{"id":152,"date":"2024-01-05T10:43:11","date_gmt":"2024-01-05T09:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/?p=152"},"modified":"2024-01-18T11:44:55","modified_gmt":"2024-01-18T10:44:55","slug":"sl_nuedling_molotow-must-stay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/2024\/01\/05\/sl_nuedling_molotow-must-stay\/","title":{"rendered":"SL_B4_N\u00fcdling_&#8220;Molotow Must stay!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400\">Charlotte N\u00fcdling | 6327620 | 09-50-M1-T3 Tutorium 3 zu \u201eEinf\u00fchrung in die Ethnologie\u201c | WiSe 23\/24 | Studienleistung: Blogeintrag<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Einer der beliebtesten Musikclubs in Hamburg ist das Molotow. Der legend\u00e4re und alternative Club soll nun aber am 30. Juni 2024 von <\/span><span style=\"font-weight: 400\">Nobistor an der Reeperbahn <\/span><span style=\"font-weight: 400\">weg und zum dritten Mal umziehen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Nachdem bereits l\u00e4nger feststand, dass aufgrund des Abrisses der Sternbr\u00fccke die Astra-Stube, das Fundbureau, der Waagenbau, die Beat Boutique sowie die Bar 227 schlie\u00dfen und umziehen m\u00fcssen, waren diese Neuigkeiten ersch\u00fctternd. Der jetzige Standort des Molotows, den es seit 2014 bewohnt hat, wird ebenfalls abgerissen und es soll Platz gemacht werden f\u00fcr den Bau eines Lindners Hotels, welche Teil der Hyatt Gruppe sind. Ein Entwurfsbild des Boutique-Hotels zeigt ein sechsst\u00f6ckiges Geb\u00e4ude, mit schicker Verglasung und einem luxuri\u00f6sen Lounge-Bereich. Zudem verloren auch mehr als 90 Be\u00adwoh\u00adne\u00adr*in\u00adnen ihr Zuhause.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Der vorherige Standort des Molotows wurde auch schon abgerissen, um neu zu bauen. Jedoch ist das Grundst\u00fcck seit 10 Jahren unbebaut. Der Betreiber des Clubs, Andi Schmidt, war von der kurzfristigen Mietvertragsk\u00fcndigung \u00fcberrascht worden. Er hatte darum gebeten, mindestens ein Jahr im Voraus \u00fcber neue Baupl\u00e4ne informiert zu werden. Vor allem, weil der Club \u00fcber vier B\u00fchnen verf\u00fcgt und dadurch fester Bestandteil des allj\u00e4hrlichen Reeperbahn Festivals ist. Die bereits gebuchten Bands f\u00fcr das Festival und f\u00fcr das ganze Jahr 2024 mussten nun abgesagt werden, so Andi Schmidt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Clubszene in Hamburg ist sauer und entt\u00e4uscht: Am 30. Dezember 2023 fand eine gro\u00dfe Solidarit\u00e4ts-Demonstration statt, mit dem Motto \u201cMolotow must stay\u201d, &#8222;Musik weicht dem Beton&#8220; oder &#8222;Das ist unser Haus&#8220;. Die Medien berichten von einer vierstelligen Teilnehmerzahl. Auch \u00fcber Instagram solidarisieren sich viele Liebhaber des Clubs. Darunter auch ber\u00fchmte K\u00fcnstler, die bereits im Molotow aufgetreten sind, wie Tocotronic, Deichkind, Casper und Blood Red Shoes.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Jedoch gibt es Hoffnung. Der Kultursenator Carsten Brosda aus der SPD sagt, er k\u00f6nne sich eine Kulturstadt Hamburg ohne &#8222;Molotow&#8220; nicht vorstellen und verspricht, bei der Suche nach einer \u201cZwischenl\u00f6sung\u201d zu unterst\u00fctzen.\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Schlie\u00dfung des Molotows ist auch f\u00fcr mich pers\u00f6nlich sehr traurig, da dies f\u00fcr mich der beste Club auf der Reeperbahn ist. Die T\u00fcrsteher sind immer freundlich und zuvorkommend. Als ich das erste Mal da war, hat man eine Einweisung bekommen, wo man schnellstm\u00f6glich Hilfe bekommt und an wen man sich wo wenden kann. Ich habe mich in diesem Club immer wohl gef\u00fchlt und ich habe nur gute Erinnerungen daran. Schade, dass die Stadt immer mehr Kultur abreist, um Platz f\u00fcr Hotels zu machen. Vor allem wenn einem klar wird, dass dies jetzt nicht zum ersten Mal passiert ist. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass die Demonstration und die Wut der Hamburger etwas bewirken k\u00f6nnen. So schnell geben wir nicht auf: \u201cMolotow must stay!\u201d\u00a0\u00a0\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Literaturverzeichnis<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Lange, Tino (2023): Interview mit Carsten Brosda. Es geh\u00f6rt auch zur Clubkultur, dass Neues entsteht. URL: <\/span><a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/hamburg\/kultur\/article240886968\/Es-gehoert-auch-zur-Clubkultur-dass-Neues-entsteht.html\"><span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/www.abendblatt.de\/hamburg\/kultur\/article240886968\/Es-gehoert-auch-zur-Clubkultur-dass-Neues-entsteht.html<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\"> (Datum des letzten Besuchs 04.01.2024).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Sch\u00fcmann, Sirany (2023): Molotow muss bleiben: Aufruf zur Demo nach K\u00fcndigung. URL: <\/span><a href=\"https:\/\/szene-hamburg.com\/molotow-kuendigung-demo\/\"><span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/szene-hamburg.com\/molotow-kuendigung-demo\/<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\"> (Datum des letzten Besuchs 04.01.2024).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Zuschlag, Andr\u00e8 (2023): Dem Molotow droht das Aus. URL: <\/span><a href=\"https:\/\/taz.de\/Club-Sterben-in-Hamburg\/!5981482\/\"><span style=\"font-weight: 400\">https:\/\/taz.de\/Club-Sterben-in-Hamburg\/!5981482\/<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400\"> (Datum des letzten Besuchs 04.01.2024).<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Charlotte N\u00fcdling | 6327620 | 09-50-M1-T3 Tutorium 3 zu \u201eEinf\u00fchrung in die Ethnologie\u201c | WiSe 23\/24 | Studienleistung: Blogeintrag &nbsp; Einer der beliebtesten Musikclubs in Hamburg ist das Molotow. Der legend\u00e4re und alternative Club soll nun aber am 30. Juni 2024 von Nobistor an der Reeperbahn weg und zum dritten Mal umziehen.\u00a0 Nachdem bereits l\u00e4nger [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15144,"featured_media":153,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-152","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15144"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=152"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/152\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":183,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/152\/revisions\/183"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/media\/153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}