Interreligiöse Konflikte im Religionsunterricht

 

  1. Erläutern Sie zentrale Aspekte, die in begegnungspädagogischen Settings zu bedenken bzw. zu problematisieren sind.

In der sechsten Vorlesung handelte es von der ansteigenden Heterogenität in den Schulen in Betrachtung der Religionen der SuS. Basis für die Toleranz hierbei ist der Religionsunterricht, der sich nicht nur mit den monotheistischen Religionen befasst sondern darüber hinaus geht. Problematisch hierbei sind bestimmte SuS, dessen Hintergrund religiös geprägt ist und keinerlei Offenheit für diese objektiven Gespräche zum Thema haben.

2. Denken Sie an Ihren eigenen Religions- oder Ethikunterricht zurück und diskutieren Sie Beispiele für  die von Ihnen unter 1. benannten Aspekte (z.B. Besuch von Religionsvertreter*innen im Unterricht).

Da ich selber SuS mit einem muslimischen Hintergrund war wurde ich in der Grundschule nicht in den Biblischen Unterrischt zugelassen. In der Mittelstufe haben wir uns ca. 1 Jahr mit den drei monotheistischen Religionen beschäftigt, jedoch nur oberflächlich und nicht darüber hinaus. Bedauerlicherweise wurde mir damals keinerlei Einblick in die „kleinen Religionen“ gewährt, da diese keine Minderheit mehr in unserer aktuellen Gesellschaft sind. Der Einblick in die verschiedensten Religionen ist die Basis für die Interaktion verschiedenster Menschen und schützt das Individuum vor Vorurteilen, da man heutzutage nicht mehr die Offenheit als Erwachsener hat dinge zu hinterfragen.

3. Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe für kommende Praktika, mit der sie gezielt den Umgang mit religiöser Pluralität beobachten. Können Sie unterschiedliche Umgangsformen oder Argumentationsstrategien feststellen (z.B. Neutralität, bewusste oder unbewusste Privilegierung bestimmter Gruppen…)?

Im kommenden Praktikum speziell wäre es interessant zu schauen, wie viele Lehrkräfte einen religiösen Hintergrund haben und wie präsent dieser ist. Da es seid 2015 in Bremen erlaubt ist mit einem Kopftuch an Bremer Schulen zu unterrichten wäre es für mich besonders mich mit so einer Lehrkraft auszutauschen, da ich selbst ein Kopftuch trage.

4. Benennen und reflektieren Sie Herausforderungen, wie im Schulbetrieb religiöser Pluralismus zum Tragen kommen soll/ kann/ darf (z.B. Gebetsräume, Tragen von Kopftüchern oder anderen religiösen Symbolen, Rücksicht auf Speisevorschriften in der Mensa, Umgang mit religiösen Feiertagen…). (optional)

Da ich selber ein Kopftuch trage denke ich nicht, dass religiöse Einflüsse einen negativen Einfluss auf Mittel und Oberstufen haben und haben werden. Religiöse Neutralität an schulen betrachte ich kritisch, da es zum Menschen gehört und es in der Schule ja nicht um die Werbung von menschen in seine Religion geht.

 


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