{"id":86,"date":"2020-03-23T15:22:00","date_gmt":"2020-03-23T14:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/?page_id=86"},"modified":"2021-03-12T09:27:32","modified_gmt":"2021-03-12T08:27:32","slug":"albert-camus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/camus-die-pest\/albert-camus\/","title":{"rendered":"Albert Camus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right\"><span style=\"font-size: 10pt\">von Svantje Guinebert<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><span style=\"font-size: 10pt\">[work in progress]<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt\">Am 7. November 1913 wird Albert Camus in Mondovi, Algerien, als zweiter Sohn von Lucien Camus und Catherine Camus, geb. Sint\u00e8s, geboren. Seinen Vater lernt Camus nie kennen: Als der Junge fast 1 Jahr alt ist, im Oktober 1914, f\u00e4llt der Vater in der Marneschlacht. Die Mutter zieht mit ihm und seinem drei Jahre \u00e4lteren Bruder nach Algier um, wo die Familie im Arbeiterviertel Belcourt fortan mit der verwitweten Gro\u00dfmutter und dem fast taubstummen Onkel von Albert Camus zusammenlebt. Er w\u00e4chst in \u00e4rmlichen Verh\u00e4ltnissen auf: es gibt zuhause weder Elektrizit\u00e4t noch flie\u00dfend Wasser, keine Zeitungen, keine B\u00fccher, keinen Radioapparat. Ab Mai 1920 besucht Albert Camus die Grundschule in Belcourt, Algier, im Oktober 1923 tritt er in Algier ins Gymnasium ein. Die Schule ist f\u00fcr Camus der Zugang zu Bildung, B\u00fcchern, Dichtern, Intellektuellen, Eingang in eine ihm vollkommen unbekannte und fremde Welt. Dies ist zugleich Chance und Last: seine Begeisterung und sein Flei\u00df \u00f6ffnen ihm den Weg zum Schriftstellertum, Schule und Bildung entfernen ihn aber von seinem durch Analphebitismus und Schweigen gepr\u00e4gten Elternhaus. Camus&#8216; Grundschullehrer Louis Germain gelingt es, die Gro\u00dfmutter dazu zu \u00fcberreden, Albert dank eines Stipendiums aufs Gymnasium gehen zu lassen. Dort ist Jean Grenier, sein sp\u00e4terer Freund, sein Philosophielehrer. Sechzehnj\u00e4hrig erleidet Albert Camus einen Erstickungsanfall und spuckt Blut &#8212; es wird eine schwere Lungentuberkulose diagnostiziert, gegen die keine wirksamen Medikamente verf\u00fcgbar waren. Von da an wird der drohende Tod ihm st\u00e4ndige Begleitung sein; der unmittelbaren Lebensgefahr entronnen aber nicht geheilt, lebt er von da an bei der Schwester seiner Mutter und deren Mann, in einem besseren Viertel, da die klamme Wohnung in Belcourt allzu gesundheitssch\u00e4digend ist. Im jahr 1930 hatte Albert Camus den ersten Teil seines Abiturs abgelegt, durch die Krankheit einige Zeit verhindert legt er schlie\u00dflich 1932 den zweiten Teil ab. 1934 geht er seine erste Ehe ein: Er eheligt Simone Hie; 1936 trennt er sich von ihr. Albert Camus tritt 1935 in die Kommunistische Partei ein, 1937 tritt wieder aus. Er gr\u00fcndet das \u00abArbeitertheater\u00bb in Algier. Im Mai 1936 wird das Kollektivdrama \u2039Revolte in Asturien\u203a durch das \u00abArbeitertheater\u00bb ver\u00f6ffentlicht und aufgef\u00fchrt. Im Juli und August desselben Jahres unternimmt Camus eine Reise nach Mitteleuropa, mit Stationen in \u00d6sterreich, Deutschland, Tschechoslowakei und Italien. Im Mai 1937 wird \u2039Licht und Schatten\u203a (\u2039L&#8217;envers et l&#8217;endroit\u203a) ver\u00f6ffentlicht, im August macht Camus seine erste Reise nach Paris. 