{"id":456,"date":"2021-06-06T22:30:53","date_gmt":"2021-06-06T20:30:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/?page_id=456"},"modified":"2021-06-10T12:52:34","modified_gmt":"2021-06-10T10:52:34","slug":"forschung-und-gesellschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/automatisch-gespeicherter-entwurf\/forschung-und-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Uni und Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0 et_pb_with_background  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_title et_pb_post_title_0 et_pb_bg_layout_light  et_pb_text_align_center\"   >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_title_container\">\n\t\t\t\t\t<h1 class=\"entry-title\"><\/h1>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_3_5 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h4>\u00a0<\/h4>\n<h4><strong>Ausrichtung der Forschung und Lehre an gesellschaftlichen Fragen und Problemen<\/strong><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">\u201eBeim Aufbau der Universit\u00e4t, insbesondere bei der Gestaltung der Lehre, wird gro\u00dfer Wert darauf gelegt, dass ein Auftrag der Universit\u00e4t als \u00f6ffentlicher Organisationsform der Wissenschaft stets mitbedacht wird: an der Entwicklung der Gesellschaft zu arbeiten, d.h. an der st\u00e4ndigen Verbesserung der F\u00e4higkeit der Menschen, ihr Leben, ihr gesellschaftliches Zusammenwirken und ihre Arbeit vern\u00fcnftig zu gestalten. In diesem Sinne soll die Universit\u00e4t der Gesellschaft ebenso dienen wie andere \u00f6ffentliche Einrichtungen\u201c(1).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Mit diesen Worten positionierte sich der Gr\u00fcndungssenat der Bremer Universit\u00e4t im Dezember 1970 zur Frage der Wissenschaftsfreiheit in der Diskussion um die Einstellung neuer Hochschullehrer*innen. Damit ging er sehr explizit auf einen der Kernpunkte des Bremer Modells ein: die Ausrichtung der Forschung und vor allem der Lehre an gesellschaftlichen Fragen und Problemen. Diese Ausrichtung wurde auf der einen Seite getragen durch die Reformw\u00fcnsche und -forderungen der 68er-Bewegung, die ma\u00dfgeblich von studentischer Seite aus den Aufbau der Bremer Uni beeinflusste und die nach einer egalit\u00e4ren Gesellschaft strebte. Zentral daf\u00fcr war f\u00fcr Student*innen der 68er-Bewegung die \u00d6ffnung der Uni f\u00fcr alle gesellschaftlichen Schichten (\u00fcber die Abschaffung des Numerus Clausus), das Zusammendenken der Klassenk\u00e4mpfe von Studierenden und Arbeiter*innen sowie, dass Forschung und Lehre an den Bed\u00fcrfnissen der Gesellschaft orientiert w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">1973 schrieb die AStA-KSB-Fraktion dazu in ihren Thesen zur Notwendigkeit der Drittelparit\u00e4t, dass die Wissenschaft und Ausbildung an der Uni notwendigerweise in den Dienst der Bev\u00f6lkerung gestellt werden m\u00fcsse. Dies w\u00fcrde aber durch den Einfluss des Kapitals auf die Uni verhindert werden, da das Kapital die gesellschaftliche Arbeitsweise strukturiere und so die wissenschaftlichen Erkenntnisse an Kapitalinteressen ausrichte, statt an denen der Arbeiter*innen bzw. der Gesellschaft.