{"id":437,"date":"2020-08-05T15:37:54","date_gmt":"2020-08-05T13:37:54","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/?page_id=437"},"modified":"2020-09-08T08:42:15","modified_gmt":"2020-09-08T06:42:15","slug":"studentische-blicke-in-das-buch-und-darueber-hinaus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/texte\/studentische-blicke-in-das-buch-und-darueber-hinaus\/","title":{"rendered":"Studentische Blicke in das Buch und dar\u00fcber hinaus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left\"><strong>Eine Podcast-Reihe \u00fcber <em>Die Pest<\/em> von Albert Camus: <\/strong><strong>\u201eStudentische Blicke ins Buch und dar\u00fcber hinaus\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Diese Podcast-Reihe bietet <strong>studentische Perspektiven auf das Buch<\/strong><em> Die Pest.<\/em> <strong>Meike Bogmaier<\/strong>, Studentin der Philosophie und der Kulturwissenschaft an der Universit\u00e4t Bremen, l\u00e4dt jeweils eine Kommilitonin oder einen Kommilitonen zu Gast, um mit ihr bzw. ihm \u00fcber ein ausgew\u00e4hltes Zitat, darin angesprochene Fragen und m\u00f6gliche Aktualit\u00e4tsbez\u00fcge zu sprechen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #43b0a3\">Episode n\u00b0 6: \u00dcber Grenzen von Solidarit\u00e4t<\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-437-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/06_Podcast_Jonas.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/06_Podcast_Jonas.mp3\">https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/06_Podcast_Jonas.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zitat zur <strong>Episode 6<\/strong> mit <strong>Jonas Ludwig<\/strong>:<br \/>\n\u00abW\u00e4hrend Rieux den Freudenschreien lauschte, die aus der Stadt aufstiegen, erinnerte er sich n\u00e4mlich daran, dass diese Freude immer bedroht war. Denn er wusste, was dieser Menge im Freudentaumel unbekannt war und was man in B\u00fcchern lesen kann, dass n\u00e4mlich der Pestbazillus nie stirbt und nie verschwindet, dass er jahrzehntelang in den M\u00f6beln und in der W\u00e4sche schlummern kann, dass er in Zimmern, Kellern, Koffern, Taschent\u00fcchern und Papieren geduldig wartet und dass vielleicht der Tag kommen w\u00fcrde, an dem die Pest zum Ungl\u00fcck und zur Belehrung der Menschen ihre Ratten wecken und zum Sterben in eine gl\u00fcckliche Stadt schicken w\u00fcrde.\u00bb (Camus, Albert (19471): Die Pest. Hamburg: Rowohlt, 2018, S.350.)<\/p>\n<p>Mit diesem Zitat endet das Buch <em>Die Pest<\/em>. F\u00fcr uns war es Anlass \u00fcber Solidarit\u00e4t und ihre Grenzen zu sprechen: Was ist Solidarit\u00e4t? Was bedeuten Pandemien und Kriege f\u00fcr den solidarischen Umgang zwischen Menschen? Gibt es unterschiedliche Formen von Solidarit\u00e4t? Wo sind ihre Grenzen?<\/p>\n<p>Auch dieses Mal sind Sie und seid Ihr herzlich eingeladen, unseren \u00dcberlegungen zu folgen, um mit uns \u00fcber das Zitat nachzudenken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #43b0a3\"><strong>Episode n\u00b0 5: \u00dcber Hoffnung<\/strong><\/span><\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-437-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/05_pordcast_Alina.mp3?_=2\" \/><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/05_pordcast_Alina.mp3\">https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/05_pordcast_Alina.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zitat zur <strong>Episode 5<\/strong>\u00a0mit <strong>Alina Schwennen<\/strong>:<br \/>\n\u00abIm \u00dcbrigen kann man sagen, dass die Herrschaft der Pest von dem Augenblick an beendet war, als f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung ein kleiner Funke Hoffnung m\u00f6glich wurde.