{"id":20,"date":"2021-06-17T22:45:31","date_gmt":"2021-06-17T20:45:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/blogvonelmira\/?p=20"},"modified":"2021-06-17T22:45:31","modified_gmt":"2021-06-17T20:45:31","slug":"inklusion-in-der-grundschule-in-suedtirol-italien-zusammenhaenge-und-gestaltungsmoeglichkeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/blogvonelmira\/2021\/06\/17\/inklusion-in-der-grundschule-in-suedtirol-italien-zusammenhaenge-und-gestaltungsmoeglichkeiten\/","title":{"rendered":"Inklusion in der Grundschule in S\u00fcdtirol\/ Italien &#8211; Zusammenh\u00e4nge und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten"},"content":{"rendered":"<p>Lieber Leser*innen,<\/p>\n<p>in meinem heutigen Blogeintrag befasse ich mich mit dem Thema Inklusion in der Grundschule in S\u00fcdtirol\/ Italien.<\/p>\n<p><strong>1)<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px\">\u201e[\u2026] sie haben geglaubt, dass adaptieren reduzieren hei\u00dft, und dass Anpassungen also Reduktionen im Lehrplan sind, zum Beispiel werden dann extra \u00dcbungsbl\u00e4tter ausgeteilt. Aber sehen die Lehrer denn nicht, dass sie damit nur erreichen, dass das Kind nichts lernt? K\u00f6nnen sie sich nicht vorstellen, dass sich die Kinder diskriminiert f\u00fchlen?\u201c (Pineda 2013, S. 83f)<\/p>\n<p>Pineda kritisiert in dem kurzen Textausschnitt das Verst\u00e4ndnis von Adaption der Lehrer*innen, denn laut Pineda definieren Lehrkr\u00e4fte dies als Reduzierung des Lehrplans. So werden den Sch\u00fcler*innen etwa extra \u00dcbungsbl\u00e4tter ausgeteilt, w\u00e4hrend die anderen Sch\u00fcler*innen an anderen Aufgaben arbeiten. Diese Kinder wird somit die Chance auf Empowerment (Selbstbef\u00e4higung\/-verantwortung) verweigert. Pineda ist der Meinung, dass die Lehrpl\u00e4ne die Bed\u00fcrfnisse der Kinder mit einschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Mit der Normalisierung ist gemeint, dass jeder und jede wie ein \u201enormaler\u201c Mensch behandelt werden soll, wof\u00fcr Interaktionen und R\u00e4ume erforderlich sind. In dem Fall sollen Sch\u00fcler*innen etwa keine gesonderten Arbeitsbl\u00e4tter bekommen, sondern dieselben, wie alle anderen auch. Dies w\u00fcrde somit auch der Dekategorisierung entsprechen. Kinder werden mit einer solchen Vorgehensweise nicht von Mitsch\u00fcler*innen abgegrenzt und werden \u201enormal\u201c behandelt. Durch die Dekategorisierung werden alle gleich behandelt, wobei die Benachteiligung bestimmter Gruppen verhindert wird.<\/p>\n<p><strong>2)<\/strong><\/p>\n<p>a) Wenn ich herausfinden m\u00f6chte, welche Erfahrungen, Erlebnisse, Interessen die Sch\u00fcler*innen meiner Klasse teilen k\u00f6nnten, dann w\u00fcrde ich den Sch\u00fcler*innen offene Aufgaben stellen, die man dann eventuell in einem Gespr\u00e4chskreis pr\u00e4sentieren k\u00f6nnte. Meist wird montags \u00fcber das Wochenende erz\u00e4hlt, was auch eine gute M\u00f6glichkeit bietet die Erfahrungen, Erlebnisse und Interessen der Sch\u00fcler*innen herauszufinden.<\/p>\n<p>b) Einen offenen Auftrag erkennt man daran, dass es mehrere L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten gibt, wozu man sich Austauschen kann und gemeinsam Entscheidungen treffen kann. Bei geschlossenen Auftr\u00e4gen ist genau das Gegenteil der Fall. Es gibt nur eine L\u00f6sungsm\u00f6glichkeit und Kinder sind in ihrer Kreativit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt und meist gibt es eine Helfer-Beziehung.<\/p>\n<p><strong>3)<\/strong><\/p>\n<p>a) Meist kann man ziemlich gut erkennen, wer welche Rolle in der Gruppenarbeit einnimmt. Es gibt das eine Kind, dass alles und jeden Schritt organisiert, ein anderes Kind ist besonders kreativ und hat immer Ideen und ein anderes Kind bearbeitet die Aufgaben besonders gut.<\/p>\n<p>b) Damit die Kinder nicht st\u00e4ndig die gleichen Aufgaben \u00fcbernehmen m\u00fcssen und aus ihrer Komfortzone raus k\u00f6nnen, ist es wichtig als Lehrkraft daf\u00fcr zu sorgen, dass sich die Gruppen auch mal mischen. Kinder lernen so neue st\u00e4rken und schw\u00e4chen von sich kennen und entdecken neues \u00fcber sich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lieber Leser*innen, in meinem heutigen Blogeintrag befasse ich mich mit dem Thema Inklusion in der Grundschule in S\u00fcdtirol\/ Italien. 1) \u201e[\u2026] sie haben geglaubt, dass adaptieren reduzieren hei\u00dft, und dass Anpassungen also Reduktionen im Lehrplan sind, zum Beispiel werden dann extra \u00dcbungsbl\u00e4tter ausgeteilt. 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