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Auf der anderen Seite herrschte auch auf bundespolitischer Ebene eine \u2018Aufbruchstimmung\u2019, die sich gut anhand eines Zitats des damaligen Bundesministers f\u00fcr Bildung und Wissenschaft, Hans Leussink, erkennen l\u00e4sst. Der forderte 1971 einen \u201cAbbau des Numerus Clausus, hin zu einem Typus Gesamthochschule mit einem H\u00f6chstma\u00df an Durchl\u00e4ssigkeit und Aufbaum\u00f6glichkeiten sowie eine Reform der Studieninhalte und -formen\u201d(2). Diese Forderung st\u00fctzte er auf das sich indirekt aus dem Grundgesetz ableitende Grundrecht auf Bildung. Dieser politische Umschwung kann auch als eine bewusste, politische Abkehr des bis dahin die Bundesrepublik sehr dominierenden Konzepts der Ordinarienuniversit\u00e4ten verstanden werden. Zeitgleich wurde auch das Bundesausbildungsf\u00f6rderungsgesetz (BAf\u00f6G) verabschiedet, das erstmals Menschen ohne das notwendige finanzielle Kapital ein Studium erm\u00f6glichen sollte, ohne (oder zumindest nur zu geringeren Teilen) auf Studienkredite zur\u00fcckgreifen zu m\u00fcssen. Dass die BAf\u00f6G-Regelungen damals wie heute durch die Bindung an strikte Auflagen h\u00f6chst problematisch sind und viele Menschen nicht anspruchsberechtigt sind, obwohl sie das Geld dringend ben\u00f6tigen w\u00fcrden, soll an dieser Stelle nur kurz erw\u00e4hnt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Auch die Bremische B\u00fcrgerschaft, allen voran die Bremer SPD, verankerte die Reformideen des Bremer Modells im September 1970 im Universit\u00e4tserrichtungsgesetz. Hans Koschnick, damals regierender B\u00fcrgermeister Bremens, verlas dazu vor der B\u00fcrgerschaft eine gemeinsame Willenserkl\u00e4rung der SPD, CDU und FDP, in der er die inhaltlichen Anspr\u00fcche an die Universit\u00e4t als \u201crationale, effektive und sich ihrer gesellschaftlichen Funktion bewu\u00dfte Organisation von Forschung und Lehre\u201d(3) stellte. Als weiteren Anspruch an die Universit\u00e4t formuliert er \u201cdie Stellung der Universit\u00e4t in der Gesellschaft als St\u00e4tte kritischer Bewusstseinsbildung gegen\u00fcber gesellschaftlichen, politischen und \u00f6konomischen Prozessen, als St\u00e4tte wechselseitiger Beeinflussung aller gesellschaftlichen Gruppen, als Zentrum geistiger Ausstrahlung auf alle Bildungsbem\u00fchungen [zu schaffen].\u201d Damit schuf auch die Bremische B\u00fcrgerschaft fraktions\u00fcbergreifend das Fundament f\u00fcr eine in der Gesellschaft verankerte und auf diese einwirkende Universit\u00e4t.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Auf politischer Ebene sahen alle beteiligten Akteur*innen die Notwendigkeit der Kopplung der Universit\u00e4t an die Gesellschaft. Zentral f\u00fcr die Wirksamkeit der Uni in der Gesellschaft war jedoch neben den politischen Rahmenbedingungen auch, dass Menschen aus allen Gesellschaftsschichten an der Uni teilhaben bzw. studieren konnten. In der Praxis gab es weiterhin eine sehr starke soziale Undurchl\u00e4ssigkeit in Bezug auf die Zugangsm\u00f6glichkeiten zu akademischer Bildung. Dies bedeutete in der Regel, dass Kinder von nicht-Akademiker*innen und Unterschichtsfamilien h\u00e4ufig nicht studierten bzw. studieren konnten, da sie keinen Zugang zur Uni hatten.(4)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Um dem entgegenzuwirken beschloss der Gr\u00fcndungssenat der Bremer Uni, dass 10% der Studienpl\u00e4tze an nach sozialen Gesichtspunkten ausgew\u00e4hlte ausl\u00e4ndische Studierende, 40% an Bewerber*innen, die unter die heutige H\u00e4rtefallregelung fallen w\u00fcrden und 50% an per Los ausgew\u00e4hlte Bewerber*innen verteilt werden sollten. Dem stimmte jedoch der Bremer Senat nicht zu, da er die Studienpl\u00e4tze an Bewerber*innen mit \u00fcberdurchschnittlich guten Abiturnoten vergeben wollte. Schlussendlich setzte sich der Bremer Senat durch, so dass 60% der Pl\u00e4tze nach Leistung und 40% nach Wartezeit vergeben wurden und die Uni selbstst\u00e4ndig insgesamt 10% der Pl\u00e4tze an ausl\u00e4ndische Studierende oder H\u00e4rtefallbewerber*innen vergeben durfte. Damit scheiterte auch der vielversprechende Versuch des Gr\u00fcndungssenats, den ungleichen Bildunsgchancen in der Bundesrepublik entgegenzuwirken.