{"id":14,"date":"2023-05-04T17:18:53","date_gmt":"2023-05-04T15:18:53","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/blogvonsude\/?p=14"},"modified":"2023-05-04T22:20:48","modified_gmt":"2023-05-04T20:20:48","slug":"nicht-ueber-uns-ohne-uns-junge-menschen-berichten-ueber-ihre-erfahrungen-mit-inklusion-in-der-schule-und-im-berufstudium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/blogvonsude\/2023\/05\/04\/nicht-ueber-uns-ohne-uns-junge-menschen-berichten-ueber-ihre-erfahrungen-mit-inklusion-in-der-schule-und-im-berufstudium\/","title":{"rendered":"\u201eNicht \u00fcber uns ohne uns\u201c \u2013 junge Menschen berichten \u00fcber ihre Erfahrungen mit Inklusion in der Schule und im Beruf\/Studium"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. Was bedeutet der Slogan: <em>\u201eNicht \u00fcber uns ohne uns!\u201c <\/em>hinsichtlich der gleichberechtigten Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung? Er\u00f6rtern Sie dies anhand eines Beispiels und beziehen sich dabei auf die UN-BRK.<\/strong><\/p>\n<p>Der Slogan \u201eNicht \u00fcber uns ohne uns!\u201c, stammt aus der internationalen politischen Behindertenbewegung, sie wurde Anfang der 1980er Jahre konzipiert. Der Slogan sagt aus, dass die aktive und informierte Beteiligung von Menschen mit Behinderungen an allen sie betreffenden Entscheidungen eine grunds\u00e4tzliche Voraussetzung f\u00fcr ihre gleichberechtigte Teilhabe ist. Zudem gilt der Slogan als zentraler Grundsatz der UN-Behindertenrechtskonvention. Hierbei ist aber auch selbstverst\u00e4ndlicherweise die Gesellschaft aufgefordert diese Voraussetzung zu f\u00f6rdern. <em>\u201eInklusion ist aber nicht nur eine Angelegenheit der Politik. Sie ist zuallererst auch eine Haltungsfrage, sie braucht Verb\u00fcndete und Mitstreiter. Jede und jeder einzelne ist gefragt und ich freue mich darauf, in meiner Amtszeit gemeinsam mit Ihnen etwas zu bewegen und unser gemeinsames Ziel zu gestalten.\u201c<\/em> (Dusel, UN-BRK, S.3) Insbesondere im Bezug auf die Bildung ist der Staat und die Gesellschaft dazu verpflichtet allm\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen vorzunehmen, damit eine gleichberechtigte Teilhabe f\u00fcr Kindern und Jugendlichen mit Behinderung herrscht. <em>\u201eDie Vertragsstaaten treffen alle erforderlichen Ma\u00dfnahmen, um zu gew\u00e4hrleisten, dass Kinder mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen Kindern alle Menschenrechte und Grundfreiheiten genie\u00dfen k\u00f6nnen.\u201c<\/em> (UN-BRK, Artikel 7 (1), S.11)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2. Bitte reflektieren Sie die Erfahrungen der beiden G\u00e4ste, Amelie Gerdes und Silas Palkowski, vor dem Hintergrund Ihrer eigenen Erfahrungen: Welche Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren (u.a. r\u00e4umlich, personell, materiell) sind in der Schule und im \u00dcbergang in den Beruf \/ das Studium bezogen auf die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung f\u00f6rderlich und welche hinderlich?<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt viele Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren die hinderlich f\u00fcr Kinder und Jugendlichen mit einer Behinderung in deren Schulzeit, Studium und Berufsleben sein k\u00f6nnen. Viele von denen kann man als Staat, Gesellschaft, Schulkamerad\/in und Familie \u00e4ndern, f\u00f6rdern, bzw. anpassen. Beispiele daf\u00fcr w\u00e4ren: \u00a0einen barrierefreien Zugang erm\u00f6glichen, m\u00f6gliche Hilfe als Kamerad anbieten oder als Lehrer\/in, sowie als Eltern gen\u00fcgend Unterst\u00fctzung zeigen. Herrschen keine passenden Rahmenbedingungen leiden leider viele Kinder und Jugendliche daran, sich angemessen weiterzubilden.