{"id":13,"date":"2018-05-10T09:30:33","date_gmt":"2018-05-10T07:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/britta\/?p=13"},"modified":"2018-05-10T09:30:33","modified_gmt":"2018-05-10T07:30:33","slug":"eingliederung-von-seiteneinsteigerinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/britta\/2018\/05\/10\/eingliederung-von-seiteneinsteigerinnen\/","title":{"rendered":"Eingliederung von SeiteneinsteigerInnen"},"content":{"rendered":"<p>Als Seiteneinsteiger gelten die SuS, die mit keinen\/wenigen Deutschkenntnissen nach Deutschland zugewandert sind und ihre Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen haben. Ein gro\u00dfer Anteil dieser Gruppe hatte vorher nur eine begrenzte oder unterbrochene Schulausbildung.<br \/>\nIn Bremer Schulen gibt es sogenannte Vorkurse, die die Sprachf\u00f6rderung f\u00fcr zugewanderte SuS vor dem Regelunterricht unterst\u00fctzen. Diese werden durch die Alphabetisierungskurse erg\u00e4nzt, die von SeiteneinsteigerInnen besucht werden, die auch in ihrer Muttersprache nicht literalisiert sind. Beide Kursvarianten beziehen sich auf SuS der Sek. I, neu zugewanderte SuS der Sek. II besuchen die abschlussorientierten Klassen. Alle Kurse haben die Vermittlung von produktiven (A2) und rezeptiven (B2) Deutschkenntnissen zum Ziel. Es ist m\u00f6glich, dass die SuS vor Beendigung dieser Kurse schon den Regelunterricht besuchen, abh\u00e4ngig von ihrem individuellen Entwicklungsfortschritt.<\/p>\n<p>Die von den SeiteneinsteigerInnen erlernten Kenntnisse nach Vollendung eines vorbereitenden Vorkurses sind sehr unterschiedlich. Manchen von ihnen f\u00e4llt das Erlernen einer neuen Sprache besonders leicht und andere brauchen f\u00fcr eine \u00e4hnliche Kompetenz mehr Zeit. Genau hier setzen Binnendifferenzierende Ma\u00dfnahmen an und sind gerade deswegen wichtig, da diese Lernunterschiede durch unterschiedliche Vorkenntnisse\/-bildung aber auch unterschiedliche Auffassungsgabe der SuS ganz nat\u00fcrlich sind.<br \/>\nLeider habe ich keine Praxiserfahrungen mit SeiteneinsteigerInnen. Der einzig\u00e4hnliche Fall, der sich in meinem Umfeld abgespielt hat, war der eines argentinischen Aupairm\u00e4dchens, das f\u00fcr ein Jahr nach Deutschland gekommen war. Hier hat sich gezeigt, dass neben dem Besuch von schulischen Vorkursen vor allem der Umgang mit Muttersprachlern sehr wichtig war. Deswegen halte ich es nicht f\u00fcr sinnvoll, SeiteneinsteigerInnen komplett in eigenen Klassen abzuschotten, sondern w\u00fcrde diese direkt in die anderen Klassen integrieren. So k\u00f6nnen sich Freundschaften bilden und das Erlernen der neuen Sprache ist nicht mehr nur rein theoretisch, sondern erfolgt auch auf praktischer Ebene.<\/p>\n<p>Da die SeiteneinsteigerInnen sich am Anfang nicht auf schriftlichem oder sprachlichem Weg ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, w\u00e4re es meiner Meinung nach eine gute Idee, wenn Ihnen Aufgaben gestellt w\u00fcrden, bei denen sie Dinge bildlich darstellen m\u00fcssen. Zum Beispiel w\u00e4re es ein guter Einstieg, wenn alle SeiteneinsteigerInnen etwas \u00fcber sich malen m\u00fcssten, eine Art Steckbrief. Diese Aufgabe k\u00f6nnte auch den deutschsprachigen SuS gestellt werden und nach Abschluss dieser Aufgabe k\u00f6nnte man die Ergebnisse vergleichen. Auf diese Art und Weise k\u00f6nne man die SeiteneinsteigerInnen spielerisch in die Gemeinschaft integrieren und es w\u00fcrden sich sicherlich auch viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Gruppen finden lassen, sodass die ersten Schritte f\u00fcr eine Eingliederung getan w\u00e4ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Seiteneinsteiger gelten die SuS, die mit keinen\/wenigen Deutschkenntnissen nach Deutschland zugewandert sind und ihre Schullaufbahn nicht im deutschen Schulsystem begonnen haben. Ein gro\u00dfer Anteil dieser Gruppe hatte vorher nur eine begrenzte oder unterbrochene Schulausbildung. In Bremer Schulen gibt es sogenannte Vorkurse, die die Sprachf\u00f6rderung f\u00fcr zugewanderte SuS vor dem Regelunterricht unterst\u00fctzen. 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