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">In einem weiteren Versuch diese \u00dcberlegungen auch in die Praxis umzusetzen, schloss die Universit\u00e4t 1971 einen Kooperationsvertrag mit der Arbeitnehmerkammer. Ziel dieses Vertrags war es auf der einen Seite, die gesellschaftliche Kluft zwischen Arbeiter*innen und Studierenden zu schlie\u00dfen, in dem die Zusammenarbeit der beiden Gruppen gef\u00f6rdert wurde und auf der anderen Seite, die Inhalte von Lehre und Forschung an der Uni konkret nach den Bed\u00fcrfnissen der Arbeiter*innen auszurichten und sich diesen anzupassen. F\u00fcr die Arbeitnehmerkammer bot diese Kooperation auch die Chance, mehr (in-)direkten Einfluss auf die Ausbildung zuk\u00fcnftiger Arbeiter*innen zu nehmen und mehr Inhalte aus der tats\u00e4chlichen Arbeitspraxis in die universit\u00e4re Lehre einflie\u00dfen zu lassen und diese ein St\u00fcck weit zu \u2018entakademisieren\u2019.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Auch auf interner, struktureller Ebene versuchte die Universit\u00e4t, sich an der Gesellschaft und ihren Problemen zu orientieren. So wurde in der vorl\u00e4ufigen Universit\u00e4tsverfassung (VUV) 1972 in \u00a730 (Studienbereiche) folgendes verankert: \u201cStudienbereiche (Fachbereiche) sind die organisatorische Grundeinheiten der Universit\u00e4t. Ihre Aufgabe ist die Organisation und Entwicklung an beruflichen T\u00e4tigkeitsfeldern und gesellschaftlichen Problembereichen orientierte Lehre und Forschung.\u201d(5) Daraus entstanden die vier Studienbereiche:<\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"font-size: 12pt\">Technik, Industrie und Betrieb;<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 12pt\">Technik und Lebensbedingungen;<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 12pt\">Soziale Dienste, Staat und Verwaltung<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 12pt\">und Kultur, Massenkommunikation und Gestaltung.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Die Studienbereiche als Organisationseinheiten waren dabei haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Planung, Finanzierung, Ausgestaltung und Evaluation von Projekten zust\u00e4ndig, die zentrale Elemente des damaligen Projektstudiums waren. Diese Aufteilung konnte sich jedoch nicht durchsetzen, da in der universit\u00e4ren Praxis vor allem die Studieng\u00e4nge Ort der Meinungs- und Willensbildung waren und die in den Studienbereichen zusammengefassten Studieng\u00e4nge sich zu stark voneinander unterschieden, um tats\u00e4chlich gut zusammenarbeiten zu k\u00f6nnen. Infolgedessen wurden aus den vier Bereichen acht, die sich deutlich st\u00e4rker an den ihnen zugeordneten Studieng\u00e4ngen orientierten und keinen Bezug zur Gesellschaft mehr hatten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Abschlie\u00dfend soll an dieser Stelle noch einmal der Blick auf die heutige Situation gerichtet werden. Auch wenn einige der Reformforderungen der 1968er-Bewegung umgesetzt wurden, blieb die \u2018gro\u00dfe Revolution\u2019 von Forschung und Lehre aus. Durch massive Ver\u00e4nderungen des Studienbetriebs, allen voran die Bologna-Reform (also die Einf\u00fchrung des Bachelor- und Mastersystems) und die Evolution der Universit\u00e4ten hin zu \u2018Massenabfertigungsinstitutionen\u2019 mit riesigen H\u00f6rs\u00e4len (an der Bremer Uni soll in den n\u00e4chsten Jahren ein sog. Audimax entstehen, welches bis zu 1200 Studierende fassen kann), entpolitisierte sich die Studierendenschaft zunehmend. Als ausschlaggebende Gr\u00fcnde hierf\u00fcr k\u00f6nnen der enorme Leistungsdruck durch Regelstudienzeiten auf der