{"id":111,"date":"2023-12-16T11:18:39","date_gmt":"2023-12-16T10:18:39","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/?p=111"},"modified":"2024-01-27T23:04:29","modified_gmt":"2024-01-27T22:04:29","slug":"spannende-erkenntnisse-zu-meiner-ersten-beobachtungsaufgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/csn0608\/2023\/12\/16\/spannende-erkenntnisse-zu-meiner-ersten-beobachtungsaufgabe\/","title":{"rendered":"(SL_B3)_Kerbstat_Spannende Erkenntnisse zu meiner ersten Beobachtungsaufgabe"},"content":{"rendered":"<p>Sophie Kerbstat l Matrikelnummer: 6239194 l 09-05-M1-T3 Tutorium 3 zu \u201eEinf\u00fchrung in die Ethnologie\u201c l Lehrende: Sarina Poloczek l WS 23\/24 l Studienleistung Blogartikel l Abgabe: 28.01.2024 l\u00a0 Abgegeben: 16.12.2023<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Andere Menschen im \u00f6ffentlichen Raum beobachten. Was kann dabei gesehen werden?<\/p>\n<p>Es ist anfangs vielleicht etwas ungewohnt, andere Menschen genauer zu betrachten. Meine Vermutung ist, das machen die wenigsten Menschen regelm\u00e4\u00dfig. Da es so ungewohnt ist, habe ich mir dazu Gedanken gemacht wie, \u201eDas ist bestimmt sehr auff\u00e4llig.\u201c Oder \u201eDie Leute k\u00f6nnen sich schnell gest\u00f6rt von mir f\u00fchlen. Da ich dadurch auffalle.\u201c<\/p>\n<p>Meine erste Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich bei der Beobachtung niemanden besonders auffiel. Keine Person hatte mich darauf angesprochen oder sonst gro\u00df Beachtung geschenkt.<\/p>\n<p>Allerdings macht es bestimmt einen Unterschied, ob bei der Beobachtung in ein Notizbuch geschrieben wird oder nicht. Sollten wichtige Aspekte bei der Beobachtung festgehalten werden, ist es mit am unauff\u00e4lligsten, sich die Notizen in sein Handy zu schreiben.<\/p>\n<p>Viele Leute h\u00e4ngen in ihrer eigenen Gedankenwelt herum und es f\u00e4llt ihnen selten stark auf, was in ihrer Umgebung geschieht, sollte es nicht was Au\u00dfergew\u00f6hnliches sein.<\/p>\n<p>Ich denke, wir alle haben selber auch schon h\u00e4ufiger die Erfahrung gemacht, dass nicht mehr klar ist, was einem auf dem Weg oder bei einer Veranstaltung in der Umgebung passiert ist. Das hat mit der eigenen Wahrnehmung zu tun und worauf sich die Gedanken und die eigene Aufmerksamkeit richtet.<\/p>\n<p>So ist es auch bei jedem individuell wie er eine Situation wahrnimmt und was ihm oder ihr dabei auff\u00e4llt. Deswegen kann an dem gleichen Ort, zu der gleichen Zeit, von unterschiedlichen Leuten eine v\u00f6llig andere Situationswahrnehmung entstehen. Dabei spielt es auch eine Rolle, ob mit einer Fragestellung eine Situation angeschaut wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr meine erste Beobachtungsaufgabe hatte ich 5-10 Minuten Zeit. Als Ort habe ich den Cafeteria Mensa Shop ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Ich habe mir den Ort kurz angeschaut und \u00fcberlegt wo ich mich gut positionieren kann, sodass die anderen Leute mich wenig oder gar nicht bemerken. Am Rand neben einer Treppe, etwas abseits vom Kiosk, hatte ich einen guten Blick auf das Geschehen.<\/p>\n<p>Hinter dem Kiosk waren drei Mitarbeiter. Alle drei waren Frauen. Sie waren sehr besch\u00e4ftigt mit unterschiedlichen T\u00e4tigkeiten. Eine r\u00e4umte belegte Br\u00f6tchen in die Auslage. Mir ist entfallen, was die anderen Mitarbeiterinnen anfangs gemacht haben, diese waren jedenfalls auch die ganze Zeit \u00fcber in Bewegung.<\/p>\n<p>Vielleicht w\u00e4re es da hilfreich gewesen eine bestimmte Fragestellung zu haben, worauf ich besonders achte. So war ich von den vielen Leuten die dort vorbei liefen zunehmend abgelenkt und konnte mir nicht alles ins Handy notieren oder im Kopf merken.<\/p>\n<p>Am Anfang von meiner Beobachtung war kein Kunde beim Kiosk. Ein paar Studenten liefen vorbei. Teilweise waren die Leute alleine, zu viert oder zu zweit unterwegs. Einige von Ihnen unterhielten sich. Mir fiel besonders auf, dass jede Person die ich dort sah wirkte, als h\u00e4tten diese ein Ziel oder schien sehr besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Selbst die Leute, die dort vorbeiliefen, hatten einen gedankenverlorenen oder zielorientierten Blick, sodass klar war, sie wollten schnell zu einem anderen Ort. So rennt beispielsweise ein Junge vorbei und biss hektisch in sein Br\u00f6tchen. Viele Menschen liefen z\u00fcgig vorbei.<\/p>\n<p>Nach ein oder zwei Minuten gingen innerhalb weniger Sekunden einige Leute zum Kiosk. Drei oder vier Sekunden schauten die ersten Leute in die Auslage und bestellten dann direkt.<\/p>\n<p>Innerhalb von kurzer Zeit wurde es voll beim Kiosk. Die Leute, die sp\u00e4ter kamen und sich in die Schlange einreihten, schauten etwas l\u00e4nger in die Auslage und auf die Angebot-Karte, die oben an der gegen\u00fcberliegenden Wand hing.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich z\u00e4hlte ich zehn Leute in der Schlange und sp\u00e4ter wurden es noch ein paar mehr. Die meiste Zeit schauten sie gedankenverloren in die Luft und bewegten sich auf der Stelle. Einige Personen, die in der Schlange standen beobachteten die Leute, die vor ihnen an die Kasse drankamen. Ein Mann wirkte ungeduldig in der Schlange.<\/p>\n<p>Die Angestellten waren sehr besch\u00e4ftigt, die vielen Leute zu bedienen. In der Schlange unterhielten sich lachend zwei junge Frauen und ich h\u00f6rte deren Aussage, dass sie die Kassierer als aggressiv wahrgenommen hatten.<\/p>\n<p>Das war ein kurzer Einblick zu meiner ersten Beobachtungsaufgabe. Ich hoffe ihr konntet was f\u00fcr euch von der Erz\u00e4hlung mitnehmen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sophie Kerbstat l Matrikelnummer: 6239194 l 09-05-M1-T3 Tutorium 3 zu \u201eEinf\u00fchrung in die Ethnologie\u201c l Lehrende: Sarina Poloczek l WS 23\/24 l Studienleistung Blogartikel l Abgabe: 28.01.2024 l\u00a0 Abgegeben: 16.12.2023 &nbsp; Andere Menschen im \u00f6ffentlichen Raum beobachten. Was kann dabei gesehen werden? Es ist anfangs vielleicht etwas ungewohnt, andere Menschen genauer zu betrachten. 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