\u00a0 Eine Siuation die leider dieses belegt, ist die Erfahrung die Silas Palkowski in seiner Schulzeit erleben musste, n\u00e4mlich erlitt er an einem nicht herrschenden barrierefreien Zugang an seiner Schule, sowie an mangelnde Unterst\u00fctzung seines Lehrerinnes. Passen die Rahmenbedingungen doch, k\u00f6nnen diese den Kindern und Jugendlichen mit Behinderung auch f\u00f6rderlich bzw. hilfreich sein. Beispiel hierf\u00fcr ist Amelie Gerdes, die in ihrer Schulzeit viel Unterst\u00fctzung und Hilfe von ihrer Familie bekam, welche f\u00fcr sie sehr vorteilhaft war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3. In der Vorlesung wurde auch die Perspektive der Eltern von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung angesprochen. Welche Bedeutsamkeit messen Sie der Zusammenarbeit mit Eltern bei und welche Schlussfolgerungen leiten Sie daraus f\u00fcr sich als angehende Lehrkraft ab?<\/strong><\/p>\n<p>Meiner Meinung nach sind Eltern, sowie aber auch Lehrkr\u00e4fte dazu gef\u00f6rdert die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung in allen m\u00f6glichen Bereichen in aller Ausf\u00fchrlichkeit zu unterst\u00fctzen. Somit ist auch eine gewisse Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrkr\u00e4ften erforderlich.\u00a0 Die Lehrkr\u00e4fte sollten in dem bewusst sein und das Notwendige Engagement zeigen, wie Kontakt mit Eltern aufnehmen und diese weiterf\u00fchren, sich in Situationen nicht zur\u00fcckhalten und m\u00f6gliche Hilfe leisten, sich um die Lernprozesse k\u00fcmmern und gegebenenfalls nachfragen und spezifische Hilfestellung zeigen. Hierbei k\u00f6nnte man auf sonderp\u00e4dagogische Hilfe zugreifen, wobei ich finde, dass die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung vor allem auf eine sonderp\u00e4dagogsiche Hilfskraft angewiesen sind. Eine p\u00e4dagogische Unterst\u00fctzung ist eine Pflicht, die man jedem Sch\u00fcler\/in mit Behinderung gew\u00e4hrleisten sollte. (Vgl. Schulgesetz f\u00fcr Bremen 2009, Artikel 22(1)) Auch f\u00fcr mich als angehende Lehrerin ist es wichtig, die aufgez\u00e4hlten Punkte zu beachten und diese in meinem zuk\u00fcnftigen Berufsleben als Lehrkraft umzusetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literaturvezeichnis<\/strong><\/p>\n<p>UN \u2013 Behindertenrechtskonvention (2008): Die UN- Behindertenrechtskonvention. \u00dcbereinkommen \u00fcber Rechte von Menschen mit Behinderung. URL: <a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/fileadmin\/Redaktion\/PDF\/DB_Menschenrechtsschutz\/CRPD\/CRPD_Konvention_und_Fakultativprotokoll.pdf\">https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/fileadmin\/Redaktion\/PDF\/DB_Menschenrechtsschutz\/CRPD\/CRPD_Konvention_und_Fakultativprotokoll.pdf<\/a>\u00a0(letzter Zugriff: 03.05.2023)<\/p>\n<p>Schulgesetz f\u00fcr Bremen (2009), die Senatorin f\u00fcr Bildung und Wissenschaft. URL: <a href=\"https:\/\/www.fruehehilfen.de\/fileadmin\/user_upload\/fruehehilfen.de\/pdf\/Kinderschutzkonzept_Bremen_neues_bremisches_schulgesetz.pdf\">https:\/\/www.fruehehilfen.de\/fileadmin\/user_upload\/fruehehilfen.de\/pdf\/Kinderschutzkonzept_Bremen_neues_bremisches_schulgesetz.pdf<\/a> (letzter Zugriff: 03.05.2023)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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