{"id":398,"date":"2024-10-04T10:38:15","date_gmt":"2024-10-04T08:38:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/?p=398"},"modified":"2024-11-07T13:44:22","modified_gmt":"2024-11-07T12:44:22","slug":"bluehstreifen-rembertiring-werkzeuge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/2024\/10\/04\/bluehstreifen-rembertiring-werkzeuge\/","title":{"rendered":"Bl\u00fchstreifen Rembertiring &#8211; Werkzeuge"},"content":{"rendered":"<p><em><span style=\"font-size: 8pt\">Autor:innen: Lennart Beermann, Moritz Diercks und Helena Petrick<\/span><\/em><\/p>\n<p><strong>Saatgut<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_401\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-401\" class=\"wp-image-401 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/samentueten-300x200.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/samentueten-300x200.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/samentueten-768x512.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/samentueten-676x451.png 676w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/samentueten.png 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-401\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1: <a href=\"https:\/\/www.rieger-hofmann.de\/rieger-hofmann-shop\/shop.html\">Saatgut<\/a><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Saatgut wurde als Gegenstand ausgew\u00e4hlt, weil es eine entscheidende und grundlegende Rolle f\u00fcr die Sorge-Praktik spielt. Nur durch das Anlegen und Aussehen von Bl\u00fchwiesen kann der st\u00e4dtische Raum f\u00fcr Bienen und jegliche Art von Insekten bereichert werden, indem es ihnen ein vielf\u00e4ltiges Nahrungsangebot und einen Lebensraum bietet. Bei der Auswahl des Saatguts muss beachtet werden, dass regionales Saatgut und heimische Wildpflanzen verwendet werden. Die Stadt Bremen verwendet bei ihren Bl\u00fchfl\u00e4chen unter anderem das Saatgut der Firma <em>Rieger-Hofmann<\/em>, weil diese Saatmischungen herstellen, die auf die Bed\u00fcrfnisse der verschiedenen Regionen Deutschlands angepasst werden. In Bremen muss zum Beispiel auf eine Saatmischung zur\u00fcckgegriffen werden, die auf das Nordwestdeutsche Tiefland angepasst ist. Der BUND hat au\u00dferdem in Zusammenarbeit mit der Bremer Hochschule eine Bremer Mischung entwickelt, die im Insektengarten gut funktioniert, aber nicht an allen Stellen. Bei der Auswahl des richtigen Saatguts m\u00fcssen dementsprechend viele Faktoren beachtet werden und m\u00f6glicherweise auch auf Fehlersuche gegangen werden. Zum Beispiel befinden sich in vielen herk\u00f6mmlichen Saatmischungen Pflanzen wie Klee, die nach der Aussaat eventuell wieder entfernt werden m\u00fcssen, weil sie zu dominant sind. Bei der Aussaat ist es zudem wichtig, dass die Saat oben aufliegt und nur angewalzt wird, weil es sogenannte Lichtkeimer sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Nisthilfen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Weitere Gegenst\u00e4nde, welche nicht direkt beim Anlegen von Bl\u00fchstreifen notwendig sind, jedoch in direkter Verbindung dazu stehen, sind Nisthilfen f\u00fcr Insekten. Oftmals werden diese am Rand oder in unmittelbarer N\u00e4he zu Bl\u00fchstreifen positioniert. Dabei ist es auch wichtig, jene weit genug von L\u00e4rmquellen und belebten Orten entfernt zu positionieren, wie Frau Schumacher im Interview klarstellt: \u201cEs ist wichtig, gen\u00fcgend weit weg von Stra\u00dfen zu sein und ein Nistangebot f\u00fcr Wildbienen zu schaffen\u201d (Schumacher).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nisthilfen k\u00f6nnen unterschiedliche Formen und Funktionsweisen haben. Dabei sind sie stets auf unterschiedliche Insektenarten angepasst. Im Rembertikreisel befinden sich beispielsweise in unmittelbarer N\u00e4he zu den Bl\u00fchstreifen Nisthilfen, die auf circa 1,5 bis 2 Metern H\u00f6he befestigt sind. Die Nisthilfen bestehen aus Holz, Schilf und \u00e4hnlichen nat\u00fcrlichen Materialien. Diese haben meist kleine Bohrungen, welche mit der Zeit von Insekten bezogen werden. Jene versiegeln im Anschluss den Eingang, um sich unter anderem vor Fressfeinden zu sch\u00fctzen. Nicht alle Insekten brauchen Nisthilfen in der H\u00f6he, auch direkt im Boden oder in Mauerritzen befinden sich Insekten: \u201cViele Wildbienen nisten im Boden, nicht in Nisthilfen. Als es hier bl\u00fchte, waren die Mauerritzen und der Sand voll von Wildbienen. Das zeigt, dass es funktioniert und viel bewirkt\u201d (Schumacher).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wie wichtig solche Nisthilfen in unmittelbarer N\u00e4he zu Bl\u00fchstreifen sind, zeigt auch der Weg, den Insekten teilweise zur\u00fccklegen. Beispielsweise fliegen manche Wildbienenarten lediglich circa 300 Meter weit. Daher brauchen diese Tiere Nistm\u00f6glichkeiten in der N\u00e4he der Nahrungsquelle.