Nähe gehalten und genutzt. Somit haben wir vor langer Zeit (die Wissenschaft ist sich nicht einig darüber, wann die ersten Tiere domestiziert worden) einen Vertrag mit den Tieren eingegangen.

Tiere sind „companion species“, Wesensverwandte, ein wichtiger Bestandteil menschlichen Lebens – die Kulturwissenschaft beantwortet mit der Frage der Beziehung von Mensch und Tier zum Teil auch die Frage, in was für einer Welt wir leben – eine der größten Fragen der Kulturwissenschaft.