{"id":4,"date":"2023-05-11T22:12:51","date_gmt":"2023-05-11T20:12:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/celiaisabelbipeb\/?p=4"},"modified":"2023-05-11T22:12:51","modified_gmt":"2023-05-11T20:12:51","slug":"intelligenz-vs-vorwissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/celiaisabelbipeb\/2023\/05\/11\/intelligenz-vs-vorwissen\/","title":{"rendered":"Intelligenz vs. Vorwissen"},"content":{"rendered":"<p>1. Welche Rolle spielen Intelligenz und Vorwissen f\u00fcr erfolgreiches Lernen? In welchem Verh\u00e4ltnis stehen diese beiden Heterogenit\u00e4tsdimensionen zueinander? Wie hat man ihren jeweiligen Einfluss auf Lernerfolg empirisch untersucht?<\/p>\n<p>Laut Hans Gruber und Eleni Stamouli korreliere h\u00f6here Intelligenz, gemessen durch Intelligenztests, positiv mit den Lernerfolg, w\u00e4hrend Sch\u00fcler*innen mit mehr Vorwissen, gemessen durch Vortests, neue Informationen schneller und besser verarbeiten k\u00f6nnten und erfolgreicheres Lernen zeigten. Es sei jedoch wichtig zu beachten, dass Sch\u00fcler*innen mit geringerem Vorwissen auch bei h\u00f6herer Intelligenz erfolgreich lernen k\u00f6nnten und dass ein h\u00f6heres Vorwissen kein Ersatz f\u00fcr eine h\u00f6here Intelligenz w\u00e4re. (Vgl. S. 37-38, Gruber, H., Stamouli, E., 2020)<\/p>\n<p>2. Was konnten Sie in Ihren bisherigen Praxiserfahrungen \u00fcber den Umgang mit heterogenem Vorwissen von SuS beobachten? Welche Erfahrungen haben Sie selbst vllt. schon mit (mangelnder) Kenntnis oder (falschen) Annahmen \u00fcber den (Vor-)Wissensstand Ihrer SuS gemacht?<\/p>\n<p>Die Ermittlung des Vorwissens von Sch\u00fcler*innen kann eine erhebliche Herausforderung darstellen, da Lernumgebungen nicht nur interindividuelle, sondern auch intraindividuelle Unterschiede aufweisen k\u00f6nnen und verschiedene Faktoren wie Schlafmangel, Stress, Motivation, Ablenkungen, Interesse oder Vorkenntisse die Messung beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Wissenschaftliche Beobachtungen zeichneten sich durch Zielgerichtetheit, Planm\u00e4\u00dfigkeit, methodische Reflexion und Deskription aus. Dies erm\u00f6gliche Strukturierung und Kontrollierbarkeit, jedoch k\u00f6nne die Aussagebreite eingeschr\u00e4nkt werden, da nur eine Teilmenge der Realit\u00e4t \u00fcbrigbliebe. (Vgl. Topsch, W., 2002)<\/p>\n<p>3. Einige Befunde zur Rolle von Intelligenz und Vorwissen beim Lernen waren f\u00fcr Sie m\u00f6glicherweise \u00fcberraschend. Oder Sie sehen einige der Forschungsergebnisse kritisch in Bezug auf Schule und Unterricht. Welche Forschungsfragen ergeben sich daraus (z.B. f\u00fcr Ihr n\u00e4chstes Praktikum)? Und wie k\u00f6nnen Sie diese Fragen beantworten?<\/p>\n<p>Eine m\u00f6gliche Forscherfrage k\u00f6nnte wie folgt lauten:<br \/>\n<em>Inwieweit h\u00e4ngt der Lernerfolg von der Art des zu lernenden Materials ab, insbesondere in Bezug auf das Vorwissen und die Intelligenz der Lernenden?<\/em><br \/>\nUm diese Frage zu beantworten, k\u00f6nnten verschiedene Forschungsmethoden eingesetzt werden, wie zum Beispiel Befragungen von Lehrkr\u00e4ften und Sch\u00fcler*innen, Beobachtungen im Unterricht oder Auswertungen von Unterrichtsmaterialien und -konzepten, um Empfehlungen f\u00fcr eine differenzierte Unterrichtsgestaltung zu entwickeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literaturverzeichnis:<\/p>\n<p>Hans Gruber und Eleni Stamouli: Intelligenz und Vorwissen, Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2020<\/p>\n<p>Topsch, W.: Grundwissen: Schulpraktikum und Unterricht. Neuwied \/ Kriftel 2002<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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