einen Seite und die wegfallenden Mitgestaltungsm\u00f6glichkeiten in den universit\u00e4ren Gremien auf der anderen Seite angef\u00fchrt werden. Auch die Aufnahmebedingungen f\u00fcr Studienbewerber*innen orientieren sich heute gr\u00f6\u00dftenteils am Abiturschnitt oder den Wartezeiten. Dass die Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer weiter besteht (seit nunmehr fast 50 Jahren), ist sicherlich positiv zu bewerten, wobei sich die Frage stellt, inwiefern die Arbeitnehmerkammer tats\u00e4chlich die Interessen der Arbeiter*innen angemessen vertritt und zur Geltung bringt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Gleichzeitig wird die Bremer Uni heute jedoch zu zwei Dritteln durch Drittmittel - also Gelder von Unternehmen oder Stiftungen - finanziert und damit direkt durch deren Kapitalinteressen in der Ausgestaltung von Forschung (und Lehre) beeinflusst. Dies f\u00fchrt unter anderem dazu, dass Unternehmen wie beispielsweise OHB, das Steuersysteme f\u00fcr milit\u00e4rische Lenkraketen herstellt, sich in die Universit\u00e4t einkaufen k\u00f6nnen. \u00dcber die Finanzierung von Stiftungsprofessuren oder als Sponsor bei dieser 50-Jahre-Bremer-Uni-Imagekampagne (Teil dessen auch diese Ausstellung ist) treten sie somit direkt als Akteur auf der B\u00fchne der Uni auf - ein Blick in die Zukunft verspricht also wenig Erfreuliches f\u00fcr eine Universit\u00e4t, die versucht, mit und f\u00fcr die Gesellschaft zu arbeiten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_column_2_5 et_pb_column et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_0\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1708\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080249-scaled.jpg\" alt=\"\" title=\"GW2\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080249-scaled.jpg 2560w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080249-1280x854.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080249-980x654.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080249-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw\" class=\"wp-image-1611\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_1\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1708\" height=\"2560\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080238-scaled-e1623268945192.jpg\" alt=\"\" title=\"P1080238\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080238-scaled-e1623268945192.jpg 1708w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080238-scaled-e1623268945192-1280x720.jpg 1280w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080238-scaled-e1623268945192-980x551.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/files\/P1080238-scaled-e1623268945192-480x270.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1708px, 100vw\" class=\"wp-image-1700\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><span style=\"font-size: medium\"><strong>Fu\u00dfnoten:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>(1) <span style=\"font-weight: 400\">Gr\u00e4fing 2012: 73<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">(2) ebd. 51<br \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">(3) Von der Vring 1975: 18<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">(4) Nur ca. 10% aller Studierenden zur damaligen Zeit kamen aus einer<br \/>Unterschichtsfamilie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">(5) Von der Vring 1975: 171-172<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\"><\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_divider_0 et_pb_space et_pb_divider_hidden\"><div class=\"et_pb_divider_internal\"><\/div><\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_justified