{"id":13,"date":"2021-05-04T11:19:36","date_gmt":"2021-05-04T09:19:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/caroline\/?p=13"},"modified":"2021-05-04T11:19:36","modified_gmt":"2021-05-04T09:19:36","slug":"englischunterricht-zwischen-selektion-und-inklusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/caroline\/2021\/05\/04\/englischunterricht-zwischen-selektion-und-inklusion\/","title":{"rendered":"Englischunterricht zwischen Selektion und Inklusion"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Leser*innen,<\/p>\n<p>in meinem heutigen Blogbeitrag wird es um den Englischunterricht gehen. Englisch ist heutzutage eine wichtige Sprache f\u00fcr die weltweite Kommunikation, weshalb es wichtig ist m\u00f6glichst fr\u00fch den Kindern Grundlagen zu vermitteln.<\/p>\n<p>Wenn ich mich an meine eigene Schulzeit erinnere, so haben wir besonders in der Mittelstufe viele funktionale \u00dcbungen im Unterricht gemacht. Unter funktionalen Aspekten ist \u201edie Entwicklung der Sprachf\u00e4higkeit\u201c gemeint (Giesler, 2021, Folie 33). Funktionale Aspekte beziehen sich also auf die Verst\u00e4ndlichkeit einer Aussage. So kann ich mich noch an ein Rollenspiel zum Thema \u201eEssen gehen\u201c, Aufgaben zum H\u00f6rverstehen oder das Singen von Liedern erinnern.<\/p>\n<p>Formale Aspekte beziehen sich auf das System der Sprache wie Satzbau und Grammatik. Formalen Aspekten sollten \u201ebehutsam angebahnt\u201c werden (Giesler, 2021, Folie 33). \u00a0Formale Aspekte, wie das Erlernen der Grammatik, spielten zu meiner Grundschulzeit noch gar keine Rolle.\u00a0 Im Allgemeinen hatte ich in der Grundschule sehr negative Erfahrungen mit meinem Englischunterricht. Haupts\u00e4chlich ging es darum Vokabeln durch Kreuzwortr\u00e4tsel zu erlernen und es wurde keinen Wert aufs Sprechen gelegt.\u00a0 Besonders in der Oberstufe jedoch haben wir uns mit theoretischen Themen wie Massentierhaltung besch\u00e4ftigt und der Fokus wurde eher auf die formalen Aspekte der Sprache gelegt.<\/p>\n<p>Auch den \u201eFetisch\u201c der Sprachrichtigkeit habe ich selber wahrnehmen k\u00f6nnen. Das Ziel des Englischunterrichtes war es immer m\u00f6glichst akzent- und fehlerfrei zu sprechen. Viele Sch\u00fcler*innen wurden deswegen st\u00e4ndig verbessert und trauten sich nicht mehr \u00fcberhaupt zu sprechen und Sprachf\u00e4higkeiten aufzubauen.<\/p>\n<p>Ein guter Sprachenlerner*in musste in meiner Schulzeit kommunikative F\u00e4higkeiten mitbringen, ein gutes Merkverm\u00f6gen f\u00fcr das Vokabeln lernen, eine gew\u00e4hlte Ausdrucksweise sowie die grammatischen Regeln schnell entdecken k\u00f6nnen. Meine Erfahrungen, was ein guter Sprachenlerner*in ist, entsprechen nicht vollst\u00e4ndig den curricularen Vorgaben. So sollte in der Grundschule zun\u00e4chst einmal eine generelle Sprachf\u00e4higkeit angebahnt werden und formale Aspekte wie die Grammatik langsam einge\u00fcbt werden. \u00a0Die von mir aufgef\u00fchrten F\u00e4higkeiten m\u00fcssen in der Grundschule also erst ausgebildet werden und sollten nicht als Voraussetzung gesehen werden. Zus\u00e4tzlich ist anzumerken, dass die kommunikative Art des Lernens, welche im Sprachunterricht h\u00e4ufig verwendet wird, nicht jedem\/jeder Sch\u00fcler*in entspricht.<\/p>\n<p>Deswegen sollten im Englischunterricht jeweils unterschiedliche Lerntypen angesprochen werden. So gibt es eher abh\u00e4ngige Lerner, die am besten durch Instruktionen der Lehrkraft lernen, kooperative Lerner, die sich die Inhalte in Lerngruppen erarbeiten und unabh\u00e4ngige Lerner, die sich die Inhalte am liebsten eigenst\u00e4ndig aneignen. Auch der Zugang zu Lerninhalten, kann sehr unterschiedlich aussehen zum Beispiel durch das Singen von Liedern, durch das Analysieren sprachlicher Strukturen in der Grammatik, oder durch das Anfassen von Gegenst\u00e4nden. Als Englischlehrkraft sollte man versuchen den Kindern m\u00f6glichst verschiedene Zug\u00e4nge und Arbeitsformen anzubieten.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sollte man akzeptieren, dass nicht alle Kinder die native-Speaker Norm am Ende ihrer Schulzeit erreichen, da jedes Kind sehr unterschiedliche sprachliche Vorerfahrungen hat und unterschiedlich sprachlich begabt ist. Aus diesem Grund ist es der Mythos, dass zu Beginn der 3. Klasse eine homogene Lerngruppe vorliegt, mit der man im Gleichschritt arbeiten kann, falsch. Auch im Englischunterricht sollte differenziert werden und Aufgaben auf unterschiedlichen Leistungsniveaus angeboten werden. In der Schule sollte es meiner Ansicht nach darum gehen, dass sich jeder auf Englisch verst\u00e4ndlich-Machen kann und ein Grundverst\u00e4ndnis\u00a0 aufbaut wird. Dies ist auch ein wesentlicher Bestandteil der Curricularen Vorgaben des Englischunterrichtes in der Grundschule (Die Senatorin f\u00fcr Bildung und Wissenschaft 2013, 5). Im Vordergrund sollte in der Grundschule haupts\u00e4chlich der Spa\u00df am Sprachen lernen, vermittelt werden.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcrs Lesen<\/p>\n<p>Caroline<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>Vorlesungsfolien (rv04), Giesler<\/p>\n<p>Die Senatorin f\u00fcr Bildung und Wissenschaft (2013): Englisch. Bildungsplan f\u00fcr die Grundschule. Freie Hansestadt Bremen. Landesinstitut f\u00fcr Schule.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Leser*innen, in meinem heutigen Blogbeitrag wird es um den Englischunterricht gehen. 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