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-406\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0004-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0004-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0004-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0004-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0004-676x901.jpg 676w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0004.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-407\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0006-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0006-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0006-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0006-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0006-676x901.jpg 676w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/IMG-20240606-WA0006.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt\">Abbildung 2: Nisthilfen, eigene Fotos<\/span><\/p>\n<p><strong>Gie\u00dfkanne<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_409\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-409\" class=\"wp-image-409 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/Giessskanne-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/Giessskanne-300x300.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/Giessskanne-150x150.jpg 150w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremerstadtnaturen\/files\/Giessskanne.jpg 335w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-409\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 3: <a href=\"https:\/\/shop.swp.de\/products\/giesskanne-5-liter-british-garden\">Gie\u00dfkanne<\/a><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Gie\u00dfkanne spielt eine zentrale Rolle in der Pflege der Bl\u00fchstreifen im Rembertikreisel und kann als ein wichtiges Werkzeug der Sorgepraktik beschrieben werden. Sie wird zur gezielten Bew\u00e4sserung der Bl\u00fchfl\u00e4chen eingesetzt. Sie steht symbolisch f\u00fcr die Sorgfalt und das Engagement der Menschen, die sich um die Bl\u00fchstreifen k\u00fcmmern. Ihre Nutzung zeigt die direkte und pers\u00f6nliche Investition in die Pflege der Pflanzen. Als praktisches Werkzeug ist die Gie\u00dfkanne unerl\u00e4sslich f\u00fcr das \u00dcberleben und die Gesundheit der Bl\u00fchstreifenpflanzen. Im Gegensatz zu \u201eunpers\u00f6nlichen\u201c fest installierten Bew\u00e4sserungssystemen bietet die Gie\u00dfkanne dabei eine flexible und punktgenaue Bew\u00e4sserung, die es erm\u00f6glicht, auf die spezifischen Bed\u00fcrfnisse der Pflanzen einzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sie ist einfach zu benutzen, leicht verf\u00fcgbar und kosteng\u00fcnstig, was sie ideal f\u00fcr die Pflege von kleineren oder spezifischen Fl\u00e4chen wie den Bl\u00fchstreifen im Rembertikreisel macht. Zudem f\u00f6rdert die Nutzung der Gie\u00dfkanne die Beteiligung von Ehrenamtlichen und schafft eine direkte Verbindung zwischen den Menschen und den Pflanzen. Diese k\u00f6rperliche und emotionale Bindung zur Natur kann das Bewusstsein und die Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Umwelt st\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Gie\u00dfkanne wurde als exemplarisches Werkzeug f\u00fcr die Ausarbeitung des Themas ausgew\u00e4hlt, weil sie ein greifbares und verst\u00e4ndliches Symbol f\u00fcr die Pflegepraktiken darstellt. Sie veranschaulicht die t\u00e4glichen, praktischen Handlungen, die notwendig sind, um die Bl\u00fchstreifen zu erhalten und zeigt die Verbindung zwischen menschlicher Anstrengung und dem Wohl der Pflanzenwelt. Ihre Nutzung verdeutlicht, wie einfache, allt\u00e4gliche Gegenst\u00e4nde eine bedeutende Rolle in \u00f6kologischen Sorgepraktiken spielen k\u00f6nnen, und wie diese Praktiken in der st\u00e4dtischen Umgebung umgesetzt werden. Dadurch wird die Gie\u00dfkanne zu einem anschaulichen Beispiel f\u00fcr das Konzept der Sorge un<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">d die Integration von mehr-als-menschlichen Akteur*innen in die Stadtentwicklung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Gie\u00dfkanne ist mehr als nur ein simples Werkzeug zur Bew\u00e4sserung. Sie symbolisiert die aktive Sorge und das Engagement der Gemeinschaft f\u00fcr die Bl\u00fchstreifen und somit auch den Insekten. Die Bew\u00e4sserung erfordert personelle und zeitliche Ressourcen, stellt jedoch sicher, dass die Pflanzen kontinuierlich gepflegt werden und gedeihen k\u00f6nnen und spielt eine entscheidende Rolle in der Umsetzung der Sorgepraktik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor:innen: Lennart Beermann, Moritz Diercks und Helena Petrick Saatgut Das Saatgut wurde als Gegenstand ausgew\u00e4hlt, weil es eine entscheidende und grundlegende Rolle f\u00fcr die Sorge-Praktik spielt. 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