et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><span style=\"font-size: 12pt\"><strong>Quellen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Arbeitskreis Milit\u00e4r &amp; Universit\u00e4t (2014): Zivilklausel und Ru\u0308stungsforschung - ein kritischer \u00dcberblick. Bremen (abrufbar unter:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.asta.uni-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/2014_10_28_AKMU_Heft_Zivilklausel+R%C3%BCstungsforschung.pdf\">https:\/\/www.asta.uni-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/2014_10_28_AKMU_Heft_Zivilklausel+R%C3%BCstungsforschung.pdf<\/a>).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Gr\u00e4fing, Birte (2012): Tradition Reform: die Universit\u00e4t Bremen 1971-2001. Bremen: Donat Verlag.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">KSB-Fraktion (1972): Thesen aus der Studentenschaft zum Kampf um die Drittelparit\u00e4t. In: <i>Bremer Modell<\/i>, 1 (1), 6.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Uschkureit, Mirja (2012): 40 Jahre Kooperation zwischen Uni und Arbeitnehmerkammer. Bremen (abrufbar unter:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.uni-bremen.de\/40-jahre-kooperation-zwischen-uni-und-arbeitnehmerkammer-1\">https:\/\/www.uni-bremen.de\/40-jahre-kooperation-zwischen-uni-und-arbeitnehmerkammer-1<\/a>).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\">Von der Vring, Thomas (1975): Hochschulreform in Bremen: Bericht d. Rektors \u00fcber Gr\u00fcndung u. Aufbau d. Univ. Bremen w\u00e4hrend seiner Amtszeit von 1970-1974. Frankfurt (Main)\u202f; K\u00f6ln: Europ\u00e4ische Verlagsanstalt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt\"><\/span><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":8721,"featured_media":0,"parent":561,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Ausrichtung der Forschung und Lehre an gesellschaftlichen Fragen und Problemen<\/strong><\/p><p>\u201eBeim Aufbau der Universit\u00e4t, insbesondere bei der Gestaltung der Lehre, wird gro\u00dfer Wert darauf gelegt, dass ein Auftrag der Universit\u00e4t als \u00f6ffentlicher Organisationsform der Wissenschaft stets mitbedacht wird: an der Entwicklung der Gesellschaft zu arbeiten, d.h. an der st\u00e4ndigen Verbesserung der F\u00e4higkeit der Menschen, ihr Leben, ihr gesellschaftliches Zusammenwirken und ihre Arbeit vern\u00fcnftig zu gestalten. In diesem Sinne soll die Universit\u00e4t der Gesellschaft ebenso dienen wie andere \u00f6ffentliche Einrichtungen\u201c.\u00a0<\/p><p>Mit diesen Worten positionierte sich der Gr\u00fcndungssenat der Bremer Universit\u00e4t im Dezember 1970 zur Frage der Wissenschaftsfreiheit in der Diskussion um die Einstellung neuer Hochschullehrer*innen. Damit ging er sehr explizit auf einen der Kernpunkte des Bremer Modells ein: die Ausrichtung der Forschung und vor allem der Lehre an gesellschaftlichen Fragen und Problemen. Diese Ausrichtung wurde auf der einen Seite getragen durch die Reformw\u00fcnsche und -forderungen der 68er-Bewegung, die ma\u00dfgeblich von studentischer Seite aus den Aufbau der Bremer Uni beeinflusste und die nach einer egalit\u00e4ren Gesellschaft strebte. Zentral daf\u00fcr war f\u00fcr Student*innen der 68er-Bewegung die \u00d6ffnung der Uni f\u00fcr alle gesellschaftlichen Schichten (\u00fcber die Abschaffung des Numerus Clausus), das Zusammendenken der Klassenk\u00e4mpfe von Studierenden und Arbeiter*innen sowie, dass Forschung und Lehre an den Bed\u00fcrfnissen der Gesellschaft orientiert werden.