{"id":115,"date":"2023-12-16T12:56:46","date_gmt":"2023-12-16T11:56:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/?p=115"},"modified":"2023-12-17T16:53:23","modified_gmt":"2023-12-17T15:53:23","slug":"sl_kerbstat_freier-text","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/2023\/12\/16\/sl_kerbstat_freier-text\/","title":{"rendered":"(SL)_Kerbstat_Freier Text"},"content":{"rendered":"<p>Sophie Kerbstat l Matrikelnummer:\u00a06239194 l 09-05-M1-T3 Tutorium 3 zu \u201eEinf\u00fchrung in die Ethnologie\u201c l Lehrende: Sarina Poloczek l WS 23\/24 l Studienleistung Freier Text l Abgabe: 17.12.2023 l Abgegeben: 17.12.2023<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/files\/SL_Kerbstat_Freier-Text.pdf\">(SL)_Kerbstat_Freier Text<\/a><\/p>\n<p><strong><u>Beobachtungsprotokoll zu dem Flughafen in Bremen am 17. November<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Am Freitag um 10:15 Uhr startete das Treffen am Flughafen. Die Aufgabe bestand darin, alles wahrzunehmen was im Flughafen stattfindet und auff\u00e4llt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Beobachtung positionierte ich mich auf einer schwarzen Bank, die an einer Wand stand und sich neben dem Check In befand. Vor mir waren ein paar Meter Platz, wo Leute langgehen konnten. Dahinter befand sich eine Rolltreppe, die nach oben lief.<\/p>\n<p>In meinem rechten Blickfeld war eine lange Bank zu sehen, die sich mitten in dem gro\u00dfen Flughafenraum befand. Auf meiner linken Seite waren unter der Rolltreppe zwei kleine schwarze B\u00e4nke und dann folge ein Bereich mit ein paar elektronischen kleinen bunten Fahrzeugen, die f\u00fcr Kinder zum Spielen waren. Von dem gew\u00e4hlten Platz aus, konnte ich viel von dem Raum \u00fcberblicken.<\/p>\n<p>Anfangs waren wenig Leute im Flughafengeb\u00e4ude. Die wenigen Leute setzten sich teils auf die lange Bank, standen oder liefen langsam durch das Flughafengeb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Zwei M\u00e4nner in Winterjacken gingen erst in die eine Richtung und dann in die andere Richtung den Weg zur\u00fcck. Ein Mann ging auf die Rolltreppe und fuhr langsam ins Obergeschoss, w\u00e4hrend er sich im Raum umblickte. Eine Frau ging in schnellen Schritten die Rolltreppe herunter. Im Erdgeschoss angekommen, lief sie gradlinig schr\u00e4g durch den Raum. Ihre hohen Schuhe klackerten auf dem wei\u00df gefliesten Boden. Nur wenige Ger\u00e4usche waren zu vernehmen. Die Rolltreppe rauschte, wenn jemand damit auf die andere Etage fuhr.<\/p>\n<p>Nach wenigen Minuten kamen ein paar mehr Leute in das Geb\u00e4ude. Zu Beginn der Beobachtung waren die Besucher des Flughafens, viele M\u00e4nner mittleren Alters mit jeweils einem Koffer.<\/p>\n<p>Ein Mann tauchte neben der Treppe auf und schaute kurz in den Abfalleimer, welcher neben der Rolltreppe positioniert war. Er trug eine blaue Jeans, eine Regenjacke und eine Schirmm\u00fctze.<\/p>\n<p>Am Flughafen Ausgang fiel mir parallel ein Mann in Arbeitskleidung mit Leuchtstreifen auf, der auf einem Arbeitsger\u00e4t durch die Schiebet\u00fcren nach drau\u00dfen fuhr.<\/p>\n<p>Der Mann an der Rolltreppe griff nun mit einem Arm in den M\u00fclleimer. Dabei b\u00fcckte er sich und sein ganzer Arm verschwand bis zur Schulter in dem Eimer. Sein Kopf hielt er schief und er \u00fcberblickte damit den Raum. Nach wenigen Sekunden richtete der Mann sich wieder auf und zog seine leere Hand aus dem Abfalleimer. Er schaute sich schnell um und ging dann weiter.<\/p>\n<p>Um halb elf standen noch keine Personen an dem Check in. Nach ungef\u00e4hr zehn Minuten kamen langsam zwei M\u00e4nner zu dem Check in, die vorher auf der gro\u00dfen langen Bank sa\u00dfen. Die Beiden schauten auf die Schilder, die an der Wand oben angebracht waren. Dann stellten sie sich an einen Schalter direkt hinter mir. Die Koffer stellten sie auf den Boden und blickten sich im Raum um.