\u00bb (Camus, Albert (19471): Die Pest. Hamburg: Rowohlt, 2018, S.306.)<\/p>\n<p>Hoffnung war dieses Mal, befeuert durch das Zitat, Thema des Podcasts: Was ist Hoffnung und inwiefern unterscheidet sie sich von Erwartungen? K\u00f6nnen wir auch hoffen wenn es uns gut geht oder geht das nur wenn wir in auswegslosen Situationen feststecken? F\u00fcr wen l\u00e4sst sich hoffen und ist Hoffnung Motivationsgeberin? Regt sie zum eigenst\u00e4ndigen Handeln an oder verleitet sie zu warten auf ein Wunder? Wie immer sind Sie und seid Ihr herzlich eingeladen, unseren \u00dcberlegungen zu folgen, um mit uns \u00fcber das Zitat nachzudenken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #43b0a3\"><strong>Episode n\u00b0 4: \u00dcber Freiheit<\/strong><\/span><\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-437-3\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/04_podcast_AnnaR.mp3?_=3\" \/><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/04_podcast_AnnaR.mp3\">https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/04_podcast_AnnaR.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zitat zur <strong>Episode 4<\/strong> mit <strong>Anna Rode<\/strong>:<br \/>\n\u00abWie h\u00e4tten sie an die Pest denken sollen, die Zukunft, Ortsver\u00e4nderungen und Diskussionen aufhebt? Sie hielten sich f\u00fcr frei, und niemand wird je frei sein, solange es Plagen gibt.\u00bb (Camus, Albert (19471): Die Pest. Hamburg: Rowohlt, 2018, S. 46 &#8211; 47.)<\/p>\n<p>In diesem Zitat lie\u00df sich das Motiv der Freiheit entdecken. Daher kamen im Podcast unter anderem folgende Fragen auf: Was bedeutet es frei zu sein? Sind damit die M\u00f6glichkeiten gemeint, die wir tagt\u00e4glich haben? Wieso nehmen wir nicht jede M\u00f6glichkeit, die wir haben, wahr? Was hindert uns daran frei zu entscheiden?<br \/>\nWie immer sind Sie und seid Ihr herzlich eingeladen, unseren \u00dcberlegungen zu folgen, um mit uns \u00fcber das Zitat nachzudenken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #43b0a3\"><strong>Episode n\u00b0 3: \u00dcber Hel<span style=\"color: #43b0a3\">de<\/span>ntum<br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-437-4\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/03_podcast_Luca.mp3?_=4\" \/><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/03_podcast_Luca.mp3\">https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/03_podcast_Luca.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zitat zur <strong>Episode 3<\/strong> mit <strong>Luca Beranek<\/strong>: \u00abTarrou murmelte es sei nie vorbei und es werde noch mehr Opfer geben, weil es unvermeidlich sei.\u00bb \u00abVielleicht\u00bb, antwortete der Arzt, \u00ababer wissen Sie, ich empfinde mehr Solidarit\u00e4t mit den Besiegten als mit den Heiligen. Ich glaube, ich habe keinen Sinn f\u00fcr Heldentum und Heiligkeit. Was mich interessiert, ist, ein Mensch zu sein.\u00bb (Camus, Albert (1947<sup>1<\/sup>): Die Pest. Hamburg: Rowohlt, 2018, S. 290.)<\/p>\n<p>Dieses Zitat regte uns im Podcast an \u00fcber Heldentum zu sprechen und inwiefern man Helden und Heldinnen mehr zumutet als sie leisten k\u00f6nnen: Was ist ein Held\/eine Heldin? Sind Alltagshelden und Alltagsheldinnen nicht doch nur Menschen? Was machen wir mit unseren Helden und Heldinnen wenn sie fallen? Wozu brauchen wir Helden und Heldinnen? Gibt es perfekte Menschen? Wie wird ein Mensch zum Held\/zur Heldin?<br \/>\nSie sind und ihr seid herzlich eingeladen, unseren \u00dcberlegungen zu folgen, um mit uns \u00fcber das Zitat nachzudenken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #3fc4ac\">Episode n\u00b0 2: \u00dcber Solidarit\u00e4t, Wissen und B\u00fcrokratie<br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-437-5\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/02_Podcast_Niklas.mp3?