\u00a0<\/p><p>1973 schrieb die AStA-KSB-Fraktion dazu in ihren Thesen zur Notwendigkeit der Drittelparit\u00e4t, dass die Wissenschaft und Ausbildung an der Uni notwendigerweise in den Dienst der Bev\u00f6lkerung gestellt werden m\u00fcsse. Dies w\u00fcrde aber durch den Einfluss des Kapitals auf die Uni verhindert werden, da das Kapital die gesellschaftliche Arbeitsweise strukturiere und so die wissenschaftlichen Erkenntnisse an Kapitalinteressen ausrichte, statt an denen der Arbeiter*innen bzw. der Gesellschaft.<\/p><p>Auf der anderen Seite herrschte auch auf bundespolitischer Ebene eine \u2018Aufbruchstimmung\u2019, die sich gut anhand eines Zitats des damaligen Bundesministers f\u00fcr Bildung und Wissenschaft, Hans Leussink, erkennen l\u00e4sst. Der forderte 1971 einen \u201cAbbau des Numerus Clausus, hin zu einem Typus Gesamthochschule mit einem H\u00f6chstma\u00df an Durchl\u00e4ssigkeit und Aufbaum\u00f6glichkeiten sowie eine Reform der Studieninhalte und -formen\u201d. Diese Forderung st\u00fctzte er auf das sich indirekt aus dem Grundgesetz ableitende Grundrecht auf Bildung. Dieser politische Umschwung kann auch als eine bewusste, politische Abkehr des bis dahin die Bundesrepublik sehr dominierenden Konzepts der Ordinarienuniversit\u00e4ten verstanden werden. Zeitgleich wurde auch das Bundesausbildungsf\u00f6rderungsgesetz (BAf\u00f6G) verabschiedet, das erstmals Menschen ohne das notwendige finanzielle Kapital ein Studium erm\u00f6glichen sollte, ohne (oder zumindest nur zu geringeren Teilen) auf Studienkredite zur\u00fcckgreifen zu m\u00fcssen. Dass die BAf\u00f6G-Regelungen damals wie heute durch die Bindung an strikte Auflagen h\u00f6chst problematisch sind und viele Menschen nicht anspruchsberechtigt sind, obwohl sie das Geld dringend ben\u00f6tigen w\u00fcrden, soll an dieser Stelle nur kurz erw\u00e4hnt werden.<\/p><p>Auch die Bremische B\u00fcrgerschaft, allen voran die Bremer SPD, verankerte die Reformideen des Bremer Modells im September 1970 im Universit\u00e4tserrichtungsgesetz. Hans Koschnick, damals regierender B\u00fcrgermeister Bremens, verlas dazu vor der B\u00fcrgerschaft eine gemeinsame Willenserkl\u00e4rung der SPD, CDU und FDP, in der er die inhaltlichen Anspr\u00fcche an die Universit\u00e4t als \u201crationale, effektive und sich ihrer gesellschaftlichen Funktion bewu\u00dfte Organisation von Forschung und Lehre\u201d stellte. Als weiteren Anspruch an die Universit\u00e4t formuliert er \u201cdie Stellung der Universit\u00e4t in der Gesellschaft als St\u00e4tte kritischer Bewusstseinsbildung gegen\u00fcber gesellschaftlichen, politischen und \u00f6konomischen Prozessen, als St\u00e4tte wechselseitiger Beeinflussung aller gesellschaftlichen Gruppen, als Zentrum geistiger Ausstrahlung auf alle Bildungsbem\u00fchungen [zu schaffen].\u201d Damit schuf auch die Bremische B\u00fcrgerschaft fraktions\u00fcbergreifend das Fundament f\u00fcr eine in der Gesellschaft verankerte und auf diese einwirkende Universit\u00e4t.\u00a0<\/p><p>Auf politischer Ebene sahen alle beteiligten Akteur*innen die Notwendigkeit der Kopplung der Universit\u00e4t an die Gesellschaft. Zentral f\u00fcr die Wirksamkeit der Uni in der Gesellschaft war jedoch neben den politischen Rahmenbedingungen auch, dass Menschen aus allen Gesellschaftsschichten an der Uni teilhaben bzw. studieren konnten. In der Praxis gab es weiterhin eine sehr starke soziale Undurchl\u00e4ssigkeit in Bezug auf die Zugangsm\u00f6glichkeiten zu akademischer Bildung. Dies bedeutete in der Regel, dass Kinder von nicht-Akademiker*innen und Unterschichtsfamilien h\u00e4ufig nicht studierten bzw. studieren konnten, da sie keinen Zugang zur Uni hatten.