<\/p>\n<p>Hinter dem Check In Schalter befand sich eine Putzkraft. Sie wischte mit einem blauen Lappen schnell \u00fcber eine Fl\u00e4che und ging &#8211; nachdem sie die beiden Besucher sah &#8211; mit schnellen Schritten am Schalter entlang.<\/p>\n<p>Weitere Leute stellten sich minutenversetzt in die Warteschlange. Dazu geh\u00f6rten beispielsweise zwei Frauen mit jeweils einem Koffer und ein Mann der eine Atemschutzmaske trug. Eine Frau zog ihre Jacke aus und hielt sie anschlie\u00dfend um ihren Arm gebunden fest. Der Mann mit Maske fing an zu telefonieren. Zwei Personen schauten auf ihr Handy. Ein Mann mit Ohrst\u00f6pseln ging direkt an der Bank vor mir vorbei. Anschlie\u00dfend stellten sich drei weitere Personen in die Warteschlange. Hinter dem Schalter befand sich zu diesem Zeitpunkt noch kein Personal.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Moment ging eine Gruppe von f\u00fcnf Personen an mir vorbei. Sie stellten sich ebenfalls in die Check-In Schlange. Einige Personen in der Schlange, die sich zuvor ruhig verhalten hatten, redeten mittlerweile miteinander. Eine Person schaute ein Video auf dem Handy und die Musik von \u201cPirates of the Caribbean\u201c erklang. Zwei Personen a\u00dfen etwas, eine davon ein Br\u00f6tchen aus einer B\u00e4ckert\u00fcte. Die beiden jungen Frauen lachten.<\/p>\n<p>Eine Reinigungskraft fing an den Boden vor dem Check In zu putzen. Die Putzfrau hatte einen Wagen bei sich auf dem sich Reinigungszeug befand. Pl\u00f6tzlich krachte der Reinigungswagen einmal stark gegen die Bank auf der ich sa\u00df. Die Bank wackelte und bewegte sich ein St\u00fcck von der Wand weg. Die Frau setze Ihre Putzarbeit fort. Anschlie\u00dfend schob sie den Putzwagen durch die Schlange der anstehenden Leute. Sie stellte den Wagen neben die Treppe und ging dann mit einem Lappen und Wischer auf die Rolltreppe. Auf der oberen Etage verschwand sie aus meinem Sichtfeld. Nach wenigen Minuten sah ich sie die normale Treppe putzen.<\/p>\n<p>Unter der Treppe hatte sich mittlerweile ein Mann auf eine Bank gesetzt und war mit einem Handy besch\u00e4ftigt. Zwei Frauen in Uniform mit Namensschild gingen schnell und nahe an mir vorbei. Sie bogen ab zum Check In.<\/p>\n<p>Die jungen Frauen in der Check In Warteschlange betrachteten ihre H\u00e4nde und Fingern\u00e4gel. In einer Hand hielten sie jeweils ein Dosengetr\u00e4nk. Ein Handy klingelte. Ein Mann ohne Koffer und H\u00e4nden in der Jackentasche ging schnell durch den Raum.<\/p>\n<p>Der Check In Schalter wurde nun ge\u00f6ffnet. In der Warteschlange bewegen sich die Leute daraufhin verst\u00e4rkt und gingen ein paar Meter nach vorne. Dabei zogen sie ihre Taschen mit oder schoben sie mit dem Fu\u00df \u00fcber den Boden. Die Unterhaltungen wurden lauter. Auf der Rolltreppe ordnete ein Mann sein Portmonee. Zwei M\u00e4nner fuhren Rolltreppe hoch und unterhielten sich auf Englisch. Ein Mann mit einem beladenden Gep\u00e4ckwagen schob dicht an mir vorbei und telefonierte lachend. Ebenfalls ging ein Mann in Polizeiuniform vorbei und warf einen Blick zum Check In. Er stieg auf die Rolltreppe und schaute zu mir.<\/p>\n<p>Inzwischen sa\u00dfen viele Leute auf der gro\u00dfen Bank. Die Warteschlange hatte sich dagegen verkleinert.<\/p>\n<p>Die meisten Personen im Flughafengeb\u00e4ude gingen zum Check In und wollten offensichtlich irgendwo hinfliegen. Es war klar zu bemerken, dass es zu Beginn der Beobachtung ruhiger war und sich sp\u00e4ter mehr Leute im Geb\u00e4udeabschnitt bewegten und es dabei lauter wurde, weil die versammelten Personen zunehmend mehr miteinander sprachen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sophie Kerbstat l Matrikelnummer:\u00a06239194 l 09-05-M1-T3 Tutorium 3 zu \u201eEinf\u00fchrung in die Ethnologie\u201c l Lehrende: Sarina Poloczek l WS 23\/24 l Studienleistung Freier Text l Abgabe: 17.12.2023 l Abgegeben: 17.12.2023 (SL)_Kerbstat_Freier Text Beobachtungsprotokoll zu dem Flughafen in Bremen am 17. November Am Freitag um 10:15 Uhr startete das Treffen am Flughafen. 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