5. Mental Health

Bei diesem Selbstexperiment soll es nicht nur um die körperliche Achtsamkeit gehen. Ich möchte versuchen mich mental mit einigen Routinen, wie beispielsweise dem regelmäßigen Lesen, Malen und Tagebuch schreiben mental auszubalancieren.

Nicht selten verliere ich mich in meinem Alltag und komme irgendwann an den Punkt, wo ich merke, dass ich nicht mehr genau weiß, wie es mir eigentlich geht. Beim Recherchieren finde ich das sogenannte „6 Minuten-Tagebuch“ von Dominik Spenst. Nach diesem Prinzip soll man morgens und abends je drei Fragen beantworten, die einem helfen sich selbst zu reflektieren und das Positive im Tag stärker wahrzunehmen.

Im „Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie“ wird in einem Kapitel über Autoethnografie die therapeutische Wirkung des Schreibens thematisiert. Das Schreiben wird hier als Methode beschrieben, die uns selbst einen besseren Zuganz zu unseren Gedanken ermöglicht und uns zudem entlastet. Die dadurch bessere Selbstreflexion merke ich schon nach wenigen Tagen. Ich spüre, wie leicht mir das Schreiben an sich fällt und wie viel ich daraus lerne. Mir werden Dinge bewusst und viel klarer. Ich finde es außerdem schön, dass ich durch meine Erkenntnisse aus Erfahrungen lernen und Forschritte merken kann. Beispielsweise habe ich an einem Tag gemerkt (vgl. Kapitel „Bewegung und Rituale“), dass ich eifach durch den Wald rennen wollte und mir dies zu Herzen genommen. Durch das Ansprechen dieses Gefühls habe ich einen Konflikt beziehungsweise schlechte Stimmung ohne einen richtigen Grund zu nennen vermieden.

 

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Ich merke, dass es mir nicht jeden Tag passt, mich mit mir zu beschäftigen und es viel Disziplin beinhaltet. Doch während ich die Fragen morgens und abends beantworte, fällt mir eine Sache ganz besonders auf.

Im Bezug auf die Frage, was mich heute glücklich gemacht hat oder was den Tag wundervoll machen würde, erwähne ich nur Sachen, die man nicht anfassen kann, also nichts materielles. An einem Tag habe ich mir einige Kosmetikprodukte nachgekauft (dafür ging leider dann auch dementsprechend Geld drauf, aber das sind Produkte, die ich regelmäßig und sehr gerne nutze). Diese „Investition“ blieb in meinem Tagebuch unerwähnt. Dies fiel mir erst auf, als ich nochmal mein Geschriebenes durchlas und dann überlegt habe, was noch so an diesem Tag passiert ist.

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