\u00a0<\/p><p>Um dem entgegenzuwirken beschloss der Gr\u00fcndungssenat der Bremer Uni, dass 10% der Studienpl\u00e4tze an nach sozialen Gesichtspunkten ausgew\u00e4hlte ausl\u00e4ndische Studierende, 40% an Bewerber*innen, die unter die heutige H\u00e4rtefallregelung fallen w\u00fcrden und 50% an per Los ausgew\u00e4hlte Bewerber*innen verteilt werden sollten. Dem stimmte jedoch der Bremer Senat nicht zu, da er die Studienpl\u00e4tze an Bewerber*innen mit \u00fcberdurchschnittlich guten Abiturnoten vergeben wollte. Schlussendlich setzte sich der Bremer Senat durch, so dass 60% der Pl\u00e4tze nach Leistung und 40% nach Wartezeit vergeben werden sollten und die Uni selbstst\u00e4ndig insgesamt 10% der Pl\u00e4tze an ausl\u00e4ndische Studierende oder H\u00e4rtefallbewerber*innen vergeben durfte. Damit scheiterte auch der vielversprechende Versuch des Gr\u00fcndungssenats, den ungleichen Bildunsgchancen in der Bundesrepublik entgegenzuwirken.<\/p><p>In einem weiteren Versuch diese \u00dcberlegungen auch in die Praxis umzusetzen, schloss die Universit\u00e4t 1971 einen Kooperationsvertrag mit der Arbeitnehmerkammer. Ziel dieses Vertrags war es auf der einen Seite, die gesellschaftliche Kluft zwischen Arbeiter*innen und Studierenden zu schlie\u00dfen, in dem die Zusammenarbeit der beiden Gruppen gef\u00f6rdert wurde und auf der anderen Seite, um die Inhalte von Lehre und Forschung an der Uni konkret nach den Bed\u00fcrfnissen der Arbeiter*innen auszurichten und sich diesen anzupassen. F\u00fcr die Arbeitnehmerkammer bot diese Kooperation auch die Chance, mehr (in-)direkten Einfluss auf die Ausbildung zuk\u00fcnftiger Arbeiter*innen zu nehmen und mehr Inhalte aus der tats\u00e4chlichen Arbeitspraxis in die universit\u00e4re Lehre einflie\u00dfen zu lassen und diese ein St\u00fcck weit zu \u2018entakademisieren\u2019.<\/p><p>Auch auf interner, struktureller Ebene versuchte die Universit\u00e4t, sich an der Gesellschaft und ihren Problemen zu orientieren. So wurde in der vorl\u00e4ufigen Universit\u00e4tsverfassung (VUV) 1972 in \u00a730 (Studienbereiche) verankert: \u201cStudienbereiche (Fachbereiche) sind die organisatorische Grundeinheiten der Universit\u00e4t. Ihre Aufgabe ist die Organisation und Entwicklung an beruflichen T\u00e4tigkeitsfeldern und gesellschaftlichen Problembereichen orientierte Lehre und Forschung.\u201d Daraus entstanden die vier Studienbereiche:<\/p><ol><li aria-level=\"1\">Technik, Industrie und Betrieb;<\/li><li aria-level=\"1\">Technik und Lebensbedingungen;<\/li><li aria-level=\"1\">Soziale Dienste, Staat und Verwaltung<\/li><li aria-level=\"1\">und Kultur, Massenkommunikation und Gestaltung.<\/li><\/ol><p>Die Studienbereiche als Organisationseinheiten waren dabei haupts\u00e4chlich f\u00fcr die Planung, Finanzierung, Ausgestaltung und Evaluation von Projekten zust\u00e4ndig, die zentrale Elemente des damaligen Projektstudiums waren. Diese Aufteilung konnte sich jedoch nicht durchsetzen, da in der universit\u00e4ren Praxis vor allem die Studieng\u00e4nge Ort der Meinungs- und Willensbildung waren und die in den Studienbereichen zusammengefassten Studieng\u00e4nge sich zu stark voneinander unterschieden, um tats\u00e4chlich gut zusammenarbeiten zu k\u00f6nnen. Infolgedessen wurden aus den vier Bereichen acht, die sich deutlich st\u00e4rker an den ihnen zugeordneten Studieng\u00e4ngen orientierten.