_=5\" \/><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/02_Podcast_Niklas.mp3\">https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/02_Podcast_Niklas.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zitat zur <strong>Episode 2<\/strong> mit <strong>Niklas Hartmann<\/strong>: \u00abDie Menschen sind eher gut als b\u00f6se, und eigentlich geht es gar nicht um diese Frage. Aber sie sind mehr oder weniger unwissend, und das nennt man dann Tugend oder Laster, wobei das hoffnungsloseste [trostloseste] Laster das der Unwissenheit ist, die alles zu wissen vermeint und sich deshalb das Recht nimmt zu t\u00f6ten.\u00bb (Camus, Albert (1947<sup>1<\/sup>): Die Pest. Hamburg: Rowohlt, 2018, S.150.)<\/p>\n<p>Dieses Zitat lie\u00df uns \u00fcber Situationseinsch\u00e4tzungen, \u00fcber B\u00fcrokratie und Handlungsspielr\u00e4ume in Krisenzeiten nachdenken: Was k\u00f6nnte Camus in diesem Zusammenhang mit &#8222;Unwissenheit&#8220; meinen? Wer trifft Entscheidungen in Krisenzeiten? Wie l\u00e4sst sich entscheiden, welche Opfer zu verantworten sind? Welche Bedeutung haben Armut und Reichtum in solchen Zusammenh\u00e4ngen? Wozu f\u00fchrt situatives Begreifen von langfristigen Entwicklungen?<br \/>\nSie sind und ihr seid herzlich eingeladen, unseren \u00dcberlegungen zu folgen, um mit uns \u00fcber das Zitat nachzudenken!<\/p>\n<p><strong>Anmerkung<\/strong>: Die zweite Person auf dem Fresko, das angesprochen wird, ist Adama Traor\u00e9, der am 19.07.2016 in Beaumont-sur-Oise (Frankreich) w\u00e4hrend einer Polizeikontrolle zu Tode kam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #3fc4ac\">Episode n\u00b0 1: \u00dcber Sprache<br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-437-6\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/01_podcast_anna_hulbe.mp3?_=6\" \/><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/01_podcast_anna_hulbe.mp3\">https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/camus4solidarity\/files\/01_podcast_anna_hulbe.mp3<\/a><\/audio>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zitat zur <b>Episode 1<\/b> mit <b>Anna Schulze-Hulbe<\/b>: \u00abSagen Sie mir aufrichtig, was Sie meinen, sind Sie sicher, dass es sich um die Pest handelt?\u00bb \u00abSie stellen die Frage falsch. Es ist keine Frage der Terminologie, es ist eine Frage der Zeit.\u00bb \u00abDann meinen Sie also\u00bb, sagte der Pr\u00e4fekt, \u00abdass, selbst wenn es nicht die Pest sein sollte, trotzdem die f\u00fcr Pestzeiten vorgesehenen Vorsorgema\u00dfnahmen ergriffen werden sollten?\u00bb \u00abWenn ich unbedingt eine Meinung haben muss, dann tats\u00e4chlich die.\u00bb (Camus, Albert (1947<sup>1<\/sup>): <i>Die Pest<\/i>. Hamburg: Rowohlt, 2018: 61)<\/p>\n<p class=\"western\">In diesem Zitat entdeckt und im Podcast angesprochen werden Fragen rund um Sprache, deren Begrenzung und Potenzial: Welche Zusammenh\u00e4nge bestehen zwischen Sprachgebrauch und Diskriminierung? Inwiefern sind Begriffe notwendig f\u00fcr unser (gemeinschaftliches) Handeln? Unter welchen Bedingungen kann Sprache auch als Ablenkung von Problemen herhalten? Inwiefern l\u00f6st Sprache nicht nur Probleme, sondern schafft sie erst? Sie sind und ihr seid herzlich eingeladen, unseren \u00dcberlegungen zu folgen, um mit uns \u00fcber das Zitat nachzudenken!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Podcast-Reihe \u00fcber Die Pest von Albert Camus: \u201eStudentische Blicke ins Buch und dar\u00fcber hinaus\u201c Diese Podcast-Reihe bietet studentische Perspektiven auf das Buch Die Pest. 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