1938 arbeitet er an der Zeitschrift \u2039Rivages\u203a mit und gr\u00fcndet die Zeitung \u2039Alger R\u00e9publicain\u203a, an der er auch mitarbeitet. Im Mai 1939 wird \u2039Hochzeit des Lichts\u203a (\u2039Noces\u203a) ver\u00f6ffentlicht, im September wird Camus Chefredakteur von <em>Soir R\u00e9publicain<\/em> in Algier. Ab M\u00e4rz 1940 arbeitet Camus bei <em>Paris-Soir<\/em> in Paris, im Dezember heiratet er Francine Faure. Im Juni 1942 wird \u2039Der Fremde\u203a (\u2039L&#8217;\u00e9tranger\u203a) ver\u00f6ffentlicht, im Oktober \u2039Der Mythos des Sisyphos\u203a (\u2039Le Mythe de Sisyphe\u203a). 1943 h\u00e4lt sich Camus aufgrund seiner Krankheit im Massif Central auf. Er wird Lektor im Verlag Gallimard. 1944 nimmt Camus eine Mitwirkung in der Widerstandsgruppe \u00abCombat\u00bb auf sowie bei der gleichnamigen Zeitung bis zur Befreiung von den Deutschen.\u00a0 1945 unternimmt er eine Reise nach Algerien. Am 5. September werden seine Zwillinge Cath\u00e9rine und Jean Camus geboren. Von M\u00e4rz bis Juni 1946 unternimmt er eine Reise in die USA und nach Kanada. Da das Blatt die politische Linie wechselt, verl\u00e4sst Camus im Juni 1947 <em>Combat<\/em>. Der Roman \u2039Die Pest\u203a (\u2039La Peste\u203a) wird im gleichen Monat ver\u00f6ffentlicht, f\u00fcr den Roman bekommt er den\u00a0 \u00abPrix des Critiques\u00bb. Im Oktober 1948 wird \u2039Der Belagerungszustand\u203a (\u2039L&#8217;\u00e9tat de si\u00e8ge\u203a) aufgef\u00fchrt. 1949 unternimmt Camus im Sommer eine Reise nach S\u00fcdamerika. Er erleidet einen erneuten Tuberkuloseanfall. Im Dezember wird \u2039Die Gerechten\u203a (\u2039Les justes\u203a) aufgef\u00fchrt. Im Oktober 1951 wird \u2039Der Mensch in der Revolte\u203a (\u2039L&#8217;homme r\u00e9volt\u00e9\u203a) ver\u00f6ffentlicht. Im Sommer des Jahres 1952 dann der Streit und Bruch mit Sartre und \u2039Les Temps Modernes\u203a. Im M\u00e4rz 1954 wird \u2039Heimkehr nach Tipasa\u203a (\u2039L&#8217;\u00e9t\u00e9\u203a) ver\u00f6ffentlicht, im November unternimmt er eine Italienreise. Im Januar 1956 der Aufruf f\u00fcr einen Burgfrieden in Algerien, im Mai wird \u2039Der Fall\u203a (\u2039La chute\u203a) ver\u00f6ffentlicht. 1957 folgt die Ver\u00f6ffentlichung der Novellensammlung \u2039Das Exil und das Reich\u203a (\u2039L&#8217;exil et le royaume\u203a) und \u2039Gedanken \u00fcber die Todesstrafe\u203a in Zusammenarbeit mit Arthur Koestler. Am 10. Dezember 1957 empf\u00e4ngt er den Nobelpreis f\u00fcr Literatur in Stockholm. 1958 kauft Camus ein kleines Haus in Lourmarin in der Provence. 1959 wird seine Dostojewski-Bearbeitung \u2039Die Besessenen\u203a (\u2039Les poss\u00e9d\u00e9s\u203a) aufgef\u00fchrt und er arbeitet an einem neuen Roman \u2039Der erste Mensch\u203a (\u2039Le premier homme\u203a). Am 4. Januar 1960 kommt Albert Camus bei einem Autounfall ums Leben.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Svantje Guinebert [work in progress] Am 7. 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