\u00a0<\/p><p>Abschlie\u00dfend soll an dieser Stelle noch einmal der Blick auf die heutige Situation gerichtet werden. Auch wenn einige der Reformforderungen der 1968er-Bewegung umgesetzt wurden, blieb die \u2018gro\u00dfe Revolution\u2019 von Forschung und Lehre aus. Durch massive Ver\u00e4nderungen des Studienbetriebs, allen voran der Bologna-Reform (also die Einf\u00fchrung des Bachelor- und Mastersystems) und der Evolution der Universit\u00e4ten hin zu \u2018Massenabfertigungsinstitutionen\u2019 mit riesigen H\u00f6rs\u00e4len (an der Bremer Uni soll in den n\u00e4chsten Jahren ein sog. Audimax entstehen, welches bis zu 1200 Studierende fassen kann), entpolitisierte sich die Studierendenschaft zunehmend. Als ausschlaggebende Gr\u00fcnde hierf\u00fcr k\u00f6nnen der enorme Leistungsdruck durch Regelstudienzeiten auf der einen Seite und die wegfallenden Mitgestaltungsm\u00f6glichkeiten in den universit\u00e4ren Gremien auf der anderen Seite angef\u00fchrt werden. Auch die Aufnahmebedingungen f\u00fcr Studienbewerber*innen orientieren sich heute gr\u00f6\u00dftenteils am Abiturschnitt oder den Wartezeiten. Dass die Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer weiter besteht (seit nunmehr fast 50 Jahren), ist sicherlich positiv zu bewerten, wobei sich die Frage stellt, inwiefern die Arbeitnehmerkammer tats\u00e4chlich die Interessen der Arbeiter*innen angemessen vertritt.\u00a0<\/p><p>Gleichzeitig wird die Bremer Uni heute jedoch zu zwei Dritteln durch Drittmittel - also Gelder von Unternehmen oder Stiftungen - finanziert und damit direkt durch deren Kapitalinteressen beeinflusst. Dies f\u00fchrt unter anderem dazu, dass Unternehmen wie beispielsweise OHB, das Steuersysteme f\u00fcr milit\u00e4rische Lenkraketen herstellt, sich in die Universit\u00e4t einkaufen k\u00f6nnen. \u00dcber die Finanzierung von Stiftungsprofessuren oder als Sponsor bei dieser 50-Jahre-Bremer-Uni-Imagekampagne (Teil dessen auch diese Ausstellung ist) treten sie somit direkt als Akteur auf der B\u00fchne der Uni auf - ein Blick in die Zukunft verspricht also wenig Erfreuliches f\u00fcr eine Universit\u00e4t, die versucht, mit und f\u00fcr die Gesellschaft zu arbeiten.<\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Quellen:<\/strong><\/p><p>Arbeitskreis Milit\u00e4r & Universit\u00e4t (2014): Zivilklausel und Ru\u0308stungsforschung - ein kritischer \u00dcberblick. Bremen (abrufbar unter:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.asta.uni-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/2014_10_28_AKMU_Heft_Zivilklausel+R%C3%BCstungsforschung.pdf\">https:\/\/www.asta.uni-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/2014_10_28_AKMU_Heft_Zivilklausel+R%C3%BCstungsforschung.pdf<\/a>).<\/p><p>Gr\u00e4fing, Birte (2012): Tradition Reform: die Universit\u00e4t Bremen 1971-2001. Bremen: Donat Verlag.<\/p><p>KSB-Fraktion (1972): Thesen aus der Studentenschaft zum Kampf um die Drittelparit\u00e4t. In: <i>Bremer Modell<\/i>, 1 (1), 6.<\/p><p>Uschkureit, Mirja (2012): 40 Jahre Kooperation zwischen Uni und Arbeitnehmerkammer. Bremen (abrufbar unter:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.uni-bremen.de\/40-jahre-kooperation-zwischen-uni-und-arbeitnehmerkammer-1\">https:\/\/www.uni-bremen.de\/40-jahre-kooperation-zwischen-uni-und-arbeitnehmerkammer-1<\/a>).<\/p><p>Von der Vring, Thomas (1975): Hochschulreform in Bremen: Bericht d. Rektors \u00fcber Gr\u00fcndung u. Aufbau d. Univ. Bremen w\u00e4hrend seiner Amtszeit von 1970-1974. Frankfurt (Main)\u202f; K\u00f6ln: Europ\u00e4ische Verlagsanstalt.<\/p>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-456","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/456","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8721"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=456"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/456\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1972,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/456\/revisions\/1972"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/561"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/bremermodell\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=456"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}