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RV02 Soziokulturelle Heterogenität

  1. Versuchen Sie Maßnahmen, Projekte oder Initiativen, die Sie im schulischen Umfeld zum Umgang mit soziokultureller Heterogenität, inklusive der Vielfalt von Weltanschauungen und sozialen Lebenslagen, kennen gelernt haben (in Praktika, Arbeit, eigener Schulzeit o.ä.) zu charakterisieren, entsprechend dem theoretischen Vergleichsmodel aus der Vorlesung (Ausländerpädagogik/Interkulturelle Bildung/Antirassistische Pädagogik/Diversity Education). Begründen Sie die Einordnung und bewerten Sie die jeweilige Wirkung.
  2. Welche Beobachtungsaufgabe für kommende Praktika könnte man aus dieser durch Theorie geleiteten Reflexion zu 1. ableiten?
  3. Sehen Sie durch die Reflexion dieser Maßnahmen und Projekte Ansatzpunkte für mögliche Programme zur grundsätzlichen Weiterentwicklung von Schule und/oder Unterricht?

 

 

In meinem Orientierungspraktikum durfte ich in einer zweiten Klasse beobachten wie, durch das Hervorbringen der Individualität aller SchülerInnen, eine Gemeinschaft gestärkt wurde. Jeden Freitag, vor dem Wochenende der SchülerIn, wurde sich auf einer anderen Sprache verabschiedet. Dabei brachte ein Kind allen eine Verabschiedung bei und diese wurde dann gemeinsam gesagt. Zu Beobachten war dabei zum einen der Stolz des Kindes, welches den anderen etwas beigebracht hat und auch das Interesse der anderen Kinder an einer neuen Sprache. Zudem fand eine Art Klassenrat statt, indem die Kinder zudem auch Probleme oder Wünsche ansprechen können. Diesem Punkt fand ich besonders Positiv an der Klasse und der Klassenführung. Der Schwerpunkt lag deutlich auf dem erzieherischen, als auf der Bildung. Die Lehrkraft begründete dies, durch die Lage der Schule, die in einem ’sozial schwachen‘ Stadtteil liegt. Die Kinder der Schule hätten noch andere Bedürfnisse, bevor sie sich auf das Lernen konzentrieren hätten können.

Ich persönlich finde, die Heterogenität der Leistungsniveaus bietet viele Herausforderungen. In dem ebengenannten Praktikum durfte ich an einer Schule hospitieren, an der die SchülerInnen viele verschiedene Erstsprachen aufwiesen. Dies war auch der Fall in der Klasse, welche ich in der Regel besuchte. Die Klasse wies elf verschiedene Erstsprachen auf.
Das Konzept der Schule ist dabei die interkulturelle Bildung. Das Miteinander, trotz der Unterschiedlichkeit der Kulturen, sozialen Herkünften oder Geschlechter der SchülerInnen, steht in Fokus.

Eine Beobachtungsaufgabe für kommende Praktika könnte sein, dass man beobachtet, wie in der Klasse mit kultureller Diversität umgegangen wird, welche Maßnahmen getroffen werden oder welchen Input es vonseiten der Lehrkraft gibt, um diese Diversität zu schätzten und diese nicht abzulehnen.

Eine Weiterentwicklung von Schule wäre es in meinen Augen, wenn wirklich jede Schule heterogen zusammen gesetzt wäre. Das bedeutet für mich, dass es in jeder Klasse ein behindertes Kind geben kann (überall, nicht nur „Kooperationsschulen“), dass die Prozentzahl der Kinder mit einem Migrationshintergrund in Gröpelingen ähnlich sein kann wie in Findorff und dass es nicht Stadt- oder teilabhänig ist, wie gut deine Schule oder Bildung ist.

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